Massuda Kassem/ Melanie Garanin: Chicken survivor. Hühnchen süsssauer.

Es war einmal ein Huhn namens Vindaloo (das ist ein indisches Hühnergericht). Dieses Huhn war dermassen tapfer und mutig, dass aus seinen Abenteuern gleich ein wunderbar witziges und lehrreiches Buch entstanden ist.
Vindaloo lebte in einem wunderschönen Hühnerstall, zusammen mit vier anderen Hühnern. Die Hühner fühlten sich wohl. Sie hatten ein luxuriöses Zuhause und wurden täglich mit Leckereien verwöhnt. Wenn da nur nicht der hungrige Fuchs gewesen wäre! Eines Tages drang er in den Käfig ein und schnappte sich eines der Hühner. Nur mit dem Huhn Vindaloo hatte er nicht gerechnet. Sie setzte zum Gegenangriff an und hackte so wild auf den Eindringling ein, dass dieser das Weite suchte. Leider hatte sich Vindaloo bei diesem Kampf eine so schlimme Verletzung zugezogen, dass einer ihrer Flügel amputiert werden musste. Das war nicht allzu schlimm, den fliegen konnte sie ja eh nicht. Schon kurze Zeit später interessierte sich ein Habicht für diese gut gefütterten Hühner. Auch ihn schlug Vindaloo in die Flucht, diesmal brach sie sich allerdings ein Bein. Eine überaus nette Menschenärztin mit einem Herz für Hühner, schiente das Bein und schon bald legte Vindaloo wieder Eier. Vindaloos kühne Geschichte verbreitete sich über die Grenzen des Grundstücks hinaus, sie wurde bewundert und gefeiert. Noch immer legt Vindaloo brav jeden Tag ein Ei und lebt in einem absolut einbruchsicheren neuen Hühnerstall.
Vindaloo gibt es tatsächlich, das Buch enthält Fotos, die dies belegen. Als Zugabe gibt es am Ende der Geschichte Tipps zur Hühnerhaltung und ein Rezept für ein «Vindaloo Chicken». Die comicartigen Zeichnungen passen wunderbar und unterstreichen den ironisch witzigen Ton der Geschichte. Beim Erzählen und Vorlesen werden sich Erwachsene bestimmt genauso gut unterhalten wie die zuhörenden Kinder. Für Kinder ab 6 Jahren. 48 Seiten.
Massuda Kassem/ Melanie Garanin: Chicken survivor. Hühnchen süsssauer. Klett Kinderbuch 2026. ISBN: 978-3-95470-320-3
Rezension: Maria Riss