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50 x Erfolg für die Bauwirtschaft, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

15.2.2023 – Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik


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Die «Integration Experience» ist gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss der Weiterbildung «VDC Certification Program». An diesem Tag präsentieren alle Kursteilnehmenden nach 10 Monaten harter Arbeit ihre Projekte, in denen sie das VDC Framework erfolgreich in reale Anwendungsfälle aus ihrem Arbeitsalltag integriert haben.

Im Januar hat die berufsbegleitende Weiterbildung «VDC Certification Program» (VDC = Virtual Design and Construction) für rund 50 Teilnehmende ein erfolgreiches Ende gefunden. Sie konnten bei der Veranstaltung «Integration Experience» ihre VDC-Stories der Öffentlichkeit präsentieren und gemeinsam diskutieren. Diese Stories beschreiben 10 Monate intensiver Arbeit, in denen das VDC Framework erfolgreich in reale Projekte integriert und konkrete Herausforderungen aus dem Alltag adressiert, gelöst und die Mehrwerte, Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren sichtbar gemacht wurden.

In diesem Jahr haben 50 Kursteilnehmende ihre Konzepte und Umsetzungen vorgestellt. Mit diesen 50 Implementierungen konnte zugleich auch 50 x Impact für die Bauwirtschaft erzielt werden. Und damit 50 x spürbarer Mehrwert für die Unternehmen, in denen diese Projekte umgesetzt wurden.

Was ist das VDC-Framework und wie wird es angewendet?

Der Einsatz von VDC stellt die Zusammenarbeit aller Beteiligten in den Mittelpunkt und beschreibt einen gesamtheitlichen Abwicklungsprozess für Bauprojekte. Gemäss Martin Fischer, Leiter des Center for Integrated Facility Engineering (CIFE), ist das VDC Framework keine Raketenwissenschaft. Und darin liegt auch die Stärke des Frameworks, denn mit einfachen Mitteln können Projekte qualitativ hochwertiger und ressourcenschonender umgesetzt werden. Das Konzept basiert auf Formalzielen in Form von Kundenzielen sowie Sachzielen in Form von Projektzielen. Diese konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden macht ein optimiertes Arbeiten erst möglich. Erst danach kann auch sinnvoll die Frage gestellt werden, welche Organisationen und Personen zusammenarbeiten sollten, um die verschiedenen Ziele erreichen.

Das VDC Framework orientiert sich daher an diesen drei Fragen (Ebenen):

  1. WARUM macht der Kunde das Projekt?
    Frage nach einem klaren Kundenziel
  2. WAS muss das Projektteam erreichen, um das Kundeziel zu gewährleisten?
    Frage nach einem klaren Projektziel
  3. WIE bewerkstelligt es das Projektteam, das Projektziel zu erreichen?
    Frage nach der Art der Art von Zusammenarbeit (bspw. ICE),
    Frage nach dem Informationsmanagement (BIM) und
    Frage nach dem Prozessmanagement (PPM)
Abbildung der Ebenen des VDC Frameworks

Da die Überprüfung des Kunden- und Projektziels eigentlich erst im Betrieb oder bei der Übergabe verifiziert werden kann, definieren und verfolgen die Teilnehmenden für die Dauer des «VDC Certification Programs» ein Anwendungsziel, dessen Erreichen bereits zum Ende der Weiterbildung überprüft werden kann. Entlang dieses Anwendungsziels wird dann das VDC Framework in ein konkretes Projekt, meist auf der Ebene des «WIE», implementiert. Damit legen sie die Weichen, um das Projektziel und damit das Kundenziel zu erreichen.

Das VDC Framework kann die Kraft seiner Einfachheit jedoch erst entfalten, wenn es konsequent angewendet wird. Um dies sicherzustellen, ist das «VDC Certification Program» in drei Phasen gegliedert:

Phase I

Die Teilnehmenden machen sich mit dem VDC Framework vertraut und eignen sich das Basis-wissen an.

Phase II

Die Teilnehmenden integrieren das Anwendungsziel gemäss VDC Framework in ihr mitgebrachtes Projekt. Die Integration findet in sieben Etappen statt und jede Etappe wird durch einen «Monthly Implementation Report» beendet.
Der Monthly Report gewährleistet eine enge Betreuung durch unsere Mentor*innen, die die Reports sichten, reviewen und bewerten. Zudem geben die Mentor*innen ein Feedback an die Teilnehmenden zurück. Dies führt zu einer höheren Erfolgschance für die Implementierung und vor allem zu einer konstanteren Lernkurve.
Höhepunkt dieser zweiten Phase ist der «Midterm Workshop», an dem alle Teilnehmenden zusammenkommen und sich nicht nur mit ihren Mentor*innen, sondern auch mit ihren Kolleg*innen über die Implementierungen austauschen und so wertvolles Feedback und neue Perspektiven gewinnen können.

Phase III

Die Teilnehmenden bereiten ihre Projekt-Implementierungen in einer VDC Story auf. Diese stellen sie zum Abschluss des Programms an der «Integration Experience» vor und machen die Resultate für ihr Unternehmen erlebbar.

Einblick in die VDC-Stories 2023

  • Story 1: VDC für eine schnittstellenoptimierte interne Zusammenarbeit (Fabian Schürmann) (PDF, 248 KB)
  • Story 2: Nachhaltige Tragwerke durch integrale Ökobilanzierung (Louis Trümpler) (PDF, 253 KB)
  • Story 3: Einsatz der VDC Methode für garantiert pünktliche Beauftragungen von Unternehmen (Raoul Müller) (PDF, 1.98 MB)
  • Story 4: BIM-basierter Prozess zur Aussparungsfreigabe durch Bauingenieur (Leda Calgeer) (PDF, 202 KB)
  • Story 5: Modellattribuierung für Single-Source-of-Truth Anwendung im Laborneubau (Roger Rotzer) (PDF, 1.1 MB)

Das dritte «VDC Certification Program» startet voraussichtlich im Frühjahr 2024.

Sie interessieren sich für eine berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich Virtual Design and Construction (VDC)?

Diese soll möglichst praxisnah und Hands-on sein? Dann sind unser nebenberufliches Master-Studium «Digitales Bauen» und unsere Zertifikatslehrgänge zum Digitalen Bauen vielleicht was für Sie.

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