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Forschungsstudie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Soziale Ungleichheit und schwere COVID-19 Verläufe in der Schweizer Migrationsbevölkerung 2022-2024

Gemäss aktuellem Forschungsstand ist das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion und eines schweren Krankheitsverlaufs von COVID-19 sozial ungleich verteilt. Sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen sind in allen Ländern, für die bisher COVID-19-Statistiken vorliegen, sowohl bei Krankenhausaufenthalten und intensivmedizinischen Behandlungen bis zu den Todesfällen ungleich höher belastet.

coronavirus

Hintergrund und Ziel der Studie

Erste Studien aus den USA, Kanada, Grossbritannien und nordeuropäischen Ländern lassen darauf schliessen, dass neben der sozialen Lage auch spezifisch mit Migration verbundene Aspekte (z.B. Sprachbarrieren) eine wichtige Rolle in Bezug auf das Risiko für schwere COVID-19 Erkrankungen spielen.

Die Studie soll wissenschaftlich fundierte Informationen bereitstellen, um für vulnerable Bevölkerungsgruppen den chancengerechten Zugang zum Gesundheitsversorgungssystem zu ermöglichen und Personen in prekärer Lage nach einer schweren COVID-19 Erkrankung besser begleiten zu können.

Teil 1 der Studie: Das Erkrankungsrisiko in der Migrationsbevölkerung

Der erste, statistische Teil der Studie befasst sich mit der Frage des Erkrankungsrisikos in der Migrationsbevölkerung. Sie will diejenigen Gruppen der Migrationsbevölkerung identifizieren, die ein besonders hohes Risiko einer schweren Erkrankung oder erschwerten Bewältigung an COVID-19 aufweisen. Dazu werden Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) sowie der medizinischen Statistik der Krankenhäuser ausgewertet.

Teil 2 der Studie: Interviews mit betroffenen Personen in der Migrationsbevölkerung

Der zweite Teil der Studie befasst sich mit den Erfahrungen der Betroffenen. In der Schweiz ist die Sichtweise der Migrantinnen und Migranten, die von schweren Erkrankungsverläufen betroffen sind, noch kaum erforscht. Dabei interessieren uns besonders die Erfahrungen von Personen, die sich in einer schwierigen Lebenslage befinden (z.B. geringe finanzielle Mittel, angespannte Lage am Arbeitsplatz oder zu Hause). Um diese Bevölkerungsgruppe in ihrem Genesungsverlauf und der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess und der sozialen Teilhabe unter-stützen zu können, ist es wichtig, Informationen über ihre Bedürfnisse und Erfahrungen mit dem Gesundheits- und Sozialsystem zu gewinnen. Im Fokus stehen dabei ihre Beurteilung der Zugänglichkeit und Qualität des Gesundheitsversorgungssystems, aber auch Faktoren, die eine gelingende Bewältigung der gesundheitlichen und zugleich sozialen Probleme erlauben.

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Teil 3 der Studie (optional): Empfehlungen für geeignete Hilfestellungen

Je nach Ergebnis der ersten beiden Teile der Studie werden im dritten Teil gemeinsam mit einem breiten Kreis aus Fachpersonen, kantonalen und kommunalen Verantwortlichen Empfehlungen ausgearbeitet, um geeignete Hilfestellungen für betroffene Personen entwickeln zu können, die praktikabel und wirksam sind.

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