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26.04.2018 | Hochschule für Soziale Arbeit

Fachtag Kinderschutz verdeutlicht die Wichtigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit

Die Konföderation der Hochschulen des Sozialwesens in der Regio (RECOS) hat einen trinationalen Fachtag zu grenzüberschreitenden Fragen des Kinderschutzes durchgeführt.

Fachtag Kinderschutz 13. April 2018

Die Konföderation der Hochschulen des Sozialwesens in der Regio (RECOS), der neben der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW vier elsässische und zwei südbadische Hochschulen für Soziale Arbeit angehören, hat am 13. April an der Evangelischen Hochschule in Freiburg einen Fachtag zu grenzüberschreitenden Fragen des Kinderschutzes mit Praktikerinnen und Praktikern aus den drei Ländern der Oberrheinregion durchgeführt.

Hannes Käckmeister (Universität Strasbourg und PH Freiburg) berichtete über die Erfahrungen der deutsch-französischen Expertengruppe zum Thema.

Beim anschliessenden Podium diskutierten Vertreter aus den drei Ländern Fragen  der grenzüberschreitenden Bearbeitung von Kinderschutzfällen. Die Schweiz war hierbei durch Dr. Patrick Fassbind, Leiter der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Basel-Stadt vertreten.

Deutlich wurde, dass sich bei grenzüberschreitenden Kinderschutzfällen eine Reihe von Herausforderungen stellen. Neben dem teils fehlenden Wissen über das Hilfesystem im Nachbarland oder der sprachlichen Hürden stellen sich Fragen der Zuständigkeit und der Kostenübernahme. Allerdings gewährt der Blick über die Grenze auch Reflexionsanstösse  für die eigene Praxis, etwa wenn die Anzahl der Fremdunterbringungen deutlich variiert oder andere Verfahrensweisen und Hilfsangebote bestehen.

Am Nachmittag diskutierten die rund 70 Fachpersonen in vier Fokusgruppen Fragen der Begleitung von Minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen, der Abwägung von ambulanten und stationären Hilfen und der Prävention.

Fazit des Fachtages war, dass Strukturen des grenzüberschreitenden Austausches helfen, im konkreten Fall besser zusammenzuarbeiten und so das Kindeswohl besser zu schützen.

Die grenzüberschreitende Fachgruppe, die auch bei den anwesenden Schweizer Praktikerinnen und Praktikern auf grosses Interesse stiess,  wird ihre Arbeit deshalb trinational fortführen.

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