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Lesen! – phkultur Buchtipps

Auf der Website von phkultur und auf Facebook gibt es in lockeren Abständen neue Buchempfehlungen. Schwerpunkt sind Autor*innen und Texte, die sich mit Fragen zur (Weiter)Entwicklung einer demokratisierenden Bildungspraxis an der Schnittstelle zwischen Schule und Kunst auseinandersetzen.

Unsere aktuelle Lese-Empfehlung: Die Bildung der A_n_d_e_r_e_n durch Kunst

Das Buch leistet eine postkoloniale und feministische Kartierung der Kunstvermittlung in historischer und hegemoniekritischer Perspektive seit der Aufklärung. Den geografischen Fokus bildet England. Deutlich wird, dass die diskursive Herstellung von defizitären A_n_d_e_r_e_n, die dem bürgerlichen, männlichen, weißen, europäischen Subjekt ähnlich gemacht werden müssen, seit seiner Entstehung in das Arbeitsfeld «Kunstvermittlung» eingeschrieben ist.

Doch ereignete sich darin auch die Art von Widerstand, die aus dem Verfehlen hegemonialer Anrufungen resultiert. Minorisierte Positionen – vor allem, aber nicht nur, weiße Frauen – erkämpften Räume für Selbstartikulation und für die Umverteilung symbolischen Kapitals.

Die Betrachtungen enden mit der Forderung nach einer diskriminierungskritischen Praxis der Kunstvermittlung in der Gegenwart.

Carmen Mörsch (2019): Die Bildung der A_n_d_e_r_e_n durch Kunst, Wien: Verlag Zaglossus.

Die Bildung der A_N_D_E_R_E_N durch Kunst.jpg

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