Skip to main content

Peter Klein: Blumen blühen, wo bist du?

Die erste institutionellen Ausstellung in der Schweiz von Peter Klein vereint unter dem Titel "Blumen blühen, wo bist du?" rund dreissig seiner Gemälde aus den 1970er-Jahren und bietet die einmalige Gelegenheit, sein Schaffen zu entdecken.

Jedes Jahr während der Art Basel präsentiert das Institut Kunst Gender Natur (IAGN) im Ausstellungsraum der TANK ein besonderes Projekt. Die diesjährige Ausstellung vereint rund dreissig Gemälde von Peter Klein:

"Blumen blühen, wo bist du?" ist die erste institutionelle Ausstellung von Peter Klein in der Schweiz und eine der ersten Ausstellungen seit mehreren Jahren. Die Gemälde vertreten zwei Familien von Werken – Häuser und Blumen –, die er in den 1970er-Jahren schuf, bevor er nach Ernen im Wallis in der Schweiz kam.

Sowohl seine Biografie – als Deutscher in Rumänien geboren, in Bukarest und München ausgebildet und seit den 1980er Jahren in der Schweiz im "Exil" – als auch die Thematik seines Werks scheinen heute besonders aktuell. Grenzen, die sich nicht unbedingt mit den Identitäten der Bewohner:innen eines Ortes überschneiden, kulturelle Verschiebungen und ästhetische Recherchen bilden die Grundlage einer zutiefst bewegenden künstlerischen Produktion.

Auch Migration ist schuld an seiner beinahe unsichtbaren Präsenz in Ausstellungsprogrammen. Peter Kleins Leben und Praxis ist in einer kleinen Gemeinde in den Bergen verwurzelt, wo er als Künstler und Kunstlehrer tätig war, aber nicht unbedingt die Teilnahme an Ausstellungsprogrammen in den Schweizer Zentren suchte.

Aus diesem Grund ist die Präsentation im TANK eine einmalige Gelegenheit, sein Werk zu entdecken, aber auch Zeug:in einer Art des Glaubens an das Ländliche zu sein, die seit der Covid-19-Pandemie in unseren Gesprächen präsent ist. Die künstlerische Sprache von Peter Klein ist einfach. Sein Werk zeigt einen starken Glauben an Form und Komposition, die beiden wichtigsten Werkzeuge zur Strukturierung eines Bildes. Die Pigmente verstärken also die Botschaft, die wir normalerweise auf die Leinwand projizieren. Farbe bedeutet Stimmung. Form bedeutet Struktur. Eine Struktur, die sich auf das Selbst bezieht, auf die Möglichkeit des Stehens, auf die Frage des Um-einen-gekümmert-, des Beherbergt-werden. Das Zuhause kann eine Blume sein und das Haus kann eine Last sein. Umgekehrte Formen, umgekehrte Proportionen verweisen auf die Notwendigkeit, alle Kategorien und Vorstellungen von Zugehörigkeit, die uns im Laufe der Jahrhunderte auferlegt wurden, zu überdenken. Uns als Individuen und uns als Gemeinschaften, die bestimmte Überzeugungen teilen. Was wäre, wenn alles, woran wir glauben, verschwindet? Wir wissen, dass dies die Realität von Millionen Menschen ist, die sehen, wie ihre Heimat verschwindet, aber auch die Schwierigkeiten erleben, in die Träume einer anderen Gemeinschaft aufgenommen zu werden.

Die Präsentation und die Auswahl der Werke wurden durch die tatkräftige Hilfe von Peter Kleins Sohn, Emil Michael Klein, ermöglicht.

dertank.space

Kuratiert von Chus Martínez
Kuratorische Assistenz Marion Ritzmann

Ausstellung 10. – 19. Juni 2022
Mittwoch 15. Juni 2022, 18:00
Eröffnung mit Begrüssung von Chus Martínez
Book release: LIKE THIS. Natural Intelligence As Seen by Art, speziell beauftragte Arbeiten für den TANK 2016 – 2021 unterstützt von [N.A!] Project; in Zusammenarbeit mit Hatje Cantz

Öffnungszeiten:
Freitag 18 – 20 Uhr, Samstag und Sonntag, 14 – 18 Uhr
Während der Art Basel: Mittwoch bis Sonntag, 14 – 19 Uhr
Und nach Vereinbarung: ZGVydGFuay5oZ2tAZmhudy5jaA==

Datum und Zeit

10.06.2022 - 19.06.2022 iCal

Ort

Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW
Institut Kunst
Freilager-Platz 1
4142 Münchenstein b. Basel
Gebäude F, Pavilion, der TANK

Veranstaltet durch

Hochschule für Gestaltung und Kunst
Institut Kunst Gender Natur

Institut Kunst Gender Natur (IAGN)

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst Institut Kunst Gender Natur (IAGN), Ateliergebäude: A 1.10 Oslo-Strasse 3 4142 Münchenstein b. Basel
Diese Seite teilen: