Ermittlung der befestigten (versiegelten) Flächen als maximale, potenzielle, abflusswirksame Fläche.
Ziel:
Die Berechnung der Oberflächenabflüsse, sowie die Bilanzierung erfolgt unter Bezugnahme auf die an das Entwässerungssystem «angeschlossene befestigte Fläche». Infolgedessen wird der gesamte befestigte Anteil identifiziert, was die maximale potenzielle abflusswirksame Fläche darstellt.
Status quo:
- Inputdaten: GIS-Datenbank, Bauzonenpläne (Flächenkategorisierung aus GIS-Portal, Amtliche Vermessungsdaten Stadt Zürich, 2024)
- 38 Flächentypen mit Abflussbeiwert SN 592 000 und spezifischem BFG nach GEP
- Vorteil: Etabliert und direkt aus bestehenden Datenbanken
- Nachteil: Pauschale Zuordnung pro Flächentyp, keine Erkennung realer Oberflächen
Innovation:
- Inputdaten: IR-Luftbilder (RGB + Infrarot), Geoportal Kt. ZH, 5 cm Pixelgrösse
- Bilderkennungsverfahren (Deep Learning) zur Klassifikation befestigt/unbefestigt: Iterativer Workflow → Training (1) → Validation → Training (2) → Identifikation Unstimmigkeiten (wenn Δ > 20%) → Manuelle Prüfung
- Vorteil: Subparzellengenaue Erkennung, auch unter Laubbäumen (Winteraufnahmen), Erkennung zeitlicher Veränderungen
- Nachteil: Rechenaufwand, Modelltraining und Nachkontrolle erforderlich


Ergebnisse:
Die Karte ΔBFG (alt − neu) zeigt räumliche Abweichungen. Grün = Innovation, erkennt mehr Befestigung, Orange = weniger. Die Hauptabweichungen ergeben sich entlang von Verkhersachsen und bei Grossüberbauungen.

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