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Rundschreiben Zentrum Lesen

Ausgabe 33/2018

Digitaler Wandel ist – nicht zum ersten Mal, aber angesichts der zunehmend rasanteren Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, den (nicht mehr so) neuen Tablets, der zunehmenden Digitalisierung in vielen Lebensbereichen – ein zurzeit viel diskutiertes Thema.

Unsere Auseinandersetzung am Zentrum Lesen mit diesem Thema ist auf das digitale Lernen und Lehren mit dem Schwerpunkt auf das Sprachlernen fokussiert. Wir diskutieren dabei unter anderem folgende Fragen: Wie verändert sich das Lehren, wenn den Lehrpersonen aufgrund von digital erfassten Schülerlösungen neue Einblicke in die Lernwege möglich werden – und das über die ganze Schulzeit? Was gewinnen wir aus solchen Daten für neue Konzepte über Teilbereiche sprachlichen Lernens? Für welche Bereiche des Deutschunterrichts lässt sich digitales Lernen überhaupt sinnvoll nutzen? Für welche ist Papier und Stift, Face-to-Face-Kommunikation lernförderlicher? Wie kann das Potenzial digitaler Lernformen in traditionellen Lehrmitteln integriert werden bzw. wie verbinden sich traditionelle Lernformen und Unterrichtshilfen mit digitalen?

Einem Teil dieser Fragen geht der Hauptbeitrag von Susanne Grassmann und Linda Leutwiler nach: Sie stellen ihre Überlegungen und Konzepte bei der Entwicklung einer Sprachlern-App dar, welche sich an Asylsuchende in der ersten Phase des Deutscherwerbs richtet. Welche neuen Möglichkeiten bietet diese Form der Digitalisierung für Lernende, die kein Wort Deutsch können?

Leseförderung und Lesekompetenzen sind am Zentrum Lesen ein Dauerthema, das mit einer Person besonders verknüpft ist: Andrea Bertschi-Kaufmann, Mitbegründerin des Zentrums Lesen, lange Jahre auch Leiterin des Zentrums, gewährt uns Einblicke in ihre Gedanken zur Lese- und Literaturförderung.

Und wie immer finden Sie im Rundschreiben Rezensionen von lesenswerten Kinder- und Jugendbüchern von Maria Riss, der zweiten Mitbegründerin des Zentrums Lesen.

Afra Sturm zeigt in ihrem Beitrag auf, was flüssiges schriftliches Formulieren – auch mit Blick auf den Lehrplan 21 – umfasst. Der Beitrag basiert auf dem SNF-Forschungsprojekt Basch und andererseits auf dem Entwicklungsprojekt «Quims Schreiben», das sie in Kooperation mit der PHZH im Auftrag des Volksschulamts Zürich durchführt.

Danken möchten wir zum Schluss Franziska Weber: Sie arbeitet seit Anfang September am Zentrum Lesen, hat viele Aufgaben von Maria Riss übernommen – und mit dieser Nummer auch die Redaktion des Rundschreibens.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Hier finden Sie das Rundschreiben als PDF.

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