In ihrem Vortrag ‹Ästhetik der Technik› untersuchte Christina Köchling mit ihrem Team drei experimentelle Häuser der 1970-90er Jahre, welche die Gebäudetechnik als integraler Bestandteil des Entwurfs beinhalten und mit den lokalen Gegebenheiten auskommen. Ihre Erläuterungen zu dieser Analyse, wie auch die Verbindung zur eigenen Entwurfsarbeit haben an diesem Abend zu vielen inspirierten Gesprächen geführt…

‹Ästhetik der Technik›
So wie sich die Rahmenbedingungen der Architektur wandeln, verändert sich auch die Architektur selbst im Lauf der Zeit – und mit ihr die Massstäbe der ästhetischen Konventionen.
Klimawandel und steigende Baukosten haben das Interesse an Lowtech-Ansätzen in der Architektur neu entfacht. Architekt:innen suchen heute vermehrt nach einfachen, effizienten Lösungen, die im Einklang mit den lokalen Bedingungen realisierbar sind. Anhand von Einblicken in das Buch mit dem Titel ‹Ästhetik der Technik› und in die Praxis in ihrem Berliner Architekturbüro zeigt Christina Köchling, wie die Gebäudetechnik als integraler Bestandteil des Entwurfs und des architektonischen Konzepts verstanden werden kann.
‹Transformation & Baukultur›
Die vier Vorträge dieses Semesters thematisieren unterschiedliche Ebenen von Transformationen im Kontext der Baukultur. Im Zentrum steht dabei nicht die Transformation einzelner Bauwerke, sondern die Untersuchung struktureller und prozessualer Veränderungen.Im Fokus steht die Frage, inwiefern spezifische Formen der Zusammenarbeit, architektonische Strategien im Umgang mit klimatischen Herausforderungen sowie konstruktive Konzepte, Impulse für einen Wandel der Baukultur geben können. Ziel ist es, nicht nur abgeschlossene Transformationen zu analysieren, sondern auch den gegenwärtigen Verwandlungsprozess, sowie dessen potenzielle Auswirkungen auf zukünftige Entwicklungen in den Blick zu nehmen.
