Die Erfahrung von häuslicher oder sexualisierter Gewalt kann die Entwicklung und das Wohl von Kindern schwerwiegend beeinträchtigen. Das CAS-Programm vermittelt praxisbezogenes Wissen und gibt Orientierung für eine professionelle Gestaltung von Einschätzungs- und Hilfeprozessen.
Steckbrief
- Abschluss
- CAS Kindesschutz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt
- Lernsetting
- Präsenz, Remote
- ECTS-Punkte
- 15
- Nächster Start
- 9.9.2027
- Durchführungssprache
- Deutsch
- Durchführungsort
- Online, Olten, Muttenz
- Preis
- CHF 7 800
- Nummer
- K08
Ziele und Nutzen
Kinder und Jugendliche, die häusliche oder sexualisierte Gewalt erleben, sind komplexen Belastungen und Gefährdungen ausgesetzt, die ihre Entwicklung erheblich beeinträchtigen können. Bei Fachpersonen im Kindesschutz löst die Vermutung, dass ein Kind häusliche oder sexualisierte Gewalt (mit)erlebt, häufig Unsicherheit und Handlungsdruck aus. Solche Situationen stellen hohe Anforderungen an die Gefährdungseinschätzung und an die Wahl geeigneter Interventionen, die den Schutz und das Wohl des Kindes ins Zentrum rücken.
Das CAS-Programm befähigt Sie, in solchen Situationen fachlich fundiert und sicher zu handeln. Es behandelt die Gefährdungseinschätzung, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie die Abwägung zwischen freiwilliger Hilfe und zivilrechtlichen Kindesschutzmassnahmen. Das erworbene Wissen unterstützt Sie dabei, wirksame Hilfeprozesse für betroffene Kinder und Jugendliche zu gestalten.
Zielpublikum
- Fachpersonen der Sozialen Arbeit (und Bezugsprofessionen) aus Diensten (Sozialdienste, Kinder- und Jugenddienste, interne Abklärungsdienste der KESB u. Ä.) oder Organisationen (v. a. private Anbieter), die durch die KESB angeordnete Kindeswohlabklärungen durchführen oder Mandate führen
- Fachpersonen der Sozialen Arbeit (und Bezugsprofessionen), die von der KESB verfügte Kindesschutzmassnahmen verantworten und begleiten (Mandatsträger*innen).
- Fachpersonen aus kindesschutzrelevanten Organisationen, die mit Fragen der Einschätzung von Gefährdungen und Belastungen von Kindern und / oder mit der Begleitung von Kindern betraut sind und über Grundwissen und -kompetenzen im Kindesschutz verfügen (z.B. Schulsozialarbeiter*in-nen, Beratungsstellen).
Aufbau und Inhalte
Das CAS-Programm vermittelt handlungsorientiertes Wissen und praxisbezogene Kompetenzen. Es setzt sich aus Präsenzmodulen, Selbststudium, dem Besuch von Praxisorganisationen sowie Selbstreflexion in Form von Supervision und angeleiteter fallbezogener Arbeit (Fallwerkstätten) zusammen. Nach einem ersten Teil, in dem der Erwerb von Grundlagenwissen im Vordergrund steht, folgen stärker praxisorientierte Module, in denen die Teilnehmenden ihre methodischen Kompetenzen und den professionellen Umgang mit Kindeswohlgefährdungen im Kontext von häuslicher und sexualisierter Gewalt vertiefen und festigen.
Folgende Module können auch unabhängig von der Teilnahme am CAS-Programm gebucht werden:
- Kindeswohlgefährdung im Kontext häuslicher Gewalt: Formen, Ursachen und Folgen
- Kindeswohlgefährdung im Kontext sexualisierter Gewalt: Formen, Ursachen und Folge
- Rechtliche Grundlagen des Kindesschutzes im Kontext häuslicher und sexualisierter Gewalt
- Gefährdungseinschätzung und Vorgehen bei Verdacht und Hinweisen auf Mitbetroffenheit von häuslicher Gewalt
- Gefährdungseinschätzung und Vorgehen bei Verdacht und Hinweisen auf sexualisierte Gewalt
- Grundsätze und Methoden der Gesprächsführung mit Kindern im Kontext (vermuteter) häuslicher und sexualisierter Gewalt
- Grundsätze und Methoden der Gesprächsführung mit Eltern im Kontext (vermuteter) sexualisierter und häuslicher Gewalt
- Unterstützung und Begleitung von Kindern im Kontext (vermuteter) häuslicher Gewalt
- Unterstützung und Begleitung von Kindern im Kontext (vermuteter) sexualisierter Gewalt
- Kindesschutz im Kontext häuslicher und sexualisierter Gewalt: Interprofessionell und interinstitutionell arbeiten
- Sexualisierte Gewalt in Institutionen und institutionelle Antworten (Schutzkonzepte)
Inhalt
Nach Abschluss dieses CAS-Programms können Sie:
- Aktuelles Fachwissen zum Kindesschutz im Kontext von häuslicher und sexualisierter Gewalt anwenden.
- Fachlich fundierte Einschätzungen treffen, Urteile fällen und bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdungen kompetent handeln.
- Den Hilfe- und Unterstützungsbedarf von betroffenen Kindern und ihren Familiensystemen professionell ermitteln und entsprechende Interventionen einleiten.
- Die Zusammenarbeit mit relevanten Stellen und Fachkräften bei der Fallbearbeitung effektiv gestalten und koordinieren.
- Methoden der traumasensiblen Gesprächsführung in der Kommunikation mit Kindern und ihrem Umfeld anwenden.
Voraussetzungen und Zulassung
Die Eingangskompetenzen zur Teilnahme am CAS-Programm sind ein Hoch-schulabschluss (Bachelor oder Master oder äquivalente Tertiärabschlüsse) sowie Berufserfahrung im Handlungsfeld. Personen mit höherer Berufsbildung können teilnehmen, sofern sie einschlägige Berufserfahrung und äquivalente Kompetenzen in verantwortlichen Funktionen nachweisen können.
Organisatorisches
Kostendetails
Für den Abschluss des CAS sind drei Stunden themenbezogene Supervision nachzuweisen. Deren Kosten sind nicht im Kurspreis enthalten. Die Teilnehmer:innen organisieren die Supervision selbst und bezahlen sie zusätzlich zum Kurspreis.
Bemerkung
Änderungen und Preisanpassungen vorbehalten
Beratung
Kontakt
Jasmin Rickenbacher
- Telefon
- +41 62 957 29 74
Dr. Aline Schoch
- Telefon
- +41 61 228 52 63
- aline.schoch@fhnw.ch
Dr. Brigitte Müller
- Telefon
- +41 61 228 59 61
- brigitte.mueller@fhnw.ch
Interessiert Sie die Weiterbildung oder haben Sie Fragen? Melden Sie sich gerne für unsere online Informationveranstaltungen an. Weitere Termine werden ab Januar 2027 auf der Webseite aufgeschaltet.
Info-Anlässe
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Anmeldung
Kindesschutz bei häuslicher und sexualisierter GewaltCAS Kindesschutz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt
- Datum
- 9.9.2027–17.11.2028
- Dauer
- 14 Monate
- Ort
- Online, Olten, Muttenz



