Für ein Gemeindeareal in Aesch werden unterschiedliche Versorgungsszenarien für eine zukunftsfähige Wärme- und Kälteversorgung untersucht. Als mögliche Optionen werden unter anderem Erdsonden, die Abwärme eines HPC-Rechenzentrums, Solarthermie und saisonale Wärmespeicher betrachtet. Die Szenarien werden hinsichtlich technischer Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Umweltwirkungen und zukünftiger Entwicklungen sowie aus Sicht verschiedener Akteure bewertet. So entsteht eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Energieversorgung des Areals.
Projektdetails
- Forschungsfeld
- Erneuerbare Energie und Gebäudetechnik
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW / Institut Nachhaltigkeit u.Energie am Bau
Die Planung einer langfristig tragfähigen Energieversorgung ist eine komplexe Aufgabe. Technisch mögliche Lösungen müssen nicht nur wirtschaftlich und ökologisch überzeugen, sondern auch auf zukünftige Veränderungen reagieren können und die Anforderungen der beteiligten Akteure berücksichtigen.
Das Projekt MES Aesch schafft dafür eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Als Basis wurden die Wärme- und Kältebedarfe der Gebäude mit dynamischen Energiesimulationen räumlich und zeitlich aufgelöst ermittelt. Der simulierte Wärmebedarf wurde anhand gemessener Gasverbrauchsdaten kalibriert. Darauf aufbauend wurden unterschiedliche Versorgungskonzepte mit Wärme- und Anergienetzen entwickelt und bewertet sowie die thermischen Energiesysteme der verschiedenen Szenarien untersucht.
Die Versorgungsszenarien werden ganzheitlich betrachtet, um Wechselwirkungen zwischen den Systemkomponenten sowie Synergien und Zielkonflikte zwischen unterschiedlichen Anforderungen sichtbar zu machen. Berücksichtigt werden auch mögliche zukünftige Entwicklungen – etwa ein sinkender Wärme- und steigender Kältebedarf infolge des Klimawandels, Veränderungen bei der Verfügbarkeit erneuerbarer Energieträger wie Holz sowie der Ausbau des HPC-Rechenzentrums und die damit verbundene Möglichkeit zur Nutzung der Abwärme. Mithilfe von Sensitivitätsanalysen wird untersucht, wie robust die verschiedenen Lösungen gegenüber veränderten Rahmenbedingungen sind.
Die Ergebnisse unterstützen die Gemeinde, Energieversorger und weitere beteiligte Akteure bei der weiteren Planung und Umsetzung. Sie zeigen auf, unter welchen Rahmenbedingungen unterschiedliche Lösungen sinnvoll sind und welche Faktoren für ein robustes, wirtschaftliches und langfristig tragfähiges Energiesystem entscheidend sind.
Eckdaten des Projekts
Zukunftsfeld | Zero Emission |
Finanzierung | Primeo Energie / Gemeinde Aesch |
Projektpartner*innen | |
Projektleitung | Matthias Resch, Institut für Elektrische Energietechnik FHNW |
Projektmitarbeitende | Ramon Hofer, Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau FHNW |
Laufzeit | Juni 2025 - April 2026 |
Weiterführende Links
Kontakt
Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau
Hofackerstrasse 30
4132 Muttenz


