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22.03.2023 | Hochschule für Life Sciences, Institut für Ecopreneurship

Wir leisten wichtigen Beitrag zur UNO-Wasserkonferenz 2023

Im Jahr 2015 verpflichtete sich die Welt auf das Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 6 - das Versprechen, dass bis 2030 alle Menschen über ein sicheres Trink- und Sanitärsystem verfügen werden.

Im Jahr 2015 verpflichtete sich die Welt auf das Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 6 - das Versprechen, dass bis 2030 alle Menschen über ein sicheres Trink- und Sanitärsystem verfügen werden.

Wir befinden uns im Jahr 2023, und wir sind weit davon entfernt. 2,2 Milliarden Menschen haben immer noch keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, und doppelt so viele können keine sicheren sanitären Einrichtungen nutzen. Menschen, die in fragilen oder Konfliktgebieten leben, sind besonders gefährdet.

Jedes Jahr wird am Weltwassertag das Thema Wasser und Sanitärversorgung ins Blickfeld gerückt und zum Handeln angeregt. Dieses Jahr, am 22. März, schliessen wir uns der Welt an, um den Wandel zu fördern und diese globale Herausforderung zu bewältigen. Die UNO-Wasserkonferenz 2023, die vom 22. bis 24. März 2023 in New York stattfindet, ist eine einmalige Gelegenheit, die Welt zu vereinen, um die Wasser- und Abwasserkrise zu lösen. Die Hochschule für Life Sciences FHNW hat sich mit über 100 Organisationen dem Call to Action angeschlossen, um die Vertretung der in fragilen, gewalttätigen und konfliktbehafteten Kontexten lebenden Bevölkerungsgruppen an der UNO-Wasserkonferenz zu fordern und auf Veränderungen zu drängen.

Am Institut für Ecopreneurship der Hochschule für Life Sciences FHNW engagieren wir uns in der angewandten Forschung für innovative Lösungen und in der Umsetzung von Aktivitäten zur Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste in fragilen Kontexten. Wir arbeiten in Partnerschaften mit humanitären Organisationen, Behörden und Universitäten in West- und Ostafrika, Zentralasien, Palästina, Irak und der Ukraine.

Wir sind der festen Überzeugung, dass Partnerschaften zwischen angewandter Forschung, humanitären Organisationen, dem Privatsektor und Behörden, die die Gemeinschaften befähigen, nachhaltigere, erschwinglichere, akzeptable und resilientere Wasserversorgungs-, Hygiene- und Abwassersysteme aufbauen können.

Maryna Peter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ecopreneurship der Hochschule für Life Sciences FHNW.

Das Projekt hands4health verfolgt das Ziel, ein umfassendes Konzept für Hygiene, Wasser und sanitäre Einrichtungen in Schulen und Einrichtungen der medizinischen Grundversorgung ohne funktionierendes Wasserversorgungssystem zu entwickeln. Die Massnahmen richten sich an mehr als 60.000 Menschen in Krisengebieten in Burkina Faso, Mali, Nigeria und Palästina. Gemeinsam mit Partnern wird eine lokale Produktion aufgebaut, worin das Gravit`eau-Handwaschwasser-Recycling-Systeme implementiert wird. Es werden nachhaltige Konzepte zur Sanierung der Wasserinfrastruktur evaluiert, welches Verhaltensänderungen unterstützen, die Wasserqualität und das Management verbessert und Monitoringsysteme einrichtet.

Die Wasserqualität steht im Mittelpunkt des Projekts zur Bewertung von Wasserfiltern in Krisensituationen im Irak und in Gaza. Es liefert Erkenntnisse über die Leistung von Haushaltsfiltern und unterstützt humanitäre Organisationen bei der Auswahl wirksamer und kontextgerechter Produkte.

In Zentralasien unterstützt das Projekt hands4health die Entwicklung von Curricula für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene an den örtlichen Universitäten und arbeitet mit mehr als 15 Universitäten zusammen, um eine Gemeinschaft für Forschung und Praxis im Bereich Wasser und Sanitäreinrichtungen in der Region aufzubauen.

Die Hochschule für Life Sciences FHNW, als Forschungspartnerin von zahlreichen Organisationen in der globalen humanitären WASH (Humanitarian Water and Sanitation Hygiene)-Roadmap, ist Partnerin der Swiss Water Partnership und der von der DEZA geleiteten Community of Practice Aguasan. 

Jeder Einzelne von uns kann seinen Beitrag zur Bewältigung der Wasserkrise leisten. Indem wir die Art und Weise ändern, wie wir Wasser nutzen, verbrauchen und verwalten, können wir etwas bewirken. Lassen Sie uns also gemeinsam etwas unternehmen, um eine nachhaltigere Zukunft für alle zu schaffen.

Maryna Peter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ecopreneurship der Hochschule für Life Sciences FHNW.

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