Studientage Julius Stockhausen
Sänger - Pädagoge - Vermittler
In öffentlichen Vorträgen und der Rekonstruktion von Konzert- und Unterrichtsformaten werden die vielfältigen Tätigkeitsfelder Julius Stockhausens und seine Bedeutung für das deutsche und europäische Musikleben des 19. Jahrhunderts beleuchtet.
Als Sänger, Pädagoge, Dirigent und Entwickler neuer Konzertformate gehört Julius Stockhausen (1826-1906) zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Im Elsass geboren und in einer Musikerfamilie aufgewachsen, in Paris in der Tradition des Conservatoire, aber auch von Manuel Garcia, also in einer italienischen Gesangstradition, ausgebildet, wendete sich Stockhausen nach erfolgreichen Jahren an der Pariser Opera Comique vor allem dem deutschsprachigen Konzert- und Liedrepertoire zu. Als international erfolgreicher Schubert- und Mendelssohn-Interpret, Wegbereiter des Schumann’schen Vokal-Schaffens, Freund und musikalischer Partner im Kreis um Clara Schumann, Joseph Joachim und Johannes Brahms prägte er einen neuen Typus des deutschen Konzert-Sängers. Die Verbindung von rhetorisch-deklamatorischer Textbehandlung mit einer auf italienischen Belcanto-Prinzipien basierenden Gesangstechnik und die Entwicklung neuer Konzertformate brachte er nicht nur in Europas Konzertsäle, sondern prägte auf dieser Basis und mit Hilfe seiner Schulwerke als einflussreicher Lehrer Generationen künftiger Sänger:innen. Er steht damit beispielhaft für wesentliche performative und pädagogische Entwicklungen im Musikleben des 19. Jahrhunderts.
In Verbindung mit dem Forschungsprojekt «Die Geschichte des Liederzyklus» (Institut HSM Klassik)
Aktuelles Programm:
Datum und Zeit
5.3.2026–6.3.2026, 13:00–17:30 Uhr iCal
Ort
Kleiner Saal, Musik-Akademie Basel, Leonhardsstrasse 6, CH–4051 Basel sowie Salon des Pianos
Veranstaltet durch
Schola Cantorum Basiliensis
gemeinsam mit dem Institut Klassik
Kosten
Eintritt frei
Veranstaltungssprache
Deutsch, Englisch
