Die Im Fokus Tagung 2026 fokussiert sowohl Übergänge im engeren Sinne (Stufenwechsel) als auch Übergänge in der täglichen Unterrichtspraxis (Rhythmisierung von Unterricht, Klassenzimmerwechsel, Schnittstellen und Zusammenarbeit, etc.).
Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Tagung, die sich dem wichtigen Thema der Übergänge annimmt. Bewusst gestaltete Übergänge im Schulalltag – ob bei einem Stufenwechsel oder im Unterricht – sind zentral für das Lernklima und den Schulerfolg. Durch gezielte Vorbereitung, klare Informationen und fachliche Unterstützung wird der Übergang zu einer neuen Stufe als Chance erlebt, und nicht als selektionierender Bruch. Auch im täglichen Unterricht sind gut geplante Übergänge von zentraler Bedeutung: sie helfen den Schüler*innen, sich auf neue Aufgaben einzustellen, und fördern die Selbstorganisation und Lerndisziplin. Die dadurch gewonnene Klarheit und Sicherheit für die Lernenden sind letztlich gleichbedeutend mit weniger Unterbrechungen und mehr Zeit für fachliches Lernen.
An unserer halbtägigen «Im Fokus Tagung» am 6. Mai 2026 am Campus Brugg-Windisch erhalten Lehrpersonen aller Zyklen die Gelegenheit, sich mit den Bedingungen gut gestalteter Übergänge zu befassen: im Rahmen eines Eröffnungsvortrags und einer Podiumsdiskussion, sowie in zyklusspezifischen und -übergreifenden Workshops.
Programm
Ab 13.30 Uhr Ankommen
13.45 Uhr Begrüssung
14.00 Uhr Eröffnungsvortrag Prof. Dr. habil. Markus Neuenschwander, Co-Leiter Zentrum Lernen und Sozialisation, IFE, PH FHNW
15.00–15.45 Uhr Zyklusübergreifende Workshops 1. Klassenführung mit Ritualgestaltung 2. Übergänge im «normalen» Schulalltag meistern!
3. Soziogramm – als Werkzeug für das Erkennen von sozialen Dynamiken
15.45–16.15 Uhr Kaffee-Pause mit Zvieri
16.15–17.00 Uhr Podiumsdiskussion
17.15–18.00 Uhr Zyklusspezifische Workshops 1. Ankommen im Kindergarten (Zyklus 1) 2. Schulische Übergänge und ihre Wirkung auf Emotionen, Überzeugungen und schulisches Erleben (Zyklus 2) 3. Von der Schule zum Beruf (Zyklus 3)
Workshops
Zyklusübergreifende Workshops
Klassenführung mit Ritualgestaltung
Anne Blass-Ziegler, Dozentin Professur für Berufspraktische Studien und Professionalisierung Sekundarstufe I, PH FHNW
Übergänge zählen zu den zentralen Gestaltungsaufgaben im Unterricht und im schulischen Alltag. Sie stellen insbesondere im Hinblick auf Klassenführung, Lernorganisation und Lernklima sensible Phasen dar. Rituale können einen wesentlichen Beitrag zur Strukturierung von Unterrichtsprozessen, zur Orientierung sowie zur Prävention von Unterrichtsstörungen leisten. Der Workshop befasst sich mit der Bedeutung und dem gezielten Einsatz von Ritualen in schulischen Kontexten. Im Fokus stehen Übergänge innerhalb des Unterrichts sowie im Schulalltag und deren bewusste Gestaltung zur Unterstützung eines lernförderlichen Unterrichtsklimas. Zudem bietet der Workshop Raum zur Reflexion eigener Praxiserfahrungen und zum fachlichen Austausch.
Übergänge im «normalen» Schulalltag meistern!
Maria Schmid, Dozentin für Pädagogik, PH FHNW
Schüler*innen wechseln von einem Klassenzimmer in einen Fachraum, von einer Lehrperson zur anderen. Plötzlich steht eine Stellvertretung anstelle der erwarteten Lehrperson vor der Klasse. Dies alles sind Situationen die einen Übergang vom Gewohnten ins Ungewohnte oder Unbekannte bedeuten. Im Workshop wenden wir uns den «kleinen» oft übersehenen Übergängen zu. Sie können für die einen Schüler*innen Lernhürden bedeuten. Folgende Fragen leiten uns: Was hilft Kindern und Jugendlichen alltägliche Übergänge zu meistern? Was brauchen sie, um sich sicher zu fühlen? Welche überfachlichen Kompetenzen spielen hier eine bedeutende Rolle? Wie kann die kognitive Flexibilität und Zuversicht gefördert werden?
Soziogramm – als Werkzeug für das Erkennen von sozialen Dynamiken
Partick Albrigo, Dozent für Sonderpädagogik, PH FHNW
Übergänge wie der Wechsel von der Pause zum Unterricht oder zu einer anderen Lehrperson sind oft soziale Stressmomente. Besonders für Kinder, die sich unsichtbar fühlen oder ausgegrenzt werden. Dieser Workshop zeigt, wie Soziogramme als niederschwellige Methode helfen, Gruppenstrukturen, Isolation und Konflikte sichtbar zu machen. Teilnehmende lernen, soziale Muster zu identifizieren, welche als Basis für praktische Lösungen (Rituale, Peer-Buddy-Systeme) genutzt werden können, um Übergänge für alle Kinder sicherer und inklusiver zu gestalten.
Zyklusspezifische Workshops
Ankommen im Kindergarten (Zyklus 1)
Prof. Dr. Daniel Schmerse, Leiter der Professur Kindliche Entwicklung und Sozialisationsprozesse, PH FHNW
Der Kindergarteneintritt stellt Kinder vor vielfältige Entwicklungsaufgaben. Sie erleben die Loslösung vom familiären Umfeld, passen sich an die Anforderungen des Kindergartenalltags an und bauen neue soziale Beziehungen zu Peers und Lehrpersonen auf. Die erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgaben – insbesondere der Aufbau sozialer Beziehungen – prägt die weitere Entwicklung nachhaltig. Im Workshop thematisieren wir, welche Bedeutung diese frühen Anpassungsprozesse haben. Wir reflektieren gemeinsam Unterstützungsmassnahmen aus Ihrer Praxis und beleuchten zudem die besonderen Herausforderungen des «doppelten Übergangs» – wenn Kinder gleichzeitig in Kindergarten und Tagesstruktur eintreten.
Schulische Übergänge und ihre Wirkung auf Emotionen, Überzeugungen und schulisches Erleben (Zyklus 2)
Dr. Lukas Ramseier, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Lernen und Sozialisation, PH FHNW
Schulische Übergänge stellen für Kinder und Jugendliche besondere emotionale und motivationale Herausforderungen dar. Forschungsergebnisse zeigen, dass veränderte Lernumwelten einen erheblichen Einfluss auf schulbezogene Emotionen, Überzeugungen und die Motivation Lernender haben können. In diesem Workshop werden Chancen und Risiken schulischer Übergänge mit besonderem Fokus auf schulbezogene Emotionen und Überzeugungen von Kindern und Jugendlichen thematisiert. Aus pädagogisch-psychologischer Perspektive wird beleuchtet, welche Auswirkungen sich auf Lernen und schulisches Erleben zeigen. Zudem werden Ansatzpunkte diskutiert, wie Lehrpersonen Kinder und Jugendliche vor, während und nach schulischen Übergängen unterstützen können.
Von der Schule zum Beruf (Zyklus 3)
Stefanie Meister, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum Lernen und Sozialisation, PH FHNW
Im Workshop wird thematisiert, welchen Einfluss psychische Probleme (z.B. emotionale Probleme), Verhaltensprobleme und Probleme mit Peers sowie sonderpädagogischer Förderbedarf und Sonderschulung auf die Chance haben, eine Lehrstelle zu bekommen. Konkreter wird angeschaut, wie Lehrpersonen diese Jugendlichen unterstützen und fördern können. Im Fokus stehen Jugendliche des 9. Schuljahrs in Realschulklassen, Förderschulklassen und Sonderschulklassen. Zu Beginn wird es einen theoretischen Input geben und im Anschluss eine Diskussion mit den Teilnehmenden.
Zielgruppe
Lehrpersonen Zyklus 1
Lehrpersonen Zyklus 2
Lehrpersonen Zyklus 3
Schulische Heilpädagog*innen
Schulleitende
Kosten und kantonale Finanzierungen
CHF 200 (exkl. Material/Verpflegung CHF 20)
Kanton AG: über Kanton finanziert, Material/Verpflegung CHF 20
Finanzierung Kanton Aargau
Volksschule im Kanton Aargau
Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert. Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über kommunale Gelder ist die Schulleitung bzw. der Gemeinderat der jeweiligen Schule zuständig.
Erläuterung zu Material- und Verpflegungskosten
Material- und Verpflegungskosten werden in der Ausschreibung separat ausgewiesen und den Teilnehmenden unabhängig von der kantonalen Finanzierung in Rechnung gestellt.
Mittelschule und Berufsfachschule im Kanton Aargau
Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert, sofern die Zielgruppe Lehrpersonen Sek II in der Ausschreibung erwähnt ist. Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über die Schule ist die Schulleitung zuständig.
Kanton SO: über Kanton finanziert (Kategorie A), Material/Verpflegung CHF 20
Finanzierung Kanton Solothurn
Volksschule im Kanton Solothurn
Die unter «Preis» ausgeschriebenen Weiterbildungskosten werden in der Regel vom Kanton oder von der Gemeinde getragen. Es gibt folgende Finanzierungskategorien:
Kategorie A: Der Kanton finanziert das Angebot zu 100%.
Kategorie B: Der Kanton und die Gemeinde finanzieren das Angebot zu je 50%. Die Zustimmung der Schulleitung für den Kursbesuch gilt als Kostengutsprache für den Gemeindeanteil.
Kategorie C: Der Kanton und die Gemeinde finanzieren einen variablen Teil der Kosten. Die Teilnehmenden bezahlen den verbleibenden Teil der Kosten.
Kategorie D: Die Teilnehmenden bezahlen die Kosten selbst. Eine allfällige Mitfinanzierung klären die Teilnehmenden mit der Schulleitung.
Erläuterung zu Material- und Verpflegungskosten
Material- und Verpflegungskosten werden in der Ausschreibung separat ausgewiesen und den Teilnehmenden unabhängig von der kantonalen Finanzierung in Rechnung gestellt.