Ein Hermann Hesse Liederzyklus
Wettbewerb für Komponisten bis 30 Jahre
Im Rahmen des Forschungsprojekts Eine Geschichte des Lieder-Zyklus richtet die Hochschule für Musik Basel FHNW einen Wettbewerb für junge Komponistinnen und Komponisten aller Nationalitäten, die am 1. Januar 2027 höchstens 30 Jahre alt sind, aus. Aufgabe ist die Komposition eines Liederzyklus’ für Gesang und Klavier nach Texten von Hermann Hesse (1877–1962). Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Hermann Hesse wurde im baden-württembergischen Calw geboren, verbrachte jedoch den größten Teil seines Lebens in der Schweiz, unter anderem in Basel, Bern und Montagnola. Seine Gedichte haben von jeher Komponistinnen und Komponisten zu Vertonungen angeregt, darunter insbesondere Othmar Schoeck und Richard Strauss. Anlässlich seines 150. Geburtstags im Jahr 2027 sind zahlreiche Veranstaltungen und Feierlichkeiten geplant.
Das eingereichte Werk muss einen in sich geschlossenen Zyklus von drei bis sechs Liedern mit einer Gesamtdauer von 12 bis 20 Minuten bilden und Texte von Hesse vertonen (Gedichte oder Prosa) - entweder im deutschen Original oder in einer Übersetzung in eine beliebige andere Sprache. Die Werke können für jede Stimmlage komponiert sein, müssen jedoch für eine Sängerin bzw. einen Sänger und Klavier geschrieben sein. Es steht zur freien Entscheidung, ob die einzelnen Lieder musikalisch miteinander verbunden sind oder nicht, ebenso, ob ihre Texte eine Handlung bzw. einen narrativen Zusammenhang bilden oder nicht. Die eingereichten Werke dürfen jedoch keine bloße Sammlung einzelner Lieder sein, sondern müssen einen klar erkennbaren Zyklus bilden, der davon profitiert, als Ganzes aufgeführt zu werden.
Die Partituren sind bis zum 31. Dezember 2026 elektronisch an chris.walton@fhnw.ch einzureichen.
Die Jury wird bis zu drei Zyklen auswählen. Die Uraufführungen sind für den Herbst 2027 vorgesehen: beim Othmar Schoeck Festival in Brunnen, im Hans Erni Museum in Luzern sowie an der Hochschule für Musik Basel im Rahmen eines internationalen Symposiums zur Geschichte des Liederzyklus Ende Oktober 2027. Alle ausgewählten Komponistinnen und Komponisten werden zur Uraufführung ihres Werkes eingeladen und erhalten jeweils ein Preisgeld.
Die Teilnehmenden müssen bestätigen, dass das eingereichte Werk bislang weder öffentlich aufgeführt noch in irgendeiner Form ausgestrahlt oder übertragen wurde. Die von der Jury ausgewählten Komponistinnen und Komponisten müssen zudem das Recht der Erstaufführung an die Hochschule für Musik Basel übertragen. Alle übrigen Rechte, einschließlich des Urheberrechts, verbleiben selbstverständlich bei der Komponistin bzw. beim Komponisten.
Die Jury setzt sich zusammen aus Karin Wetzel, Jan Schultszund Chris Walton von der Hochschule für Musik Basel, Edward Rushton von der Hochschule Luzern und Cheryl Frances-Hoad.
Fragen und weitere Auskünfte richten Sie bitte an chris.walton@fhnw.ch.

