Gymnasialer Musikunterricht als Spiegel einer praxisbasierten Didaktik
Dieses vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Projekt untersucht den schulischen Musikunterricht an Deutschschweizer Gymnasien und die fachdidaktische Ausbildung der entsprechenden Lehrpersonen. Es schliesst damit eine Forschungslücke und schafft eine reflexive Ausgangslage zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Faches.
Forschungsschwerpunkt: Fachdidaktik
Hochschule: Pädagogische Hochschule FHNW/Institut Sekundarstufe I und II
Forschungspartner:
Prof. Dr. Olivier Blanchard, Pädagogische Hochschule Luzern
Dr. Dieter Ringli, Zürcher Hochschule der Künste
Kooperationen im Soundingboard:
Prof. Dr. Thade Buchborn, Hochschule für Musik Freiburg
Dr. Sabine Chatelain, Haute Ecole Pédagogique Vaud Prof.
Dr. Judith Hangartner, Pädagogische Hochschule Bern
Prof. Dr. Tobias Leonhard, Pädagogische Hochschule Zürich
Prof. Dr. Gabriele Puffer, Hochschule für Musik und Theater München
Prof. Dr. Bernd Clausen, Universität Siegen
Dr. phil. Anna Schürch, Zürcher Hochschule der Künste
Förderung: SNF
Laufzeit: 01.08.2023–31.07.2027
Volumen: CHF 969 301 / FHNW: CHF 196 920
Projektleitung: Prof. Dr. Gabriel Imthurn
Mitarbeit: David Lichtsteiner
Fragestellung
Musik gehört – als Teil der künstlerischen Bildung – zum Fächerkanon des Gymnasiums. In der Deutschschweiz fehlen jedoch eine wissenschaftliche Musikpädagogik und eine diskursiv präsente Fachdidaktik, die neben dem offen formulierten Rahmenlehrplan als normsetzende Instanz fungieren könnten. Deshalb bleibt unklar, welches Wissen in diesem Feld als legitim gilt und wie es sich ausbreitet.
Ziel und Vorgehen
Ziel des Projekts ist es, dieses Wissen, das sich gemäss unserer praxeologisch-kulturwissenschaftlichen Forschungsperspektive in kommunikativer (reflexiv verfügbarer) wie in konjunktiver (im gemeinsamen Handeln erzeugter) Form zeigt, möglichst dicht zu beschreiben und theoretisch zu fassen. Dazu werden die beiden zusammengehörigen Felder Musikunterricht und fachdidaktische Ausbildung mit einer Parallelstrategie der Datenerhebung (Ethnografie und Gruppendiskussionen) beforscht. Das Projekt schliesst an die aktuelle Methodologiediskussion in der deutschsprachigen musikpädagogischen Forschung an. Es trägt der zunehmenden Bedeutung der Fachdidaktiken für die Unterrichtsentwicklung Rechnung und trägt zur Etablierung und institutionellen Verankerung einer wissenschaftlichen Musikdidaktik in der Deutschschweiz bei.

