Wie kann Pflanzenkohle helfen, CO₂ dauerhaft zu binden – und gleichzeitig Böden fruchtbarer machen?

Ausgangslage
Pflanzenkohle gilt als vielversprechender Ansatz, um CO₂ langfristig zu binden und gleichzeitig die Bodenqualität zu verbessern. Besonders in Regionen des Globalen Südens bietet sie Potenzial für nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutz.
Trotz zahlreicher Pilotprojekte bleibt die breite Umsetzung bislang begrenzt. Viele Initiativen scheitern daran, von der lokalen Anwendung in eine skalierbare, langfristig tragfähige Lösung überführt zu werden. Es fehlt an systematischem Wissen darüber, welche Faktoren eine erfolgreiche Skalierung ermöglichen und wie diese in unterschiedlichen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten umgesetzt werden können.
Ziele
Das Projekt «PyroScale – Pathways to Upscale Biochar Projects» verfolgt das Ziel, fundierte Erkenntnisse für die erfolgreiche Skalierung von Pflanzenkohle-Projekten zu gewinnen.
Im Fokus stehen:
- Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren für die Skalierung von Pyrolyse-/Pflanzenkohle-Projekten
- Entwicklung robuster, praxisnaher Transformationspfade für ausgewählte Pyrolyse-/Pflanzenkohle-Projekte
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für Organisationen der internationalen Zusammenarbeit
Ergebnis
Es werden rund 40 Pyrolyse- und Pflanzenkohle-Projekte in Burkina Faso, Jordanien und Vietnam analysiert. Grundlage bilden das strategische Nischenmanagement sowie eine qualitative Vergleichsanalyse, um zentrale soziotechnische Erfolgsfaktoren für die Skalierung zu identifizieren.
Darauf aufbauend wird ein besonders erfolgreiches Projekt vertieft untersucht. Mithilfe von Causal Process Tracing werden die entscheidenden Wirkmechanismen der Skalierung herausgearbeitet.
Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelt das Forschungsteam gemeinsam mit lokalen Stakeholdern in einem transdisziplinären Prozess konkrete und politisch tragfähige Entwicklungspfade für zwei Projekte, die bislang noch nicht skaliert wurden. Dabei kommt ein neuartiges Backcasting-Framework zum Einsatz.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Technik und Umwelt FHNW / Institut für Biomasse und Ressourceneffizienz, Hochschule für Technik und Umwelt
- Partner
- Laufzeit
- 2026-2027
- Leitung
- FHNW IBRE: Grégoire Meylan, Patrick Böhni, Franco Cavalloni
- Mitarbeit
- Roger Bär, Mert Duygan, Boundia Alexandra Thiombiano, Husam Alkilany, Rawia Abdallah, Nguyen Van Hien
Einblicke in Pyrolyse und Anlagen
WFP World Food Programme (Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen)
Kontakt

Prof. Dr. Grégoire Meylan
- Telefon
- +41 56 202 86 05
- gregoire.meylan@fhnw.ch


