Wie funktioniert Gebäudeautomation in der Praxis? Bachelorstudierende der Energie- und Umwelttechnik (FHNW) in der Studienrichtung Gebäudetechnik erhielten Einblick in Anlagen und Systeme sowie in ein Berufsfeld, das durch Energiewende und Elektrifizierung stark an Bedeutung gewinnt und in dem qualifizierte Fachkräfte stark gefragt sind.
Einblick in die Welt der Gebäudeautomation
Wie werden Gebäude intelligent gesteuert? Welche Komponenten greifen ineinander? Und wie sieht der Berufsalltag in der Gebäudeautomation aus? Diesen Fragen gingen Studierende des Bachelor-Studiengangs Energie- und Umwelttechnik (EUT) der FHNW bei einer Exkursion an die Allgemeinen Gewerbeschule Basel nach.
Bei der Einführung in Aufbau und Funktion von Demonstrationsanlagen der Gebäudeautomation erfuhren die Studierenden mehr über das Zusammenspiel von Sensorik, Aktorik, Regelung und Leitsystemen im Gebäudebetrieb – und warum dieses Zusammenspiel über Energieeffizienz, Komfort und einen zuverlässigen Betrieb entscheidet.

Praxisperspektive aus der Branche
Im Anschluss gab die Basler Firma Sauter Building Control Schweiz AG Einblick in typische Herausforderungen im Projektmanagement und ihren Ansatz zur Nachhaltigkeit in der Gebäudeautomations-Branche. Die Studierenden erfuhren aus erster Hand, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit von der technischen Planung, über die Umsetzung und Inbetriebnahme mit verschiedenen Akteur*innen im Berufsalltag funktioniert. Selbstverständlich durften erste Berührungen mit Hightech-Produkten nicht fehlen.
Bachelorarbeit in der Gebäudetechnik
Ein grosses Anliege des EUT-Studiums an der FHNW ist es, dass die Studierenden ihr erworbenes Wissen unmittelbar in konkrete Anwendungen umsetzen können.
Der ehemalige EUT-Student Samuel Brunner nahm ebenfalls an diesem Anlass teil und stellte das Projekt seiner Bachelorarbeit (Herbst 2023) vor. Inhalt war die Vereinfachung der Handhabung einer Laboranlage an der Allgemeinen Berufsschule Basel. Das gelang durch die Überarbeitung der Anlagendokumentation, die Erstellung einer strukturierten Bedienungsanleitung sowie die Integration neuer Anlagenteile in das bestehende Leitsystem.
Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Dominique Helfenfinger, einem unserer Dozierenden für Gebäudetechnik und Sauter und wurde erfolgreich an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel abgeschlossen. Samuel Brunner bringt eine technische Berufsmaturität (BM II) mit, absolvierte seine Ausbildung als Automatiker bei Sauter und arbeitet heute als Systemingenieur Gebäudeautomation bei AQIPTECH.
Wir danken für die Einladung von Dominique Helfenfinger an die AGS, Samuel Brunner und Adrian Andrich von Sauter für die Einblicke und freuen uns auf ein weiteres Mal mit der nächsten Gruppe Studierender!
Gebäudetechnik als gefragte Fachkompetenz am Markt
“Mit der Transformation des Energiesystems, der zunehmenden Elektrifizierung und steigenden Anforderungen an energieeffiziente Gebäude wird Gebäudetechnik zu einer zentralen Kompetenz in Planung und Betrieb – entsprechend steigt der Bedarf an Fachkräften, die diese Systeme planen, umsetzen und betreiben können.”
Der Bachelor Energie- und Umwelttechnik an der FHNW adressiert diesen Bedarf, indem er eine breite Grundausbildung mit frühem Praxisbezug verbindet. In den ersten drei Semestern erhalten Studierende Einblicke in alle drei Studienrichtungen: Nachhaltige Gebäude und Städte, Erneuerbare Energien und Energiesysteme sowie Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement. Danach können sie sich vertiefen und ihr Studium individueller ausrichten.
Wer sich für die Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte entscheidet, kann sich in den Profilen Gebäudetechnik, Bauphysik und nachhaltiges Bauen vertiefen mit Inhalten zu:
- Nachhaltiges Bauen
- Energieplanung mit Integration von erneuerbaren Energien
- Innovative Gebäudetechnikplanung, z.B. Low-Tech-Ansätze
- Bauphysik für Sanierungen und Neubauten
- Reduktion der grauen Energie und CO2-Emissionen
- Nachhaltige Stadtentwicklung und Mobilität
- Umgang mit dem Klimawandel in Städten: Hitzeminderung
- Netto-Null-Konzepte für Städte
“Gerade für Interessierte an Gebäudetechnik ist der Studiengang Energie- und Umwelttechnik an der FHNW spannend, weil technisches Know-how mit systemischem Denken, Nachhaltigkeit und Praxisprojekten verbunden wird.”
Projektarbeiten mit externen Partnern sind ab dem zweiten Semester ein wesentlicher Bestandteil des Studiums: Studierende arbeiten früh an realen, praxistauglichen Lösungen und sammeln bereits während des Studiums wertvolle Kontakte zu Unternehmen.
Absolven*tinnen des Studiengangs Energie- und Umwelttechnik haben vielfältige Berufsperspektiven als gefragte Fachkraft: Sie arbeiten an der Schnittstelle von Energie, Planung und nachhaltiger Entwicklung, gestalten energieeffiziente Gebäude und Städte, entwickeln Lösungen für die Energieversorgung und planen smarte Ressourcenkreislaufe. Ihre Fachkompetenz ist in Planungs-, Energie- und Umweltberufen gefragt – sowohl in Unternehmen als auch in Verwaltungen.
Gebäudetechnik an der FHNW studieren?
Wer mehr über den Studiengang Energie- und Umwelttechnik und die verschiedenen Studienrichtungen sowie das Profil Gebäudetechnik erfahren möchte, kann eine der nächsten Informationsmöglichkeiten nutzen. Zur Anmeldung an die Veranstaltungen geht es hier.
Online-Sprechstunde Energie- und Umwelttechnik
5.5.2026, 12:00-13:00 Uhr, online via Microsoft Teams. Dabei geht es unter anderem um Studieninhalte, Studienmodelle, Studienalltag, Zulassung, Berufsperspektiven und Praxisbezug.
Online Info-Anlass Energie- und Umwelttechnik
11.5.2026, 18:00-19:00 Uhr, online. Vorgestellt werden die drei Studienrichtungen des Studiengangs sowie Aufbau, Studienmodelle und Einblicke in den Studienalltag.
Info-Anlass Nachhaltige Gebäude und Städte
11.6.2026, 18:00-19:00 Uhr, FHNW Campus Muttenz, Raum 12.W.01, Hofackerstrasse 30, 4132 Muttenz. Vorgestellt wir die Studienrichtung
“Die Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte ermöglicht es, technisches Know-how mit gestalterischem Denken und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden - mit dem Ziel, Gebäude, Quartiere und Städte nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten.”
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