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Verhalten und Beziehungsgestaltung

Die Tagung beleuchtet, wie pädagogische Fachpersonen konstruktiv mit als herausfordernd erlebtem Verhalten von Schüler*innen umgehen können und wie ein Umfeld geschaffen werden kann, das allen Schüler*innen gerecht wird.

In schulischen Bildungsprozessen kommt der Gestaltung tragfähiger Beziehungen und dem konstruktiven Umgang mit psychosozial als auffällig oder herausfordernd erlebtem Verhalten von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Bedeutung zu. Die Tagung «Verhalten und Beziehungsgestaltung» widmet sich der Frage, wie pädagogische Fachpersonen in der Schule ein förderliches Lern- und Beziehungsumfeld schaffen können, das dem Wohlbefinden und der Entwicklung aller Schüler*innen gerecht wird. 

Im Fokus stehen sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisnahe Ansätze für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen psychosozialen Bedürfnissen. Die Tagung greift aktuelle Erkenntnisse aus den Bereichen sozio-emotionales Lernen (SEL), resilienzfördernder Bildung, Identitätsentwicklung sowie multiprofessioneller Zusammenarbeit auf. 

Die Tagung richtet sich an Lehrpersonen, pädagogische Fachpersonen, Schulleitungen und weitere Beteiligte im Bildungsbereich, die sich für eine diversitätsbewusste und resilienzfördernde Schule einsetzen möchten. Im Sinne einer professionellen Weiterentwicklung bietet die Tagung Raum zur Reflexion eigener Haltungen und zum Austausch im professionsspezifischen Fachdiskurs. 

Reservieren Sie sich das Datum zur Tagung «Verhalten und Beziehungsgestaltung»: Samstag, 24.10.2026

Tragen Sie sich in die Infoliste ein, und wir benachrichtigen Sie, sobald alle Informationen vorliegen und die Anmeldung möglich ist.

Programm

Ab 8.30 Uhr
Eintreffen mit Kaffee und Gipfeli

9.00 Uhr
Begrüssung

9.30 Uhr
Plenarvortrag
Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende? Wie wir langfristig Resilienz bei körperlich misshandelten Jugendlichen fördern können.
Prof. em. Dr. Wassilis Kassis, Professor in Pädagogischer Psychologie

10.30 Uhr
Pause

11.00 Uhr
Workshop 1

12.00 Uhr
Mittagessen

13.00 Uhr
Kultureller Beitrag

13.15 Uhr
Plenarvortrag
Wege aus Verhaltensfallen. Interaktionen in konflikthaften Situationen.
Maria Hehn-Oldiges

14.15 Uhr
Pause mit Marktständen und Videoinstallation

15.00 Uhr
Workshop 2

16.15 Uhr
Koffer-Packen im Plenarsaal

17.00 Uhr
Ende

Plenarvorträge

Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende?

Wie wir langfristig Resilienz bei körperlich misshandelten Jugendlichen fördern können.
Prof. em. Dr. Wassilis Kassis, Professor in Pädagogischer Psychologie

Körperliche Misshandlung durch Eltern betrifft etwa 25% der Jugendlichen weltweit jenseits von sozioökonomischem Status und Migrationshintergrund und beeinträchtigt deren sozio-emotionale Entwicklung. Interessanterweise zeigen rund 20% dieser Jugendlichen keine negativen Symptome und weisen zugleich ein hohes Mass an Wohlbefinden auf. Eine von uns durchgeführte SNF-Studie mit 1800 Jugendlichen im BRNW zeigte jedoch, dass nur 30% der resilienten Jugendlichen aus der ersten Erhebungswelle auch nach zwei Jahren noch resilient waren. Die Reduzierung von Ablehnung durch Gleichaltrige und verstärkte Unterstützung durch Lehrkräfte trugen dazu bei, die Resilienz langfristig zu erhalten.

Wege aus Verhaltensfallen

Interaktionen in konflikthaften Situationen.
Maria Hehn-Oldiges, Externe Referentin, Arbeitsstelle für Diversität und Unterrichtsentwicklung, Goethe-Universität Frankfurt

Kinder und Jugendliche werden uns Lehrkräften im Schulalter in einer sensiblen Phase ihrer seelischen Entwicklung anvertraut. Um ein positives Selbstkonzept zu stärken, sind Lernende gerade in konflikthaften Situationen darauf angewiesen, dass wir wertschätzend mit ihnen interagieren. Dazu gehört, den subjektiven Sinn herausfordernden Verhaltens zu verstehen und Konfliktgespräche professionell zu führen. Im Vortrag werden Beispiele für haltgebende Interaktionen vorgestellt, die auf Ermutigung anstelle von Ermahnungen basieren. Wirksame ethisch orientierte Konzepte aus der Praxis zeigen, wie gemeinsam mit Lernenden konstruktive Handlungsmöglichkeiten gefunden und erprobt werden können.

Workshops

1. Kindesschutz an der Schule

Dr. Clarissa Schär, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW
Aline Schoch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW

Kinder und Jugendliche, die von Kindswohlgefährdungen betroffen sind, können in der Schule etwa durch störendes Verhalten im Unterricht, Probleme mit Gleichaltrigen oder sozialen Rückzug auffallen. Ihre Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten sind beeinträchtigt. Trotz hoher Dunkelziffer ist davon auszugehen, dass in einer Schulklasse mehrere Kinder von Kindeswohlgefährdungen – physischer, psychischer, sexueller Misshandlung oder Vernachlässigung – betroffen sind. Der Workshop vermittelt zunächst Fachwissen zu Kindeswohlgefährdungen und deren Folgen. Anschliessend werden die Rollen und Aufgaben von Lehrpersonen und weiteren schulischen Fachkräften beleuchtet. Der Fokus liegt dabei auf dem Erkennen betroffener Kinder und Jugendlicher sowie dem professionellen Umgang mit Verdachtsfällen. Anhand von Fallbeispielen der Teilnehmenden werden konkrete Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

2. Selbstsorge stärkt Beziehung – Gesundheit im Schulalltag

Dr. Susanne Störch Mehring, Ressortleiterin Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), PH FHNW

Gelingende, soziale Beziehungen führen zu weniger Stress und können eine Ressource für die eigene Gesundheit sein. Zugleich erleichtern die physische und psychische Gesundheit den Aufbau von positiven Beziehungen. Dieser Workshop möchte Lehrpersonen und Schulleitungen unterstützen, die eigene Gesundheit zu stärken. Dabei schafft er Raum, um individuelle Belastungen und Ressourcen – sowohl persönliche als auch kollegiale – gemeinsam zu reflektieren. Im Workshop werden Strategien vermittelt, die insbesondere die bewusste Selbstsorge umfassen. Ziel ist es, den Teilnehmenden erste Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag zu geben, um langfristig berufliche Zufriedenheit und Wohlbefinden zu erfahren.

3. Gesundheitsbewusstes Erleben und Verhalten fördern: Peer Involvement im Schulalltag

Prof. Dr. Roger Keller, Zentrumsleiter Inklusion und Gesundheit in der Schule, PHZH

Gesundheit ist nicht nur eine Frage von Ernährung und Bewegung, sondern auch von sozialem Miteinander und gegenseitiger Unterstützung. Wie können Peer-Involvement-Ansätze dazu beitragen, gesundheitsbewusstes Erleben und Verhalten von Schüler*innen zu fördern? Im Workshop erhalten Sie einen kurzen Einblick in Grundprinzipien der Gesundheitsförderung und Prävention sowie in die Möglichkeiten und Grenzen von Peer-Involvement. Anschliessend entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie Peer-Angebote erfolgreich in den Schulalltag integriert werden können, um die sozio-emotionale Entwicklung von Schüler*innen nachhaltig zu stärken.

4. Die Rolle des multiprofessionellen Teams in der Beziehungsgestaltung

Dr. Helena Krähenmann, Dozentin für inklusive Didaktik und Heterogenität, PH FHNW

Wenn multiprofessionelle Teams eine Schulklasse unterrichten, werden Zuständigkeiten und Aufgaben häufig aufgeteilt. Diese arbeitsteilige Zusammenarbeit wirkt sich auf die Beziehungs-gestaltung und -wahrnehmung zwischen den Fachpersonen und den Schüler*innen aus. Im Workshop erfolgt hierzu ein forschungsbasierter Input. Anschliessend werden Fallbeispiele, die auf die Beziehungsgestaltung und das Verhalten der Akteur*innen fokussieren, reflektiert und diskutiert (systemischer Ansatz). Darauf aufbauend werden alternative/lösungsorientierte Optionen für die Beziehungsgestaltung durch multiprofessionelle Teams herausgearbeitet, die das Potential haben, die sozio-emotionale Entwicklung zu stärken.

5. Was brauchen meine Schüler*innen von mir?

Dr. Dilan Aksoy, Dozentin für Entwicklung und Befähigung, PH FHNW

Angesichts von Leistungsdruck, Heterogenität und belastenden Lebenslagen von Schüler*innen werden im Workshop zentrale Prinzipien sicherer Lernbeziehungen (u.a. Beziehung, Partizipation, individuelle Schutzfaktoren) vorgestellt und mit aktuellen Forschungsergebnissen verknüpft. Anhand von Praxisbeispielen und kurzen Reflexionsaufträgen erarbeiten die Teilnehmenden konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen sicheren, wertschätzenden und zugleich klar strukturierten Klassenraum.

6. Einbezug der Schulsozialarbeit bei auffällig erlebtem Verhalten

Nadja Voramwald, Fachliche Leitung Schulsozialarbeit

Wann ist ein Verhalten von Lernenden «auffällig» – wann ist der Einbezug der Schulsozialarbeit angezeigt? Welche Rolle übernimmt die Schulsozialarbeit bei auffällig erlebtem Verhalten von Lernenden?

Im Workshop steht der konkrete Beitrag der Schulsozialarbeit im Zentrum. Wir klären den Auftrag, stellen ein mögliches Kooperationsmodell vor, klären Möglichkeiten und Grenzen in der Zusammenarbeit. Zudem zeigen wir aus Sicht der Schulsozialarbeit auf, wann und wie ein Einbezug bei auffälligem Verhalten von Lernenden sinnvoll ist. Anhand von praxisnahen Beispielen wird deutlich, wie Schulsozialarbeit entlastet, ergänzt und zur Stabilisierung von Schüler*innen, Klassen und Lehrpersonen beiträgt. Ziel ist mehr Klarheit, Handlungssicherheit und eine gestärkte Zusammenarbeit im Schulalltag.

7. Präventiv statt reaktiv: Wie sozio-emotionale Kompetenzen Verhaltensauffälligkeiten reduzieren

Prof. Dr. Markus Neuenschwander, Co-Leiter Zentrum Lernen und Sozialisation, PH FHNW

Verhaltensauffälligkeiten und psychische Probleme von Schüler*innen gefährden ihr Lernen und fordern Lehrpersonen stark heraus. Ein präventiver Ansatz, Verhaltensauffälligkeiten entgegenzuwirken und die psychische Gesundheit von Schüler*innen zu stärken, ist das systematische Fördern von sozial-emotionalen Kompetenzen in der Schule. Im Workshop werden in einem Vortrag mit anschliessender Diskussion Forschungsergebnisse, Konzepte und praxiserprobte Programme (z.B. FOSSA, SEL) zum sozial-emotionalen Lernen präsentiert.

8. Bedürfnis- und Ressourcenorientierte Interventionen

Gwen Baltensweiler, Fachpsychologin für Kinder und Jugendliche

Verhalten verstehen heisst Bedürfnisse erkennen. In diesem Workshop erhältst du einen Einblick in die psychologischen Hintergründe zu Bedürfnissen und ihrem Zusammenhang mit Verhalten und Verhaltensauffälligkeiten. Du lernst, Kindern bedürfnisorientiert zu begegnen und ihre Ressourcen gezielt zu stärken. Wir erarbeiten konkrete Interventionen für den Schulalltag, um tragfähige Beziehungen aufzubauen und sicher mit herausforderndem Verhalten umzugehen. Dabei erfährst du Strategien, wie man erwünschtes Verhalten wirksam fördern kann und Beziehungsgestaltung gezielt als pädagogisches Instrument einsetzt.

9. Was bedeutet Achtsamkeit und Selbstfürsorge im Kontext der Schule?

Egon Küng, Erwachsenenbildner MAS, MBSR-Lehrperson und Achtsamkeitscoach, Sekundarlehrperson

Wie in anderen Lebensbereichen ist es auch in der Schule wichtig, Achtsamkeit, Mitgefühl und Selbstfürsorge im Zusammenleben zu verkörpern. Einerseits geht es darum, sich selbst und die anderen bewusst wahrzunehmen, im Fühlen, Denken und Handeln. Durch Rituale, achtsame Kommunikation und Übungen kann es gelingen, in einer Lerngruppe berührende und nährende Beziehungen zu pflegen.

Andererseits ist es wichtig, als Lehrperson den Umgang mit Stress und stressvollen Situationen zu erlernen. Dabei steht die Selbstfürsorge im Vordergrund. In diesem Workshop werden alltagstaugliche Übungen vorgestellt, welche die eigene Achtsamkeit stärken.

10. Eltern als Partner gewinnen

Gabriela Beyeler, Dozentin für Schul- und Unterrichtsentwicklung, PH FHNW

Herausforderndes Verhalten belastet den Schulalltag und stellt auch die Zusammenarbeit mit Eltern vor besondere Herausforderungen. Gerade in schwierigen Situationen ist es entscheidend, in Beziehung zu bleiben und die Eltern als Partner zu gewinnen. Im Workshop beleuchten wir Haltungen und kommunikative Grundlagen, die eine tragfähige Beziehung zu Eltern ermöglichen. Wir setzen uns mit Unsicherheiten und Stolpersteinen auseinander und erkunden, wie Beziehung auch dann gelingen kann, wenn Emotionen hochgehen oder Erwartungen auseinanderklaffen. Die Teilnehmenden erhalten Impulse zur Gestaltung von Elternkontakten, um auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu bleiben.

11. Besser unterrichten dank Beziehung: Gegenseitige Erwartungen an das Verhalten

Maria Schmid, Dozentin für Schul- und Unterrichtsentwicklung, PH FHNW

Wie werden Schüler*innen mit normabweichenden Verhalten von Lehrpersonen wahrgenommen? Wie beeinflussen solche Beobachtungen und daraus folgende Bewertungen die schulische Laufbahn der Kinder und Jugendlichen? Wie wirken solche Situationen auf das Gefühl der Selbstwirksamkeit von Lehrpersonen? Im Workshop erhalten Sie Inputs zu den gegenseitigen Erwartungen an das Verhalten von Lehrpersonen und Schüler*innen. Wir diskutieren darüber hinaus Auswirkungen auf die Lernmotivation. Gemeinsam beleuchten wir, welche Wechselwirkungen eine konstruktive Erwartungshaltung in Gang setzen kann und wie sich diese in der Erfolgszuversicht der Schüler*innen und der Gesundheit der Lehrpersonen zeigen können.

12. «Höre, was ich nicht sage». Emotionen und Bedürfnisse hinter (herausforderndem) Verhalten erkennen und aufgreifen

Dr. Anna Burkhardt, Advanced Researcher, HfH Zürich

Hinter jedem Verhalten stecken Emotionen und Bedürfnisse. Die beste Art, auf Emotionen einzugehen, ist Emotionscoaching. Dazu gibt es Evidenz aus über 17 Ländern auf fünf Kontinenten: Kinder, die daheim oder in der Schule Emotionscoaching erleben, sind weniger ängstlich, Verhaltensauffälligkeiten nehmen ab und ihre emotionale Kompetenz nimmt zu.

Emotionscoaching basiert auf dem Grundsatz, dass jedes Gefühl und jeder Wunsch erlaubt ist, aber nicht jedes Verhalten. In diesem Workshop bekommen Sie konkrete Anregungen für Ihre Unterrichtspraxis. Sie lernen die fünf Schritte des Emotionscoachings kennen und probieren sie direkt aus.

13. Gute Gründe: Herausforderndes Verhalten verstehen (Zyklus 3)

Marc Keller, Dozent für Schul- und Unterrichtsentwicklung, PH FHNW

Im Workshop gehen wir den «guten Gründen» für herausforderndes Verhalten bei Jugendlichen nach. Was steckt hinter Wut, Rückzug, Regelverstössen oder vermeintlicher Provokation – persönliche Bedürfnisse, Überforderung oder fehlende Strategien? Gemeinsam beleuchten wir die innere Logik jugendlichen Handelns, analysieren typische Situationen und verstehen, was Jugendliche in Konfliktsituationen bewegt.

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse, um Verhaltensfallen zu erkennen, eine reflektierte Haltung zu entwickeln und die Beziehung zu den Jugendlichen so zu stärken, dass nachhaltige Veränderung möglich wird.

14. Gute Gründe: Herausforderndes Verhalten verstehen (Zyklus 1 & 2)

Denise Hediger, Dozentin für Integrative Pädagogik im Ressort Vielfalt, Sonderpädagogik, Begabungsförderung, PH FHNW

Im Workshop gehen wir den «guten Gründen» für herausforderndes Verhalten bei Kindern nach. Was steckt hinter Wut, Rückzug, Regelverstössen oder vermeintlicher Provokation – persönliche Bedürfnisse, Überforderung oder fehlende Strategien? Gemeinsam beleuchten wir die innere Logik kindlichen Handelns und die Entwicklung des Regelverständnisses bei Kindern bis etwa acht Jahren. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse, um Verhaltensfallen zu erkennen, eine reflektierte Haltung zu entwickeln und die Beziehung zu den Kindern so zu stärken, dass nachhaltige Veränderung möglich wird.

15. Reintegration in die Gemeinschaft durch Wiedergutmachung (Zyklus 1 & 2)

Annemarie Ruess, Dozentin für Schul- und Unterrichtsentwicklung, PH FHNW

Im Workshop setzen wir uns mit Formen der Wiedergutmachung auseinander – als Alternative zur Strafe und als Möglichkeit, Beziehungen innerhalb der Schulklasse wie auch zur Lehrperson zu stärken. Dabei orientieren wir uns an folgenden zentralen Fragen: Welche Haltung bildet die Grundlage dieses Ansatzes? Wie kann die Reintegration eines Kindes wirkungsvoll begleitet werden? Welche Knacknüsse zeigen sich?

Anhand konkreter Praxisbeispiele aus Kindergarten und Primarschule werden unterschiedliche Zugänge zur Wiedergutmachung vorgestellt und gemeinsam analysiert.

16. Herausforderndes Verhalten als Bewältigungsstrategie verstehen

Marina Wetzel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW

«Kids do well if they can!» Greene (2008) besagt, dass Kinder ihre Aufgaben gut machen, wenn sie über die dazu erforderlichen Fertigkeiten verfügen. Wenn etwas nicht gut gelingt, müssen wir annehmen, dass entweder die notwendigen Fähigkeiten fehlen oder die Anforderungen und Erwartungen an ein Kind seine Fähigkeiten übersteigen, angemessen zu reagieren. Dieses Verständnis eröffnet neue Handlungsoptionen und hilft, herausfordernde Situationen besser vorherzusehen. In diesem Workshop erhalten Teilnehmende Impulse zu den Hintergründen und Umgangsmöglichkeiten in Situationen, in denen junge Kinder herausforderndes Verhalten zeigen (müssen).

17. Psychische Gewalt im Schulkontext

Stéphanie Bürgi, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachbereich Präventionsprogramme, Kinderschutz Schweiz

Der Workshop thematisiert psychische Gewalt im schulischen Kontext und deren Bedeutung für Beziehungsgestaltung sowie die sozio-emotionale Entwicklung von Schüler*innen. Vor dem Hintergrund der geplanten gesetzlichen Verankerung der gewaltfreien Erziehung ab 2026 werden Lehrpersonen für diese oft wenig sichtbare Form von Gewalt sensibilisiert. Anhand konkreter schulischer Situationen werden Erscheinungsformen und Auswirkungen psychischer Gewalt reflektiert sowie konstruktive, gewaltfreie Handlungsalternativen für herausfordernde Situationen im Schulalltag erarbeitet. Dabei wird die professionelle Rolle von Lehrpersonen im schulischen Beziehungs- und Lernkontext aufgegriffen.

Zielgruppen

  • Berufseinsteigende
  • Lehrpersonen DaZ
  • Lehrpersonen mit lateralen Führungsfunktionen
  • Lehrpersonen Sek II
  • Lehrpersonen Zyklus 1
  • Lehrpersonen Zyklus 2
  • Lehrpersonen Zyklus 3
  • Schulen und Kollegien
  • Schulische Heilpädagog*innen
  • Schulleitende
  • Schulsozialarbeitende
  • Unterrichtsteams
  • Wiedereinsteigende

Kosten und kantonale Finanzierungen

CHF 190 (exkl. Material/Verpflegung CHF 60)

Kanton AG: über Kanton finanziert, Material/Verpflegung CHF 60

Finanzierung Kanton Aargau

Volksschule im Kanton Aargau

Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert.Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über kommunale Gelder ist die Schulleitung bzw. der Gemeinderat der jeweiligen Schule zuständig.

Erläuterung zu Material- und Verpflegungskosten

Material- und Verpflegungskosten werden in der Ausschreibung separat ausgewiesen und den Teilnehmenden unabhängig von der kantonalen Finanzierung in Rechnung gestellt.

Mittelschule und Berufsfachschule im Kanton Aargau

Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert, sofern die Zielgruppe Lehrpersonen Sek II in der Ausschreibung erwähnt ist. Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über die Schule ist die Schulleitung zuständig.

Kanton SO: über Kanton finanziert (Kategorie A), Material/Verpflegung CHF 60

Finanzierung Kanton Solothurn

Volksschule im Kanton Solothurn

Die unter «Preis» ausgeschriebenen Weiterbildungskosten werden in der Regel vom Kanton oder von der Gemeinde getragen.
Es gibt folgende Finanzierungskategorien:

  • Kategorie A: Der Kanton finanziert das Angebot zu 100%.
  • Kategorie B: Der Kanton und die Gemeinde finanzieren das Angebot zu je 50%. Die Zustimmung der Schulleitung für den Kursbesuch gilt als Kostengutsprache für den Gemeindeanteil.
  • Kategorie C: Der Kanton und die Gemeinde finanzieren einen variablen Teil der Kosten. Die Teilnehmenden bezahlen den verbleibenden Teil der Kosten.
  • Kategorie D: Die Teilnehmenden bezahlen die Kosten selbst. Eine allfällige Mitfinanzierung klären die Teilnehmenden mit der Schulleitung.

Erläuterung zu Material- und Verpflegungskosten

Material- und Verpflegungskosten werden in der Ausschreibung separat ausgewiesen und den Teilnehmenden unabhängig von der kantonalen Finanzierung in Rechnung gestellt.

Kanton BL: über Kanton finanziert, Material/Verpflegung CHF 60

Finanzierung Kanton Basel Landschaft

Volksschule im Kanton Basel Landschaft

Für Lehrpersonen der Volksschule mit Anstellung im Kanton Basel-Landschaft übernimmt der Kanton die Gebühren (Platzzahl ist beschränkt).

Erläuterung zu Material- und Verpflegungskosten

Material- und Verpflegungskosten werden in der Ausschreibung separat ausgewiesen und den Teilnehmenden unabhängig von der kantonalen Finanzierung in Rechnung gestellt.

Kanton BS: über Kanton finanziert, Material/Verpflegung CHF 60

Finanzierung Kanton Basel Stadt

Volksschule im Kanton Basel Stadt

Für Lehrpersonen der Volksschule mit Anstellung im Kanton Basel-Stadt übernimmt der Kanton die Gebühren (Platzzahl ist beschränkt).

Erläuterung zu Material- und Verpflegungskosten

Material- und Verpflegungskosten werden in der Ausschreibung separat ausgewiesen und den Teilnehmenden unabhängig von der kantonalen Finanzierung in Rechnung gestellt.

  1. Datum und Zeit

    24.10.2026, 8:30–17:00 Uhr iCal

  2. Ort

    Muttenz

  3. Veranstaltet durch

    Pädagogische Hochschule

Die FHNW

Die Pädagogische Hochschule der Nordwestschweiz

Anmeldung auf die Infoliste

Anmeldung Infoliste
Céline Anne Favre

Prof. Dr. Céline Anne Favre

Leiterin der Professur für Entwicklung und Befähigung

Telefonnummer

+41 61 228 54 37 (undefined)

E-Mail

celineanne.favre@fhnw.ch

Adresse

Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz

Raum

09.O.10

Mirja Furrer

Mirja Furrer

Co-Ressortleiterin Kurse und Tagungen

Telefonnummer

+41 32 628 67 91 (undefined)

E-Mail

mirja.furrer@fhnw.ch

Adresse

Obere Sternengasse 7 Postfach 1360 4502 Solothurn

Franziska Wülser

Franziska Wülser

Sachbearbeiterin Weiterbildung, Bereich Kurse und Tagungen

Telefonnummer

+41 56 202 77 79

E-Mail

franziska.wuelser@fhnw.ch

Adresse

Bahnhofstrasse 6 5210 Windisch

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