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Umweltanlage – für das Abwassermanagement von morgen

Abwasser aus Industrie und Kommunen enthalten Stoffe, die schädlich für die Umwelt sind. Diese werden in Kläranlagen mit modernster Technik stufenweise entfernt.

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Bestehende grosstechnische Verfahren können die erhöhten Qualitätsanforderungen nicht immer oder nur teilweise erbringen. In der Umweltanlage des PTC können die verschiedenen Reinigungsverfahren nun im kleinen Massstab in verschiedenen Prozesskombinationen untersucht und für die grosstechnische Anwendung weiterentwickelt werden.

Eine eigene Pilotkläranlage klärt die Abwässer des Campus Muttenz mit mechanischer Vorreinigung, chemischer Fällung und biologischer Behandlung – bis zu einem Kubikmeter pro Stunde. In zwei parallel betriebenen Membranbioreaktoren (MBR) lassen sich Experimente für die weitergehende Nährstoffelimination inklusive Mitbehandlung von Industrieabwasser durchführen. Ein Schwerpunkt der Anlage liegt in der Entfernung von Mikroverunreinigungen wie Arzneimittelrückständen und anderen Chemikalien. Dafür steht als Nachbehandlung nach der vorgängig beschriebenen Reinigung ein Spektrum an oxidativen sowie nanofiltrations- und adsorptionsbasierten Verfahren zur Verfügung. Aufgrund des Einsatzes von verschiedenen Membranverfahren kann auch die Entfernung von Bakterien und Keimen ideal untersucht werden.

Eine vollautomatisierte Schlammbehandlungsanlage dient Studien zur anaeroben Abbaubarkeit von Industrieabwässern, Schlämmen und zur Phosphorrückgewinnung. Damit gewährleistet die Anlage auch zukünftig die richtlinienkonforme Reinigung von Abwässern unter minimalem Ressourcenverbrauch und Wertstoffrückgewinnung auch bei Stoffströmen mit aussergewöhnlichen Belastungen.

Studierende lernen mit der verfahrenstechnischen Umweltanlage direkt am Campus, wie zeitgemässes Abwassermanagement funktioniert und dürfen die Anlage und das Leitsystem auch selbst bedienen. Sie ist modular aufgebaut und ermöglicht damit ein sehr flexibles Entwickeln und Testen neuer Prozessschritte. Die Anlage kann auch externe Abwässer aufnehmen und aufbereiten. Industrie- und Forschungspartner können somit die Einflüsse von angepassten Prozessparametern untersuchen und neue, effiziente, umweltfreundliche Verfahren entwickeln.

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Infrastruktur

  • Mechanische Vorbehandlung
  • Membranbioreaktor
  • Anaerobe Schlammstabilisierung
  • Kammerfilterpresse
  • Ozonanlage
  • Nanofiltrationsanlage
  • Aktivkohle-Adsorptionsfilter
  • Inaktivierung

Hochschule für Life Sciences FHNW

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hochschule für Life Sciences Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz
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