219 Bachelor- und 24 Masterdiplome: Bei der diesjährigen Diplomfeier standen die Absolventinnen und Absolventen im Mittelpunkt. Mit Glückwünschen, per-sönlichen Gedanken und einem Ausblick auf die Zukunft feierte die Hochschule den erfolgreichen Abschluss ihrer Studierenden.
«Das ist euer Fest», sagte Prof. Dr. Peter Flohr, Direktor der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW, zu Beginn der Diplomfeier. Mit dem Diplom geht eine intensive Studienzeit zu Ende und gleichzeitig öffnet sich eine neue Tür. «Ihr wollt nicht nur Technik akzeptieren und nutzen, ihr wollt sie gestalten!» Seine Botschaft an die Absolventinnen und Absolventen lautete: «Jetzt geht es ans Machen.»

Ein Meilenstein und der Beginn von etwas Neuem
Auch Prof. Dr. Ruth Schmitt, Leiterin Ausbildung, gratulierte den Diplomandinnen und Diplomanden ebenfalls zu ihrem Erfolg. Der Abschluss sei ein besonderer Meilenstein nach einer intensiven Zeit voller Herausforderungen, Schlussspurts und Momenten, in denen Durchhaltevermögen gefragt war.
Dabei richtete sie den Blick auch auf die Entwicklung der Hochschule. Vor knapp zwei Jahren entstand aus der Hochschule für Technik die Hochschule für Technik und Umwelt FHNW. Seither wurden neue Studienprogramme, Vertiefungen und Formate aufgebaut und weiterentwickelt.
«Mich interessiert heute deshalb weniger, was wir alles auf Papier verändert haben. Mich interessiert die Frage: Was entsteht eigentlich, wenn Ausbildung gelingt?», sagte Ruth Schmitt. Natürlich entstünden dabei Wissen, Fähigkeiten und Methoden – und am Ende ein Diplom. «Aber hoffentlich noch etwas mehr.»
Eine gute Ausbildung kann Neugier in Begeisterung verwandeln und ein inneres Feuer für ein Thema entfachen. Gerade angesichts geopolitischer Unsicherheiten, technologischer Umbrüche, Umweltfragen und einer sich rasch verändernden Arbeitswelt sei diese Begeisterung wichtiger denn je.
Lernen, ausprobieren und gemeinsam gestalten
Die Hochschule soll dabei mehr sein als ein Ort, an dem Wissen vermittelt wird. Sie soll Raum bieten, um Neues auszuprobieren, auch einmal zu scheitern, Menschen kennenzulernen und gemeinsam etwas aufzubauen.
Rückmeldungen von Studierenden zeigen, dass drei Begriffe besonders häufig mit dem Studium verbunden werden: anspruchsvoll, spannend und es hat Spass gemacht. Eine Kombination, die für Schmitt den Kern einer guten Ausbildung trifft: Lernen darf fordern und neugierig machen und gleichzeitig Freude, Gemeinschaft und das Gefühl vermitteln, mit den eigenen Fähigkeiten etwas bewirken zu können.
Ein Beispiel dafür sind die interdisziplinären Blockmodule, die als Pilotprojekt und gemeinsamer Lernprozess gestartet wurden. Das Angebot wurde auf Basis der Rückmeldungen von Studierenden weiterentwickelt und ist inzwischen gewachsen. Für Ruth Schmitt zeigt dies: «Gute Ausbildung entsteht nicht einfach für Studierende, sondern mit ihnen – und mit Dozierenden, Forschung und Praxis.»
Vom Können zum Werden
Zu Gast war Professor Alexander W. Hunziker von der Berner Fachhochschule. Er verbindet seine wissenschaftliche Arbeit unter anderem mit den Themen Positive Leadership, Achtsamkeit und Resilienz. Der Titel seiner Rede lautete: «Vom Können zum Werden.»
Im Zentrum standen Fragen, die über den erfolgreichen Studienabschluss hinausgehen: Was ist wichtig? Wer bin ich? Und wer möchte ich werden?
«Die Welt braucht Menschen wie Sie. Menschen, die Probleme wirklich lösen», gab Hunziker den Diplomandinnen und Diplomanden mit auf den Weg.
Dabei ging es auch um die Erkenntnis, dass ein Diplom zwar bescheinigt, was jemand kann – aber nicht, was diese Person mit ihrem Können macht. Entscheidend sei deshalb nicht allein, welcher Titel oder welche Position erreicht wird oder was andere über einen denken. Vielmehr geht es darum, sich mit der eigenen Person auseinanderzusetzen, offen für Nichtwissen zu bleiben und den eigenen Weg zu finden.

243 Diplome für die nächste Generation von Fachkräften
Nach den Ansprachen folgte der Höhepunkt des Abends: die Diplomübergabe. Insgesamt durften 219 Absolventinnen und Absolventen ihr Bachelordiplom und 24 ihr Masterdiplom entgegennehmen.
Mit ihrem Abschluss sind sie bestens gerüstet, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in die Berufswelt, die Forschung und die Gesellschaft einzubringen – und die Zukunft von Technik und Umwelt aktiv mitzugestalten.
Herzlichen Glückwunsch allen Diplomandinnen und Diplomanden zum erfolgreichen Abschluss!
Nun geht es ans Machen.
Bilder aller diplomierten Absolventinnen und Absolventen pro Studiengang

Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Elektro- und Informationstechnik 
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Maschinenbau 
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Systemtechnik 
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Energie- und Umwelttechnik 
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Optometrie 
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen 
Absolventinnen und Absolventen des Master of Science in Engineering
Preisträgerinnen und Preisträger der Diplompreise
Studiengang | Rang | Preisträger | Preisspender |
BSc Elektro- und Informationstechnik | 1. Preis | Andrea Plank, Würenlingen AG | ABB Schweiz, Turgi |
BSc Elektro- und Informationstechnik | 2. Preis | Melvin Deubelbeiss , Würenlingen AG | Endress+Hauser Flowtec AG, Reinach |
BSc Energie- und Umwelttechnik | 1. Preis | Mirjam Schmid, Burgistein BE | Axpo, Baden |
BSc Energie- und Umwelttechnik | 2. Preis | Robin Lüscher, Rupperswil AG | André und Hedy Knoll-Spring Stiftung, Basel |
BSc Maschinenbau | 1. Preis | Victor Lichtenberger , Basel BS | Müller Martini AG, Zofingen |
BSc Maschinenbau | 2. Preis | Nicole Waldemer , Olten SO | Novita Engineering GmbH, Volketswil |
BSc Optometrie | 1. Preis | Marie Verdan , Fribourg FR | OPTIKSCHWEIZ, Olten |
BSc Optometrie | 2. Preis | Yann-Eric Hank, Bulle FR | Optics Swiss Suppliers Association, Zürich |
BSc Systemtechnik | 1. Preis | Severin Gass , Seewen SO | Robotec Solutions AG, Seon |
BSc Systemtechnik | 2. Preis | Josia Langhart, Mülenen BE | Swiss Engineering STV, Zürich |
BSc Wirtschaftsingenieurwesen | 1. Preis | Jonas Götti , Muhen AG | Amstein + Walthert Holding AG, Zürich |
BSc Wirtschaftsingenieurwesen | 2. Preis | Dominic Badrutt, Muhen AG | BRUGG GROUP AG, Brugg |
Master of Science in Engineering | 1. Preis | Pascal Weber, Itingen BL | GE Vernova (Switzerland) GmbH, Baden |
Master of Science in Engineering | 2. Preis | Marco Giovanelli, Brugg AG | André und Hedy Knoll-Spring Stiftung, Basel |
Gruppenbilder aller Preisträgerinnen und Preisträger

Preisträgerinnen und Preisträger der Studiengänge Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau und Systemtechnik 
Preisträgerinnen und Preisträger der Studiengänge Energie- und Umwelttechnik, Optometrie und Wirtschaftsingenieurwesen
Die Diplomfeier 2026 in Zahlen
Abschlüsse nach Studiengang
Abschlüsse nach Studiengang
BSc Elektro- und Informationstechnik: 35
BSc Energie- und Umwelttechnik: 45
BSc Information Communication Systems trinational: 1
BSc Maschinenbau: 46
BSc Optometrie: 26
BSc Systemtechnik: 29
BSc Wirtschaftsingenieurwesen: 37
Master of Science in Engineering: 24
Abschlüsse nach Trägerkanton
Aargau: 116
Basel-Land: 24
Basel-Stadt: 16
Solothurn: 28
Weitere Abschlüsse nach Kanton
Bern: 23
Zürich: 6
