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Förderung gleichberechtigter Teilhabe an (Kader-) Positionen in Schweizer Gemeindeverwaltungen

Schaffung von Grundlagen zur Einführung anschlussfähiger Arbeitsmodelle

In Schweizer Gemeindeverwaltungen arbeiten mehr Frauen als Männer - jedoch bleiben Kaderpositionen eine klare Männerdomäne. Gerade die Arbeit der Gemeindeschreibenden bzw. Verwaltungsleitenden ist vielerorts in Männerhand. In Gemeindeverwaltungen ist gleichzeitig ein Fachkräftemangel zu verzeichnen, der sich in Zukunft noch weiter verstärken dürfte. Insbesondere auf Stufe Gemeindeschreibende ist der Arbeitsmarkt «ausgetrocknet», wie im Rahmen eines Vorgängerprojekts der FHNW (weitere Angaben siehe unten) ermittelt werden konnte.

Es ist jedoch auch festzumachen, dass viele Frauen auf Gemeindeverwaltungen über die notwendigen Weiterbildungen und Qualifikationen für Führungspositionen verfügen. Häufig haben Frauen langjährige Erfahrungen in stellvertretenden Führungspositionen. Insbesondere seitens dieser Personengruppe wird der Bedarf nach Arbeitsmodellen bekundet, welche eine bessere Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben ermöglichen.

Im Projekt werden in einer Kooperation zwischen der FHNW, dem büro a&o und zehn Gemeindeverwaltungen flexible Arbeitsmodelle, welche eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen ermöglichen, in den Gemeinden implementiert und im Hinblick auf ihre Anschlussfähigkeit optimiert. Basierend darauf werden in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gemeindeverband SGV Grundlagen und Strukturen geschaffen, mit welchen die erprobten Modelle in weiteren interessierten Schweizer Gemeinden umgesetzt werden und damit der Untervertretung von Frauen in Kaderpositionen sowie dem Fachkräftemangel in der Branche entgegengewirkt werden kann.

Das Projekt gliedert sich in die zwei nachfolgenden Projektbestandteile:

Bestandteil 1: Erprobung und Optimierung der fünf Arbeitsmodelle auf Anschlussfähigkeit in Gemeindeverwaltungen

  • Arbeitsmodell 1: Topsharing (Jobsharing in Positionen mit hoher Verantwortung, die Führung einschliesst)
  • Arbeitsmodell 2: Führung und Kooperation auf Distanz (Ermöglichung guter Führung und Kooperation auf Distanz)
  • Arbeitsmodell 3: Teilzeit-Lösungen (Ermöglichung zeitlich flexibler Arbeit mit hoher Verantwortung)
  • Arbeitsmodell 4: Numerische Flexibilisierung (Einsatz von externen Fachpersonen, z.B. in Form von Kooperationen oder flexibler Pensionierung)
  • Arbeitsmodell 5: Personalentwicklungsplanung on-the-job (proaktive Entwicklung von Talenten)

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Bestandteil 2: Schaffung der Grundlagen & Strukturen für die schweizweite Implementierung der Arbeitsmodelle

Basierend auf der Prüfung der Arbeitsmodelle werden Grundlagen und Strukturen geschaffen, damit die erprobten und anschlussfähigen Arbeitsmodelle in weiteren interessierten Schweizer Gemeinden eingeführt werden können. Hierzu werden folgende Elemente entwickelt:

  • Beratungsmodell (FHNW und büro a&o)
  • Workshop-Angebote zur Unterstützung der Implementierung (FHNW und büro a&o) (Sensibilisierungsmassnahmen für Gemeinden, Gemeinderäte, Fachkräfte)
  • Öffentlich zugängliche Toolbox mit Leitfäden, Checklisten etc. auf einer eigens für das Projekt entwickelten Website (folgt gegen Ende des Projekts)
  • Öffentlich zugängliche Communities of Practice (CoP) (Informationen folgen gegen Ende des Projekts)
  • Öffentlich zugängliches Mentoring-Programm (Informationen folgen gegen Ende des Projekts)

Evaluation

  • Das Sounding-Board des Projekts besteht aus fachlich versierten Personen aus Wissenschaft und Praxis
  • Das Projekt wird nach Abschluss extern evaluiert

Kontakt

Karin Freiermuth
Karin Freiermuth Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Nonprofit und Public Management
Telefon : +41 61 279 17 35 (Direkt)
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