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Testflug in die Stratosphäre

6. Dezember 2022

Als Abschluss eines Studierendenprojekts im letzten Frühlingssemester war ein Flug mit einem Wetterballon in die Stratospäre geplant gewesen. Dabei sollten das Lichtspektrum der Sonneneinstrahlung gemessen und dabei Erfahrungen mit diesen Sensoren gesammelt werden.
Leider konnte dieser Flug nicht während des Projekts durchgeführt werden – er wurde nun am 1. Dezember 2022 nachgeholt.

Thema des Studierendenprojekts im vierten Semester war gewesen, die Sonneinstrahlung in Bezug zur Höhe des Ballons zu messen und zu speichern. Damit das Messsystem getestet werden konnte, sollte es mit einem Wetterballon in die Stratosphäre geschickt werden. Dieses Vorhaben musste zuerst aufgeschoben werden und wurde nun nachgeholt.

Um eine möglichst gute Auflösung im Blaulichtbereich zu erhalten, wurde der 11-Kanal Spektralsensor AS7341 von AMS verwendet.

Ein solcher Flug ist fast so aufwändig wie ein Raketenstart – scheint dem neutralen Beobachter: Zuerst muss die Fracht penibel geprüft werden – während des Fluges ist ja kein Eingriff mehr möglich. Die Flugroute muss vorher simuliert werden, damit der Ballon ja nicht in verbotene oder ungünstige Gebiete fliegt, Ballon und Last müssen sorgfältig aufgebaut und vor allem für die Landung gesichert werden, dann muss der Flug überwacht und begleitet werden und schliesslich muss der (letztlich) geplatzte Ballon nach seinem Abstieg am Fallschirm zusammen mit seiner Fracht gefunden und geborgen werden.

Nach intensiver Vorbereitung und mehreren verpassten Terminen war es am 1. Dezember 2022 endlich doch soweit.

Vorbereitungen zum Start
Vorbereitungen zum Start
Der Ballon fängt an zu steigen, wird aber noch zurückgehalten
Der Ballon fängt an zu steigen, wird aber noch zurückgehalten
Die Fracht mit dem Messsystem, mit einer Kamera zur Dokumentation und mit der Kommunikation zum Boden (die schwarz-weissen Kistchen) wird sortiert, damit sie am Ende schön hängt
Die Fracht mit dem Messsystem, mit einer Kamera zur Dokumentation und mit der Kommunikation zum Boden (die schwarz-weissen Kistchen) wird sortiert, damit sie am Ende schön hängt
und da startet nun der ganze "Ballon-Zug" zu seinem Testflug in die Stratosphäre
und da startet nun der ganze „Ballon-Zug“ zu seinem Testflug in die Stratosphäre

Dank der vorgängigen Simulation wussten Christoph Wildfeuer und das Team, wo die Reise etwa hingehen würde.

Christooph Wildfeuer prüft die Flugsimulation. Reicht die Höhe für den Überflug über den Hallwilersee?
Christoph Wildfeuer prüft die Flugsimulation. Reicht die Höhe für den Überflug über den Hallwilersee? Weiss Fahrer Peter Schlachter, wohin er fahren muss?
Von Windisch nach Brittnau via 28’400 m Höhe.
Warnung an Flacherdler: Dieser Film der On-Board-Kamera des ISE-Ballons könnte Ihren Glauben zerstören…

Der Ballon wurde auf seinem Weg verfolgt. Dazu enthielt der Ballon einen Sender, dessen Position mit einer Peilantenne ermittelt wurde.

Etwa da muss er sein: Student Gian-Luca Portmann peilt den Ballon an.
Etwa da muss er sein: Student Gian-Luca Portmann peilt den Ballon an.
"Genau da ist er!" Christoph Wildfeuer bestimmt die genaue Position. Zum Glück nicht im Hallwilersee...
„Genau da ist er!“ Christoph Wildfeuer bestimmt die genaue Position. Zum Glück nicht im Hallwilersee…

Schliesslich wurde die Fracht im Wald geborgen und geprüft, ob sie Start, Flug und Landung heil überstanden hatte.

"Waldläufer" Gian-Luca Portmann findet die wertvolle Fracht
„Waldläufer“ Gian-Luca Portmann findet die wertvolle Fracht
Alles da? Flug und Landung überlebt? Gian-Luca Portmann und Albert Zihlmann prüfen die Fracht.
Alles da? Flug und Landung überlebt? Gian-Luca Portmann und Albert Zihlmann prüfen die Fracht.

Fazit: Das ISE hat einen Ballonflug mehr erfolgreich durchgeführt. Dank der sanften Landung ist die Fracht unversehrt geblieben, sie ist auch trotz Minus-Temperaturen in der Höhe nicht eingefroren,

Kontakt: Prof. Dr. Christoph Wildfeuer

Schlagworte: Ballon, Spektralsensor, Stratosphäre

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