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22.11.2022 | Hochschule für Life Sciences, Institut für Medizintechnik und Medizininformatik

Der Endoskopieversuch

Die Kerne einer Peperoni endoskopisch entfernen, ist das schwierig? Dies und mehr können Studierende der Medizintechnik in ihrem Praktikum lernen.

Der Praktikumsbetreuer Matthias legt eine Peperoni auf dem Tisch bereit: Sie soll die typischen Herausforderungen und Aufgaben bei einem minimalinvasiven Eingriff im Bauchraum simulieren. Student Ramon hält in der einen Hand das Endoskop und in der anderen eine medizinische Zange. Mit diesen Instrumenten werden normalerweise Eingriffe am Menschen durchgeführt. Mit Blick auf den Bildschirm, der das Innere der Peperoni zeigt, versucht er durch eine kleine Öffnung einzelne Kerne zu lösen und nach aussen zu transportieren. «Die Tiefenwahrnehmung ist enorm schwierig, vor allem wenn die Kamera ein um 180 Grad gedrehtes Bild zeigt.», sagt Ramon.
Wie Ramon studieren auch Celine und Sara Medizintechnik im 5. Semester. Momentan absolvieren sie den Praktikumsversuch «Endoskopie», einen von acht Versuchen des Medizintechnikpraktikums der Studienrichtung Medizintechnik.
Den Aufbau und die Technik dieser diagnostischen oder therapeutischen Instrumente und das Erkennen, welche minimalinvasive Eingriffe diese ermöglichen, lernen die Studierenden in der Vorlesung «Medizinische Mikrosysteme». «Dort befassen wir uns mit der Technik, die hinter den Gerätschaften steckt. Im Praktikum haben wir nun die Möglichkeit, mit den Instrumenten zu arbeiten und lernen die haptischen und navigatorischen Herausforderungen kennen, denen sich der Chirurg stellen muss», sagt Celine. «Die praktische Erfahrung trägt enorm viel zum Verständnis bei und hilft das gelernte Wissen anzuwenden und zu vertiefen», ergänzt Sara.

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Studierende lernen die haptischen und navigatorischen Herausforderungen des Instruments kennen im Praktikumsversuch «Endoskopie»., hier bei einer simulierten Darmspiegelung.

Auch erfahren die Studierenden in der Vorlesung über verschiedene Anwendungen der Mikrosystemtechnik in der Medizin, beispielsweise über Miniaturkameras in Pillenform, die geschluckt werden können und bei einer sogenannte Kapselendoskopie Bilder aus dem Magen-Darm-Trakt aus dem Körper heraus übertragen. «Wir befassen uns dort aber auch mit Implantaten, verschiedenen Ansätzen der Arzneimittelabgabe (Drug Delivery) oder verschiedensten Hörgeräten und Hörprothesen», sagt Ramon. Ramon kommt aus dem Konstruktionsbereich und möchte sich später auf die mechanische Herstellung, etwa von Osteosynthese Implantaten spezialisieren. Celine ist Medizinische Praxisassistentin. «Ich interessiere mich vor allem für Biokompatibilität und Implantat-Entwicklung. Nach dem Bachelor möchte ich gerne noch den Master anhängen», erzählt sie.
Sara ist ausgebildete Fachfrau Gesundheit. «Ich habe noch kein konkretes Ziel vor Augen, inte-ressiere mich aber auch sehr für biokompatible Materialien und Mikrosystemtechnik», meint sie.

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