Praxis gehört im Bachelor Energie- und Umwelttechnik an der FHNW dazu: Bei Regent Lighting erhielten Studierende im Modul «Gebäudetechnik: Beleuchtung und Sanitär» Einblicke in professionelle Lichtplanung, intelligente Gebäudesysteme sowie die Rolle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
EUT-Studierende zu Besuch bei Regent Lighting in Basel
Mit diesen Fragen beschäftigten sich Studierende des Moduls «Gebäudetechnik: Beleuchtung und Sanitär» bei einer Exkursion zu Regent Lighting in Basel am Dreispitz. Das Modul gehört zur Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte (NGS) im Bachelorstudiengang Energie- und Umwelttechnik (EUT) an der FHNW. Die Studierenden beschäftigen sich darin unter anderem mit energieeffizienten Beleuchtungssystemen, Lichtplanung, Elektrizitätsbedarf sowie Normen und Anforderungen rund um moderne Gebäudetechnik.

Lichtplanung in der Praxis erleben
Praxis gehört im Modul bewusst zum Unterricht dazu. Bei Regent Lighting erhielten die Studierenden Einblicke in die professionelle Lichtplanung und konnten das Lichtlabor und den Showroom besichtigen, in denen Leuchten entwickelt, getestet und für konkrete Projekte geplant werden.
Regent Lighting entwickelt Beleuchtungslösungen für unterschiedlichste Anwendungen – von Bürogebäuden über Industrie bis hin zu Labor- und Gesundheitsbauten. Im Showroom und Labor finden regelmässig Besprechungen mit Bauherrschaften, Architekt*innen und Planer*innen statt. Dort entstehen Lichtkonzepte, Materialabstimmungen und massgeschneiderte Lösungen an der Schnittstelle zwischen Architektur, Elektrotechnik und Gebäudetechnik.
Die Studierenden erhielten dabei Einblicke in den gesamten Projektablauf – von der ersten Anfrage über Planung und Ausschreibung bis hin zur Umsetzung. Besonders deutlich wurde dabei: Lichtplanung ist heute weit mehr als die Auswahl von Leuchten.
Licht beeinflusst unsere Lebensräume
Da Menschen rund 90 % ihrer Zeit in Innenräumen verbringen, gewinnt die Gestaltung von Lebensräumen zunehmend an Bedeutung. Licht beeinflusst Orientierung, Atmosphäre, Konzentration und Wohlbefinden – und wird gleichzeitig immer stärker Teil digital vernetzter Gebäude.
Im Labor erhielten die Studierenden zudem Einblicke in Lichtwirkungen, spektrale Messungen und die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Gebäudetypen. Dabei wurde sichtbar, wie eng Gestaltung, Technik und Energieeffizienz heute zusammenhängen.
Digitalisierung und intelligente Gebäude
Eine grosse Rolle in der modernen Lichtplanung spielt die Digitalisierung. Heute arbeiten bei Regent Lighting nicht nur Lichtplaner*innen und Elektroplaner*innen, sondern auch Softwareentwickler*innen, die Systeme vernetzen und Datenplattformen entwickeln.
Sensoren in Leuchten erfassen beispielsweise anonymisierte Informationen zu Raumnutzung, Belegung oder Raumklima – oft ganz ohne zusätzliche Hardware. Anhand realer Beispiele wurde gezeigt, wie Gebäude dadurch effizienter betrieben werden können.
Sensoren unterstützen etwa die bedarfsgerechte Steuerung von Lüftung oder der Reinigung von Arbeitsplätzen, helfen dabei, ungenutzte Flächen sichtbar zu machen oder ermöglichen Asset Tracking in Gebäuden. Bei Roche kommen solche Systeme beispielsweise bereits zum Einsatz, um Geräte zu lokalisieren oder Prozesse automatisiert auszulösen.
Nachhaltigkeit, Normen und Energieeffizienz
Nachhaltigkeit spielte dabei auf mehreren Ebenen eine zentrale Rolle. Einerseits durch intelligente Gebäudesysteme, die mithilfe von Sensorik und Datenanalyse helfen, Energie effizienter zu nutzen und Gebäude bedarfsgerecht zu betreiben.
Andererseits beschäftigen sich Unternehmen wie Regent Lighting intensiv mit Ressourcenschonung und Upcycling. So werden klassische Fluoreszenzleuchten zunehmend mit moderner LED-Technologie nachgerüstet, anstatt bestehende Systeme komplett zu ersetzen. Regent Lighting ist zudem unter anderem über EcoVadis zertifiziert.
Neben der Norm EN 12464-1 spielen auch Standards wie Minergie in der Lichtplanung eine wichtige Rolle. Die Studierenden erhielten Einblicke in die Anforderungen an Beleuchtungsqualität, Energieeffizienz und Steuerungssysteme.
Dabei wurde deutlich, dass gute Lichtkonzepte immer ein Zusammenspiel aus Gestaltung, Nutzerkomfort, Energieverbrauch und intelligenter Steuerung sind.
Wir danken der Regent Lighting für die Einladung und Olaf Munk, Patrick Heule, Beat Morf und Benedikt Herzog für die spannenden Inputs vor Ort!
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Interesse an nachhaltigen Gebäuden und Gebäudetechnik?
Die Exkursion zeigte eindrücklich, wie stark sich Lichtplanung heute mit Digitalisierung, Gebäudetechnik und Nachhaltigkeit verbindet – und wie vielfältig die Berufsfelder an der Schnittstelle von Architektur, Technik und Energie geworden sind.
Du interessierst dich ebenfalls für nachhaltige Gebäude, Gebäudetechnik und Energiefragen?
Am 11. Juni 2026 findet der nächste Infoanlass der Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte im Bachelor Energie- und Umwelttechnik an der FHNW statt.
Info-Anlass Nachhaltige Gebäude und Städte
11.6.2026, 18:00-19:00 Uhr, FHNW Campus Muttenz, Raum 12.W.01, Hofackerstrasse 30, 4132 Muttenz.
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