Veranstaltungsreihe «Material matters»
Im Rahmen dieses Formats laden wir jeweils Expertinnen und Experten ein, über konkrete Materialien, ihre Herstellung, ihren Einbau sowie ihren Rückbau zu referieren. Es werden gebaute Beispiele gezeigt und Fragen beantwortet. Ziel ist es, ein ganzheitliches Verständnis von Materialkreisläufen zu entwickeln, um zukunftsfähige Baumaterialien stärker in den Diskurs und in unser architektonisch-konstruktives Denken zu integrieren.
Die Höhe des CO2-Ausstosses im Bauwesen hängt massgeblich von der Wahl der Materialien ab. Auch ihr Lebensweg hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie stark die Umwelt durch ihren Einsatz belastet wird. Während früher vor allem die Einbautechnik, die Verarbeitbarkeit und der Ausdruck im Vordergrund standen, rücken heute zunehmend die Gewinnung und Herstellung der Materialien sowie deren Verwertung nach dem Ausbau in den Mittelpunkt. Biogene und lokale Materialien können die Energiebilanz eines Gebäudes positiv beeinflussen, durch einen bewussten Materialeinsatz kann die Langlebigkeit einer Konstruktion stark verbessert werden. Dies erklärt auch das wachsende Interesse an zum Teil vergessenen Baumaterialien und -traditionen und zahlreiche Ansätze, dieses Wissen in die aktuelle Baupraxis zu überführen.
Die erste Ausstellung dieser Veranstaltungsreihe widmet sich dem Material Bambus und wurde mit einem Vortrag von Dr. Edwin Zea Escamilla, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Nachhaltiges Bauen am INEB FHNW am 12. November 2025 eröffnet.






