Technology & Society-Angebot für die Studienrichtung Materials Engineering

Studierende verknüpfen materialwissenschaftliches Fachwissen mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragestellungen und entwickeln praxisnahe Lösungen für komplexe Herausforderungen der Arbeitswelt.
Ausgangslage
Die Entwicklung und Anwendung von Werkstoffen finden heute in einem Spannungsfeld aus technologischen Innovationen, globalen Wertschöpfungsketten, Ressourcenverfügbarkeit, Nachhaltigkeitsanforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen statt. Für angehende Materialingenieur:innen reicht es deshalb nicht aus, Materialien ausschliesslich aus technischer Perspektive zu betrachten.
Das Kontextangebot Materials in Perspective erweitert die fachliche Ausbildung im Studiengang Materials Engineering um wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Perspektiven. Es schafft einen Rahmen, in dem Studierende lernen, materialbezogene Fragestellungen in ihrem realen Anwendungskontext zu verstehen, unterschiedliche Interessenlagen einzubeziehen und daraus tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln.
Sand – zweitwichtigste Ressource nach Wasser
Ziele
Das Angebot verfolgt drei zentrale Ziele:
- Arbeitsweltbezug stärken: Die Studierenden bearbeiten reale Fragestellungen gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Wirtschaft und Gesellschaft und gewinnen Einblicke in berufliche Handlungsfelder.
- Komplexität gesellschaftlicher Herausforderungen abbilden: Materialbezogene Fragestellungen werden in ihren technischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen betrachtet.
- Lernfortschritt unterstützen: Die Studierenden entwickeln ihre Kompetenzen schrittweise entlang aufeinander aufbauender Lernelemente und reflektieren ihren persönlichen Entwicklungsprozess kontinuierlich.
Programmstruktur
Das Programm hat unterschiedliche Bausteine, die aufeinander aufbauen. Insgesamt sind es 22 ECTS Credits, die sich aus methodischen Grundlagen, zwei vertiefenden, anwendungsorientierten Challenges sowie einem abschliessenden Perspektivenmodul zusammensetzen:
- Einführung in kultur- und sozialwissenschaftliche Methoden und interdisziplinäres Arbeiten
- Bearbeitung von zwei Challenges, deren Problemstellung mit steigender Studienerfahrung an Komplexität gewinnen
- Rückblick auf den individuellen Lernprozess und Ausblick auf das künftige Berufsumfeld

Kompetenzen
Nach erfolgreichem Abschluss von Materials in Perspective sind die Studierenden in der Lage,
- komplexe materialbezogene Herausforderungen systematisch zu analysieren und im Rahmen von Projekten zielgerichtet zu bearbeiten;
- in interdisziplinären Teams konstruktiv zusammenzuarbeiten und unterschiedliche Perspektiven in Entscheidungsprozesse einzubeziehen;
- gesellschaftliche, ökologische, wirtschaftliche und ethische Auswirkungen technischer Entwicklungen zu erkennen und in ihre Lösungsansätze zu integrieren;
- materialwissenschaftliche Fragestellungen im Kontext von Märkten, Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten zu beurteilen;
- Informationen aus unterschiedlichen Quellen kritisch zu recherchieren, zu bewerten und nachvollziehbar zu dokumentieren;
- digitale Werkzeuge und KI-basierte Systeme verantwortungsvoll und zweckmässig einzusetzen;
- Ergebnisse adressatengerecht in deutscher und englischer Sprache zu kommunizieren;
- Fachberichte, Studien und Projektdokumentationen selbstständig zu erstellen und ihre Resultate gegenüber relevanten Stakeholdern überzeugend zu vertreten.
Ausblick
Das neue Angebot richtet den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft und verbindet fachlich-methodische Expertise mit gesellschaftlicher Verantwortung. Im Zentrum steht die Fähigkeit, komplexe Fragestellungen interdisziplinär zu bearbeiten, innovative Lösungen zu entwickeln und deren Wirkung kritisch zu reflektieren.
Die Verschränkung technosozialer Perspektiven anhand aktueller Problemstellungen sowie die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern eröffnet den Studierenden vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Forschungsfeld
- Materialien
- Themen
- Technologien und Engineering, Werkstoffe, Verfahrenstechnik, Vermittlung und Pädagogik
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Technik und Umwelt FHNW / Institute of Technology and Society
- Team
- Valerie Safai, Roswitha Dubach, Paris Koumbarakis
Marie-Thérèse Rudolf von Rohr, Caspar Battegay, Laurent Marti
Kontakt
Prof. Dr. Adrian Brändli
- Telefon
- +41 56 202 76 04
- adrian.braendli@fhnw.ch








