Kreislaufwirtschaft und Innovation im Fokus: Die über 130 Teilnehmenden diskutierten am 23. Mai 2025 in Windisch über die nachhaltige Transformation der Kunststoffindustrie.
Die erste Swiss Sustainable Polymer Conference (SSPC) am 23. Mai 2025 an der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW in Windisch markierte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Kunststoffwirtschaft in der Schweiz. Organisiert vom Institut für Kunststofftechnik, versammelte die Konferenz Fachleute aus Wissenschaft, Industrie und Start-ups – mit dem Ziel, gemeinsam Lösungen für eine zukunftsfähige Kunststoffbranche zu entwickeln.
Brücke zwischen Forschung und Anwendung
Eröffnet wurde die Konferenz von Prof. Dr. Christian Rytka, Gruppenleiter Kunststoffverarbeitung & Nachhaltigkeit an der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW, der in seiner Keynote auf die grundlegenden Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Kunststofftechnologie einging.
Die SSPC bot eine Plattform für den aktiven Austausch zwischen Hochschulen wie der OST, ZHAW, EPFL und der Montanuniversität Leoben sowie Industrieakteuren wie Sulzer Chemtech, EMS-Chemie, Sika Technology oder der Swatch Group R&D. Die Vielfalt der vertretenen Bereiche – von Medizintechnik über Verpackungslösungen bis hin zu Sportartikeln – verdeutlichte das breite Spektrum der Kunststoffanwendungen und das gemeinsame Interesse an nachhaltigen Innovationen.

Kreislaufwirtschaft als Leitprinzip
Im Zentrum der Konferenz standen die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft: Ressourcen durch intelligentes Design im Kreislauf halten, Abfall vermeiden und natürliche Systeme regenerieren. In den Vorträgen wurden erfolgreiche Strategien und Herausforderungen ebenso beleuchtet wie konkrete Umsetzungswege in der Industrie. Auch Themen wie zirkuläres Design (Stephanie Estoppey, Studiocolony) oder angewandte Umsetzungsstrategien (z. B. Salome Berger, ZHAW) unterstrichen die Vielfalt möglicher Lösungsansätze.
Highlights: Lab-Tours und wissenschaftliche Impulse
Ein Höhepunkt waren die interaktiven Laborführungen durch das Institut für Kunststofftechnik, bei denen neue Materialien und Recyclingverfahren live erlebbar wurden. Die Vielfalt an Exponaten und Anwendungen unterstrich den hohen Praxisbezug der Veranstaltung.

Chemisches Recycling im Spannungsfeld von Regulierung und Praxis
Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Spannungsfeld zwischen regulatorischen Rahmenbedingungen und industrieller Realität im Bereich des chemischen Recyclings. Während Elias Rehmann vom BAFU die regulatorischen Zeithorizonte erläuterte, präsentierte Dr. Pelin Uran (DePoly) aktuelle industrielle Entwicklungen. Arno Maurer wies in diesem Kontext auf das kommende Forum „Chemical Recycling: Overcoming Barriers“ am 29. Oktober 2025 im Innovationspark Lerchenfeld in St. Gallen hin.

Start-Ups als Innovationsmotor
Viel Beachtung fanden auch die innovativen Ansätze der vertretenen Start-ups – darunter KUORI, Noriware, Capt. Greenfin, Mycrobez und UpBoards. Ihre Lösungen, etwa essbare Verpackungen oder biotechnologisch erzeugte Materialien, zeigten eindrucksvoll, wie neue Denkansätze die Kunststoffbranche nachhaltig verändern können.
Fazit und Ausblick
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Die SSPC überzeugte mit einer gelungenen Verbindung aus wissenschaftlicher Fundierung, technischer Innovation und konkreter Anwendung. Die Veranstaltung hat gezeigt, welches Potenzial die Schweiz hat, um eine Vorreiterrolle bei der nachhaltigen Transformation der Kunststoffwirtschaft einzunehmen.
Die FHNW plant, die Swiss Sustainable Polymer Conference künftig fortzuführen und so einen kontinuierlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Branche zu leisten.

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