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28.1.2026 | Pädagogische Hochschule

Zwischen Bühne und Klassenzimmer

Der Musiker und Quereinsteiger Adrian Sieber – Frontmann der Basler Lovebugs, einer der erfolgreichsten Schweizer Popbands der 2000er – blickt zum 20-Jahre-Jubiläum der PH FHNW auf seinen Weg vom Jazzstudenten zum Primarlehrer zurück und spricht über Schockmomente, Lernkurven und das, was gute Schule morgen braucht.

Der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt

Als Adrian Sieber vor gut zehn Jahren in Liestal die Tür zur Pädagogischen Hochschule FHNW öffnet, beginnt für ihn ein zweites Berufsleben – ein bewusster Neuanfang. Zuvor hat er eine Hochbauzeichnerlehre absolviert, an der Jazzschule studiert und war danach fast zwanzig Jahre als freischaffender Musiker und erfolgreicher Sänger der Lovebugs bekannt und beliebt.

In den Nullerjahren führte die Band die Schweizer Albumcharts mehrmals an; Alben wie «Awaydays» (2001) und «Naked» (2005) erreichten Platz 1. 2025 haben die Lovebugs wieder eine erfolgreiche Tournee absolviert und mit dem Album «Heartbreak City» Platz 2 der Charts erreicht.

Heute ist Sieber vielen nicht nur als Musiker bekannt, sondern als Lehrperson mit ungewöhnlicher Biografie. «Mit der PH FHNW verbinde ich den bewussten Schritt in einen neuen Lebensabschnitt, das Öffnen neuer Horizonte und prägende Begegnungen mit inspirierenden Menschen», sagt er heute. Die Hochschule wird für ihn zum Ort, an dem aus Erfahrung Haltung wird.

«Adorno war wie eine Fremdsprache»

Der Rollenwechsel beginnt mit einem Schockmoment. Wissenschaftliche Fachtexte hatte Sieber bis zur ersten Vorlesung Erziehungswissenschaften kaum gelesen. «Als ich einen Text von Adorno zusammenfassen sollte, verstand ich zunächst kein Wort. Kurz dachte ich sogar daran, das Studium hinzuschmeissen.» Er bleibt – und lernt, die neue Sprache zunehmend zu schätzen.
Eine kleine, aber prägende Irritation aus den ersten Studientagen bleibt in Erinnerung: «Dass mich meine Mitstudierenden anfangs gesiezt haben, sitzt bis heute noch ein wenig in den Knochen», sagt er und lacht.

Praxis trifft Realität

Der Berufseinstieg gerät hart. «Ich startete als absoluter Grünschnabel. Das Gefälle zwischen Studium und Berufsalltag war für mich enorm – der Praxisschock entsprechend gross. Glücklicherweise kannte ich vergleichbare Situationen aus meinem früheren Berufsleben, und dieser Umstand entsprach auch meinem Charakter. «’Learning by doing’ war schon immer meine Devise.»

Es kann sein, dass der «Praxisschock» eine Erfahrung ist, durch die viele neue Lehrpersonen hindurchmüssen. Ich wünschte mir aber, es hätte das Partnerschuljahr schon zu meiner Studienzeit gegeben. In Kombination mit einer guten Begleitung durch die Schule kann ein ruppiger Einstieg wahrscheinlich besser abgefedert werden.

«Beziehung ist die Grundlage für jedes Lernen – und die Bereitschaft, Unsicherheiten auszuhalten.»
Adrian Sieber

Vom Frontmann zum Förderer: Adrian Sieber wechselte von der Bühne ins Klassenzimmer – und bringt heute beides zusammen. Foto: Tabea Hüberli

Beziehung, Analyse, Haltung

Aus dem Studium hat Adrian Sieber einiges mitgenommen, besonders aber die Selbstreflexion. «Ich habe gelernt, pädagogische Situationen nicht vorschnell zu bewerten, sondern zu analysieren, einzuordnen und verschiedene Perspektiven mitzudenken.» Hinzu kommt eine professionelle, wertschätzende Haltung – gegenüber den Schülerinnen und Schülern und ihrem jeweiligen Hintergrund.
Zentral ist für ihn die Einsicht, dass Beziehung die Grundlage für jedes Lernen ist. «Die Ausbildung hat mir geholfen, Unsicherheiten auszuhalten und Fragen offen zu lassen. Das ist im Schulalltag unverzichtbar.» 

Blick nach vorn

Was wünscht er der PH FHNW zum Jubiläum – und für die nächsten zwanzig Jahre? «Dass sie weiterhin engagierte, reflektierte und motivierte Lehrpersonen hervorbringt. Menschen, die fachlich stark sind, Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und den Mut haben, Schule aktiv mitzugestalten.»
Sieber formuliert es ohne Pathos, dafür mit Überzeugung: «Lehrpersonen sind eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft.» Wenn er auf seinen Weg zurückschaut, dann sieht er keine Gerade, sondern eine Linie mit Umwegen – und genau die macht für ihn heute den Unterschied: Zwischen Noten und Nuancen, zwischen Plan und Praxis, zwischen dem ersten Schreck bei Adorno und dem ruhigen Wissen, dass Lernen immer auch heisst, Neues zu erkunden und Unsicherheit auszuhalten.

20 Jahre Pädagogische Hochschule FHNW

In Porträts und Beiträgen erzählen Menschen, wie die PH FHNW sie geprägt hat und wie sie selbst zur Entwicklung der Hochschule beigetragen haben. Über das Jahr hinweg wächst auf der Jubiläumsseite eine Sammlung von Momenten, Stimmen und Perspektiven.

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