An der Schola Cantorum Basiliensis wurde seit den 1970er Jahren eine Theorie der Alten Musik entwickelt, die den je anderen Rahmenbedingungen musikalischer Kunstwerke vergangener Zeiten Rechnung trägt und Raum lässt für den Beitrag der musikalischen Praxis beim Entstehen eines musikalischen Werks. In diesem Master wählen Studierende unterschiedliche Schwerpunkte von den frühesten Zeugnissen der mehrstimmigen europäischen Musik bis in die Zeit um ca. 1850. Die Schola Cantorum Basiliensis ist ein anerkanntes Zentrum für Alte Musik. Mit hochkarätigen Dozierenden und einer inspirierenden und diversen Gemeinschaft von Studierenden bietet sie optimale Bedingungen für ein Musikstudium auf höchstem Niveau.
Steckbrief
- Abschluss
- Master of Arts FHNW in Komposition und Musiktheorie, Studienrichtung Theorie der Alten Musik
- Studienmodus
- Vollzeit
- Lernsetting
- Präsenz
- ECTS-Punkte
- 120
- Nächster Start
- 14.9.2026
- Dauer
- 4 Semester
- Sprache
- Stufe B2 in Deutsch wird vorausgesetzt
- Auslandaufenthalt
- Möglich
- Anmeldegebühr
- 200 CHF
- Semestergebühr
- 750 CHF (CH) | 1000 CHF (EU/EFTA-Länder) | 1250 CHF (Nicht-EU/Nicht-EFTA)
Auf einen Blick
- Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von notierter und schriftloser Musikpraxis
- Sich einlassen auf historische Denkweisen von der traditionellen Musiktheorie bis zur Basis einer historisch gegründeten Theorie späterer Musik
- historische Satzlehre, Notation, Generalbass, Improvisation und Contrapunto alla mente
- ergänzende Angebote aus dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel
Zukunftsaussichten
Die Schola Cantorum Basiliensis bietet ein Spezialprogramm für Studierende an, die bereits über profunde Theoriekenntnisse und entsprechende Studienabschlüsse verfügen und sich mit den besonderen Bedingungen der Theorie der Alten Musik vertraut machen wollen.
Aufbau und Inhalte
Ein Studium bei den Pionieren der historisch informierten Musiktheorie
Seit den 1970er Jahren wurde an der Schola Cantorum Basilienis eine Theorie der Alten Musik entwickelt, die den je anderen Rahmenbedingungen musikalischer Kunstwerke vergangener Zeiten Rechnung trägt und Raum lässt für den Beitrag der musikalischen Praxis beim Entstehen eines musikalischen Werkes. Der Ansatz, in einen zwar historisch informierten, im Übrigen jedoch offenen Dialog mit einem älteren Notentext oder einer überlieferten Kompositionsmethode zu treten, erwies sich als fruchtbringend für die Entwicklung der Musiktheorie auch ausserhalb der Schola Cantorum Basiliensis. Die Theorie der Alten Musik darf daher für sich in Anspruch nehmen, in den letzten Jahrzehnten einen tiefgreifenden Wandel im analytischen und auch praktischen Zugang zur Musik generell in Gang gesetzt zu haben.
Ein experimentelles Sich-Einlassen auf historische Denkweisen und darauf aufbauende eigene kompositorische Erfahrungen führen zu einem lebendigen Zugang zur historischen Musikpraxis. Besondere Aufmerksamkeit wird auch den Wechselwirkungen von notierter Musik und schriftloser Musikpraxis zuteil.
Das Masterprogramm erstreckt sich inhaltlich – mit unterschiedlich wählbaren Schwerpunkten – von den frühesten Zeugnissen der mehrstimmigen europäischen Musik bis in die Zeit um ca. 1850. Damit werden auch Bereiche der traditionellen Musiktheorie berührt und die Basis für eine historisch gegründete Theorie späterer Musik gelegt. Zentrale Fächer sind dabei Historische Satzlehre, Notation, Generalbass, Improvisation und Contrapunto alla mente (improvisierter Kontrapunkt), ergänzt von Angeboten des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf Fähigkeiten zur pädagogischen Vermittlung wie auf Kompetenzen zur schriftlichen und mündlichen Präsentation gelegt.
Module und Reglemente
Die BA- und MA-Studiengänge der Hochschule für Musik Basel bauen auf Modulen auf.
Der rechtlich bindende Modulplan gibt eine erste Orientierung zu Inhalten und Gewichtung der Fächer der Studienrichtung.
Den Modulbeschreibungen sind die detaillierten Inhalte und Modalitäten der einzelnen Fächer zu entnehmen.
Die Studienrichtungsreglemente treten zusammen mit der Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule für Musik Basel FHNW in Kraft und bilden den rechtlichen Rahmen.
Modulbeschreibungen
Unter nachfolgendem Link können alle Informationen zu den Modulbeschreibungen mehrerer Hochschulen der FHNW gefunden werden.
- Filtern Sie nach Semester, der Hochschule für Musik Basel FHNW, dem gewünschten Studiengang oder anderen Kriterien, damit Sie die relevanten Modulinformationen angezeigt erhalten.
- Über den Button PDF können Sie aus jeder beliebigen Übersicht ein Dokument abrufen und für sich abspeichern.
- Die Kursanmeldungen werden im Intranet vollzogen.
Studienrichtungsreglement
Dozierende
Theorie, historische und musikpraktische Fächer
Schola Cantorum Basiliensis
Voraussetzungen, Zulassung, Eignungsabklärung
Zu Beginn des Studiums werden gute Deutschkenntnisse vorausgesetzt.
Von fremdsprachigen Studienbewerber:innen wird ein Niveau entsprechend Zertifikat B1 oder höher (nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen) erwartet.
Zulassungskriterien
Zum Masterstudium zugelassen wird, wer über einen Bachelor-Abschluss in Musik oder Musik und Bewegung verfügt oder eine äquivalente Vorbildung nachweist.
Konnte ein für das Bachelordiplom relevanter nichtbestandener Leistungsnachweis bis zu Studienbeginn nicht nachgeholt werden, gilt eine Übergangsfrist von einem Semester. Die Zulassung ist entsprechend provisorisch.
Die Zulassung zum Studium setzt voraus, dass so viele abrechenbare ECTS-Kreditpunkte zur Verfügung stehen, dass alle für das Diplom nötigen Leistungen erbracht werden können. Im Minimum sind das im Master-Studium 30 ECTS-Kreditpunkte. Abgerechnete ECTS-Kreditpunkte aus einem nicht abgeschlossenen Erststudium sind im Zulassungsverfahren zu deklarieren.
Die Kandidierenden müssen im Rahmen des Zulassungsverfahrens eine Eignungsabklärung bestehen.
Das Zulassungsverfahren besteht aus folgenden Schritten:
- Überprüfung der Erfüllung der formalen Zulassungskriterien
- Zulassung zur Eignungsabklärung
- Eignungsabklärung
- Entscheid über die Zulassung zum Studium
Die Zulassung gilt jeweils für das Studienjahr, für welches die Eignungsabklärung vorgesehen ist. Die Eignungsabklärung kann pro Studiengang bzw. Studienrichtung einmal wiederholt werden, frühestens zum nächsten ordentlichen Termin.
Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze ist beschränkt und wird für das ersten Studienjahr festgelegt. In der Folge vergeben die Institute der Hochschule für Musik Basel FHNW, gestützt auf die Rahmenordnung für die Studienplatzbeschränkung in die Studiengänge der Diplomausbildung (Bachelor/Master) der Fachhochschule Nordwestschweiz, ihre Studienplätze für das Master-Studium in einem rangorientierten Verfahren.
Für weitere Zulassungskriterien siehe Studienrichtungsreglement MA Alte Musik Komposition/Musiktheorie – Theorie der Alten Musik.
Eignungsabklärung
Die Eignungsabklärung ist pro Studienrichtung individuell.
Termine
Anmeldung
Das Anmeldefenster ist vom 15.12.-31.1. geöffnet.
Mit der Anmeldung müssen folgende Dokumente eingereicht werden:
- Lebenslauf inkl. Motivation
- Schulabschlusszeugnis (Matura, Abitur, Baccalauréat, High School-Diplom)
- Bachelordiplom
- Zweitmasterstudierende: erstes Masterdiplom
Zeitpunkt vor Ort
Die Prüfungen vor Ort finden jeweils zwischen Mitte März und Mitte April statt. Die genauen Termine nach Fach finden Sie ab Anfang Januar hier.
Bekanntgabe Ergebnisse
Die Ergebnisse werden Anfang Mai per E-Mail bekannt gegeben.
Ablauf
Die Eignungsabklärung besteht aus einer Prüfung vor Ort inkl. Gespräch.
Bemerkung: Wer aus visumstechnischen, finanziellen oder ökologischen (Langstrecken-Reise) Gründen keine Prüfung vor Ort absolvieren kann, hat die Möglichkeit, einen Antrag auf eine Online-Aufnahmeprüfung (per Video und live Online-Interview) zu stellen. Dieser ist zeitgleich mit der Anmeldung (bis 31. Januar) und gut begründet an scb.hsm@fhnw.ch zu richten und muss anschliessend durch die Leitung genehmigt werden.
Präsenzprüfung vor Ort
Die Eignungsabklärung besteht aus zwei Teilen.
I. Mündliche Prüfung (Dauer: total 40')
Analyse (Dauer: 20’ / Vorbereitung: 40’)
Stilbereich nach Wahl. Die Aufgabenstellung erfolgt durch einen/eine examinierende/n Dozierende/n des Faches Satzlehre.
Spiel auf einem Tasteninstrument (vorzugsweise Cembalo):
- ein vorbereitetes Stück
- ein Stück prima vista
- eine Generalbass-Realisierung vom Blatt
Gehörbildung
- Blattsingen eines Vokalstücks des 17. oder 18. Jh.
- Diktat eines vierstimmigen Choralsatzes
Weitere Elemente wie Nachsingen und Benennen von vorgespielten Intervallen in enger und weiter Lage, von Vierklängen wie 7, 5/6, 3/4/6, 2/4/6 etc. können integriert werden.
Es steht der Kandidatin / dem Kandidaten ausserdem frei, ein Dossier mit eigenen Kompositionen, Stilkopien oder wissenschaftlichen Arbeiten vorzulegen.
Gespräch
II. Verfassen einer Stilkopie, schriftlich (Dauer: 120’, mit Tasteninstrument)
Die Aufgabenstellung erfolgt durch einen/eine examinierende/n Dozierende/n des Faches Satzlehre nach vorheriger Absprache mit der Kandidatin / dem Kandidaten.
Siehe auch Dokument Eignungsabklärung.
Organisatorisches
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt

Studierendenadministration Schola Cantorum Basiliensis
- Telefon
- 061 264 57 42 (Direkt)
- scb.hsm@fhnw.ch

Prof. Dr. Martin Kirnbauer
- Telefon
- +41 61 264 57 41 (Direkt)
+41 61 264 57 57 (Zentrale) - martin.kirnbauer@fhnw.ch
Info-Anlässe
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Anmeldung
MA Komposition/Musiktheorie | Theorie der Alten Musik
- Datum
- 14.9.2026
- Dauer
- 4 Semester
- Ort
- Provisorium Letzi & Campus Musik-Akademie Basel



