Kreativ, kritisch, kompetent: Studierende gestalten eigenen Social-Media-Content
Studierende der Hochschule für Wirtschaft FHNW eroberten mit selbstproduzierten TikTok-Videos die Bühne – und setzten sich dabei mit der Macht von Content, Daten und Social Media auseinander.
Neugierige Blicke auf die Leinwand, dann strahlende Gesichter und viel Applaus: Bei der internen Preisverleihung der Hochschule für Wirtschaft FHNW präsentierten Studierende ihre selbstproduzierten TikTok-Videos – kreativ und pointiert. Die besten Beiträge erhielten den Publikumspreis. Sie vermittelten eindrücklich, wie Theorie, Praxis und persönliche Haltung im Unterricht zusammenfliessen können.
Warum sprechen uns Inhalte im Social Web an – oder stossen uns ab? Was erweckt dort unsere Aufmerksamkeit? Wie nutzen Organisationen diese Plattformen, um ihr Image zu stärken und ihre Marke zu pflegen? Und welche Risiken entstehen, wenn persönliche Daten gesammelt und zu Manipulationszwecken missbraucht werden?
Solche Fragen standen im Mittelpunkt des studiengangübergreifenden Fachmoduls Content is King – das Spiel um Identität, Aufmerksamkeit und Macht, das Christoph Eisemann mit Studierenden der Hochschule für Wirtschaft FHNW durchführte.
Das Kursprogramm war entsprechend abwechslungsreich: Bei Coop lernten die Studierenden das Social-Media-Team von «Scoop» kennen und erfuhren, wie der Detailhändler junge Zielgruppen anspricht. In Bern erhielten sie einen Blick hinter die Kulissen des professionellen Newsrooms der SBB. Zurück an der FHNW folgte ein Praxis-Workshop mit Multimedia-Produzent Frank Sippach, der Kamera- und Mikrofontechnik vermittelte – Fähigkeiten, die die Studierenden direkt für ihre eigene Content-Produktion einsetzen konnten. Aufgabe war es, zielgruppengerechte Videos zu gestalten, die das gemeinsame Lehr-Lernverständnis der Hochschule für Wirtschaft FHNW widerspiegeln.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf kritischer Medien- und Informationskompetenz: In einem Workshop mit der Leiterin des SRF-Zentrums Faktencheck wurde deutlich, wie schnell man Desinformation im Netz auf den Leim gehen kann. Und am filmisch dokumentierten Beispiel des «Cambridge Analytica»-Skandals diskutierten die Studierenden die Macht grosser Datenmengen und lernten, manipulativen Inhalten zu begegnen.
Das Modul zeigt, wie praxisnah und interdisziplinär Lehre an der Hochschule für Wirtschaft FHNW sein kann: reale Einblicke in Unternehmen, direkte Begegnungen mit Expertinnen und Experten, kreative Projektarbeit und kritische Reflexion aktueller gesellschaftlicher Themen. Wer hier studiert, erlebt nicht nur Theorie im Hörsaal, sondern erprobt sie im echten Kommunikationsalltag, wie in diesem Video von den Bachelor-Studierenden Janine Müller und Pascal Hirschi exemplarisch umgesetzt:


