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Stationäre Sensoren gehen am griechischen Pilot...
16.1.2026 | Hochschule für Technik und Umwelt, lnstitut für Sensorik und Elektronik

Stationäre Sensoren gehen am griechischen Pilotstandort in Betrieb

Die Landwirtschaft der Zukunft wird präziser – und nachhaltiger. Update zum europäischen Forschungsprojekt WHEATWATCHER.

Die Landwirtschaft der Zukunft wird präziser – und nachhaltiger. Im europäischen Forschungsprojekt WHEATWATCHER wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht: Am griechischen Pilotstandort in der Region Nestos sind erstmals stationäre Umwelt­sensoren erfolgreich in Betrieb genommen worden. Damit wird die landwirtschaftliche Fläche direkt vor Ort und in Echtzeit überwacht.

Die Installation erfolgte Anfang Dezember durch ein Team der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Projektpartnern in Griechenland. Im Gegensatz zu Drohnen oder mobilen Messsystemen, die nur Momentaufnahmen liefern, erfassen stationäre Sensoren kontinuierlich und zuverlässig, was im Boden und in der Atmosphäre geschieht – rund um die Uhr und bei jedem Wetter.

Gemessen werden zentrale Parameter für ein gesundes Pflanzenwachstum und eine ressourcenschonende Bewirtschaftung: Die Bodenfeuchte liefert wichtige Hinweise zum Wasserbedarf der Pflanzen, während die Bodentemperatur das Wurzelwachstum und die mikrobielle Aktivität beeinflusst. Die elektrische Leitfähigkeit gibt Aufschluss über Salzgehalt und Nährstoffverfügbarkeit im Boden. Ergänzt werden diese Messungen durch Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit, die helfen, Stressfaktoren für die Pflanzen besser zu verstehen.

Alle Daten fliessen direkt in das cloudbasierte Decision Support System (DSS) von WHEATWATCHER ein. Dort werden sie mit Satellitenbildern, mobilen Sensordaten und KI-gestützten Modellen kombiniert. Ziel ist es, aus komplexen Messwerten konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten – etwa für eine präzisere Bewässerung oder eine bedarfsgerechte Düngung. Landwirtinnen und Landwirte erhalten damit ein leistungsfähiges Werkzeug für nachhaltige und effiziente Entscheidungen.

Besonders hervorzuheben ist die enge internationale Zusammenarbeit: Die Installation wurde vom FHNW-Team gemeinsam mit dem griechischen Partner enateam, der den Pilotstandort leitet, koordiniert. So wird sichergestellt, dass die entwickelten Technologien nicht nur im Labor funktionieren, sondern unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen erprobt und weiterentwickelt werden – von der Schweiz bis nach Nordgriechenland.

Mit Beginn der Vegetationsperiode werden die Sensoren zunehmend «Geschichten erzählen»: Was bisher unsichtbar unter der Bodenoberfläche verborgen war, wird nun messbar. WHEATWATCHER leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer Landwirtschaft, die präziser, klimaresilienter und umweltfreundlicher ist – heute und in Zukunft.

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Mehr Informationen

  • Institut für Sensorik und Elektronik

    Wir sind das Kompetenzzentrum für Sensortechnik, mit besonderem Fokus auf Aerosolmesstechnik, sowie für Mikroelektronik, Signalverarbeitung und Kommunikationstechnik.

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Hochschule für Technik und Umwelt FHNW
Gerd Simons

Prof. Dr. Gerd Simons

Leiter Institut für Sensorik und Elektronik FHNW

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