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Digital Life Sciences

Warum ist Digitalisierung wichtig in den Life Sciences?

Mit Data Science aus biologischen Daten Erkenntnisse gewinnen und neues Wissen generieren.

Jasmin Saxer hat im Oktober ihren Bachelor in Bioanalytik und Zellbiologie in der Tasche. Die gelernte Chemie-Laborantin schliesst diesen momentan gerade an der Hochschule für Life Sciences FHNW mit zusätzlicher Querschnittsqualifikation in Digitalisierung ab.

«Die Kombi aus fundiertem Fachwissen in Bioanalytik und Zellbiologie ergänzt mit digitalen Skills wie Programmieren und Biopython war für mich genau richtig,» so Jasmin. «Ich habe im Studium unter anderem gelernt, wie ich aus Unmengen von biologischen Daten Muster und Erkenntnisse gewinnen und dazu beitragen kann, neues Wissen zu generieren. Das ist faszinierend!»

Die Kombi aus fundiertem Fachwissen in Bioanalytik und Zellbiologie ergänzt mit digitalen Skills wie Programmieren und Biopython war für mich genau richtig.

Jasmin Saxer, Bachelor-Studentin Bioanalytik und Zellbiologie

In ihrer Bachelor-Arbeit machte Jasmin gleich Nägel mit Köpfen und wandte ihr fachliches Wissen gepaart mit den erworbenen digitalen Skills in der Praxis an. In ihrem Projekt hat sie Novartis mit Hilfe von Data Science grosse Mengen von biologischen Daten zugänglich gemacht, indem sie diese analysierte und in Muster clusterte. «Ich habe beispielsweise Peptide so umgewandelt, dass diese vom Computer verstanden und durch einen geschickten Algorithmus im Handumdrehen weiterverarbeitet werden konnten,» erklärt Jasmin ihr Vorgehen. «Indem ich sie danach nach Sequenztypen gruppierte, konnte ich einfach und schnell herausfinden, welche Positionen des Peptids bindungsfähig und welche auswechselbar sind.» Informationen wie diese werden in der Pharma-Industrie verwendet, um neue Ausgangspunkte für die Entdeckung neuer Medikamente zu haben.

Was vorher von Novartis-Mitarbeitenden in zeitaufwendiger manueller Analyse gemacht wurde, konnte durch Jasmins biologisches Know-how und ihre Data Skills durch einen cleveren nachhaltigen Algorithmus automatisiert werden. Dies trug signifikant zur Effizienzsteigerung bei.

Jasmin über ihre Zukunftspläne: «Fachlich bin ich mit meinem Wissen in Bioanalytik und Zellbiologie und in Chemie bestens ausgerüstet. In meinem Bachelor-Studium habe ich entdeckt, dass diese beiden Bereiche der Life Sciences verbunden mit Data Science mein Herz höher schlagen lassen.» Jasmin plant darum einen Master im Bereich Digitalisierung in Life Sciences an ihren Bachelor anzuhängen. Ihr Ziel ist es, später einmal mit ihrer Datenkompetenz biologische Datenberge für Laborant*innen einfach zugänglich zu machen. «So möchte ich meinen Beitrag zur Medikamentenforschung leisten,» so Jasmin. «Diese Arbeit ist sinnvoll und macht mir Spass, da ich meine Kreativität und mein analytisches Denken voll einbringen kann.»

FHNW Campus Muttenz

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz
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