Michael Schmid, Inhaber einer Kommunikationsagentur, hat mit dem CAS Energie in der Gebäudeerneuerung sein Interesse und Fachwissen im Bereich nachhaltiges Bauen vertieft. Mit seiner neu gegründeten Firma unterstützt er Eigentümer*innen bei der nachhaltigen Entwicklung ihrer Immobilie und strebt nebenbei die Zertifizierung als GEAK-Experte an.
Was machst du aktuell beruflich, und wie bist du auf das Thema Energie in der Gebäudeerneuerung gestossen?
Seit 30 Jahren als Inhaber einer Kommunikationsagentur tätig, wollte ich etwas komplett Neues lernen. Architektur, Bauen, Energie und Nachhaltigkeit sind Themen, die mich schon lange beschäftigen. Deshalb habe ich in diesem Jahr meine zweite Firma, die SunnyLiving GmbH, gegründet und zwei CAS im Bereich Photovoltaik und Energie in der Gebäudeerneuerung absolviert.
Was hat dich dazu motiviert, dich für das CAS Energie in der Gebäudeerneuerung anzumelden?
Ich will GEAK Experte werden. Der Gebäude-Energieausweis GEAK ist ein strategisches Tool als Basis für die nachhaltige, langfristige Entwicklung und Werterhaltung einer Immobilie. Dass der GEAK eines der zentralen Themen im CAS Energie in der Gebäudeerneuerung ist, war für mich ausschlaggebend bei der Wahl des CAS. Gerade für mich als Quereinsteiger bot das CAS eine sehr effiziente Möglichkeit, mir bereichsübergreifend Know-how anzueignen und meine autodidaktisch erlernten Kenntnisse zu erweitern. Ebenso wertvoll ist das Netzwerk, das sich über den Austausch mit den Dozenten und den anderen Studierenden eröffnet. Beispielsweise konnte ich im Hinblick auf die GEAK-Zertifizierung einen unserer Dozenten als Mentor gewinnen.
Gab es im CAS ein Thema oder einen Aha-Moment, der deinen Blick auf deine Arbeit verändert hat?
Mit der Exkursion nach Basel startete das CAS gleich mit einem Aha-Moment: Die (Aus-)Führungen im Gundeldinger Feld sowie im Kultur- und Gewerbehaus ELYS durch Vordenker*innen und Macher*innen aus den Bereichen Baukultur, zirkuläres Bauen und Re-Use waren horizonterweiternd und inspirierend.
Der zweite Aha-Moment war der erste Studientag zum Thema Bauphysik: Ein Augenöffner, wie zentral die Bauphysik in jedem Aspekt des Bauens und der Sanierung ist. Insbesondere, was alles schief gehen kann und welche finanziellen Konsequenzen entstehen können, wenn Kompetenz und Erfahrung in diesem Bereich fehlen.
Wem würdest du das CAS Energie in der Gebäudeerneuerung empfehlen?
Allen, die mit dem Bau, Unterhalt, der Sanierung, Entwicklung und dem Verkauf von Immobilien zu tun haben.
Welche Erfahrung aus dem CAS oder deinem Beruf würdest du jemandem mitgeben, der sich für nachhaltige Gebäudeerneuerung interessiert?
Wichtig ist der ganzheitliche Blick auf ein Gebäude und dessen Entwicklungspotenzial - unter Einbezug der Wünsche der Eigentümerschaft. In diesem Bereich gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Gerade bei privaten Eigentümer*innen gibt es sehr viele Unsicherheiten, Fragen und Halbwissen.
Es besteht grosser Bedarf für kompetente, unabhängige und realistische (= nicht ideologische) Beratung und Unterstützung. Genau das biete ich mit meiner Firma SunnyLiving GmbH an. Mein Background in Kommunikation ist dazu sehr hilfreich. Ich kann technische Themen allgemeinverständlich übersetzen und Aufklärungsarbeit leisten. Womit sich der Kreis wieder schliesst und die ungewöhnliche Kombination von Kommunikation und nachhaltigem Bauen plötzlich sehr viel Sinn ergibt.
Wir danken Michael Schmid für das interessante Gespräch.
GEAK-Zertifizierung im CAS FHNW Energie in der Gebäudeerneuerung
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