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05.01.2023 | Hochschule für Life Sciences, Institut für Chemie und Bioanalytik

Willkommen Stefan Gaugler am Institut für Chemie und Bioanalytik

Wir heissen unseren neuen Professor für Angewandte Analytik, Dr. Stefan Gaugler, herzlich willkommen am Institut für Chemie und Bioanalytik der Hochschule für Life Sciences.

Stefan Gaugler ist mit den Life Sciences-Studiengängen an der Hochschule für Life Sciences FHNW bereits bestens vertraut, da er damals selbst als Student, den Bachelor und Master abschloss. Anschliessend erlangte er einen PhD und arbeitete für mehrere Jahre in der Industrie, blieb aber im Rahmen von gemeinsamen Projekten stets in engem Kontakt mit verschiedenen Arbeitsgruppen der Hochschule für Life Sciences FHNW.

Die wissenschaftliche Begeisterung entdeckte Stefan Gaugler schon in der Schulzeit und entschied sich für den angewandten Weg mit einer Berufsausbildung zum Chemielaborant bei der Hoffmann La Roche. Im nachfolgenden Bachelorstudium lag sein Fokus zuerst in der organischen Synthese, er besuchte aber alle Vertiefungsrichtungen bis ins 6te Semester. Seine Bachelor-Thesis fokussierte auf NMR (Nukleare Magnetresonanz), was ihm den Übergang in die angewandte Analytik vereinfachte. Später im Master setzte er sich vertieft mit analytischen Fragestellungen auseinander und arbeitete während seinem Vollzeitstudium 50% als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der internen Analytik-Gruppe (damals von Prof. Dr. Götz Schlotterbeck geleitet). Stefan Gaugler legte in seiner Master-Thesis die Grundsteine für die Arbeit im Bereich der Trockenblutanalytik (DBS), der Diagnostik von Biomarkern und weiteren Substanzen in Kleinstmengen Blut, Plasma oder Urin.

Nach Abschluss seines Masters bildete Stefan Gaugler an der Gewerbeschule Basel Lehrnende und Maturanten in den Bereichen Chemie, Physik und Mathematik aus. Dann zog es ihn aber wieder in die Industrie und er knüpfte mit der Forschung an seine Master-Thesis im Bereich DBS an. Die Technologie der Firma CAMAG war dabei, die DBS-Analytik  zu automatisieren. Stefan Gaugler übernahm die Zuständigkeit für die Positionierung dieser neuen Technologie am Markt durch die Entwicklung geeigneter analytischer Methoden zur Beantwortung aktueller Fragestellungen aus Industrie und Akademie. Der anfängliche Hype um die DBS-Technologie erlitt  im Jahr 2014 jedoch einen harten Rückschlag: der Konsens einer Fachtagung war, dass diese Technologie nicht quantitativ sei. Motiviert von dieser Problemstellung publizierte er in den darauffolgenden Jahren wissenschaftliche Publikationen in den Bereichen Neugeborenen Screening, Forensik, Anti-Doping, Therapeutische Medikamentenkontrolle sowie Gesundheitsbiomarker und konnte gleichzeitig ein PhD-Programm beschreiten. Im selben Jahr wurde eine Plattform lanciert, welche es ermöglicht, quantitative Analytik aus DBS zu betreiben. Dies führte zu einem Umdenken im Markt und in der Lobby der erwähnten Fachtagung.

Die in der Forensik entwickelten Methoden, die unter anderem das vollautomatische Screening von 1200 (illegalen) Drogen aus einem Tropfen Blut ermöglichten oder die Etablierung eines neuartigen Alkoholbiomarkers, welcher es erlaubt, 3 Wochen rückwirkend den Alkoholkonsum zu detektieren, generierten grosse Nachfrage. Dies ermöglichte es Stefan Gaugler, ein eigenes Biosafety II Labor mit LC-MS/MS (Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung) einzurichten und ein dazugehöriges Team aufzubauen. Gleichzeitig folgten weitere Projekte in diesem Forschungsbereich.

Am Institut für Chemie und Bioanalytik unserer Hochschule wird Stefan Gaugler die instrumentelle Analytik weiterführen. Die Forschungsschwerpunkte drehen sich um das Schlagwort micro; somit werden Projekte in den Bereichen Micro Sampling (Diagnostik aus Kleinstvolumina), Microbiota (Studie des Metabolom unserer Darmflora) und Mikroplastik Analytik (Detektion in Umwelt, Mensch und Tier) bearbeitet.
Die Analytik Gruppe rund um Stefan Gaugler wird sich ausserdem in interdisziplinäre Projekte anderer Forschungsgruppen einbringen um die Forschung in Zusammenarbeit mit allen Disziplinen aus unserer Hochschule und Partnern aus der Industrie voranzubringen.

Wir freuen uns, dass Stefan Gaugler den Weg zurück an unsere Hochschule gefunden hat, und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

FHNW Campus Muttenz

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz
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