Skip to main content

WiSel II

Individuelle und kontextuelle Bedingungen der Berufsfindung

Ein Projekt des Zentrums Lernen und Sozialisation

In der Studie WiSel II untersuchen wir den Übergang in die Sekundarstufe II und die zuvor ablaufenden Berufsfindungsprozesse.

Jugendliche setzen sich im Verlauf der Sekundarstufe I zunehmend mit der anstehenden Berufswahl auseinander. Die Berufsfindung wird dabei nicht nur von den Jugendlichen selbst vollzogen, sondern erfolgt in Wechselwirkung mit den Bezugspersonen (Eltern, Lehrpersonen) und dem weiteren gesellschaftlichen Umfeld (Arbeitsmarktlage, regional ansässige Betriebe, Anforderungen der Lehrberufe, etc.).

Bei der Studie WiSel II handelt es sich um eine vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) geförderte Fortsetzungsstudie der Studie „Wirkungen der Selektion (WiSel)“, die sich mit dem Übergang Jugendlicher von der Primarstufe in die Sekundarstufe I beschäftigt hat. Dabei wurde eine quantitative Studie mit Fragebögen, Leistungstests und Interviews durchgeführt. Ziel von WiSel II ist es, den Bildungsverlauf der Jugendlichen von der Primarschule bis in die Sekundarstufe II zu untersuchen. Von Interesse ist nun der Übergang in die Sekundarstufe II, insbesondere der Übergang in die berufliche Grundbildung und die zuvor ablaufenden Berufsfindungsprozesse. In einem weiteren Schritt soll untersucht werden, inwiefern sich die Entscheidung für eine bestimmte Ausbildung am Ende des ersten Lehrjahres bewährt und welche Faktoren diese Bewährung beeinflussen.

Mit dem Vorhaben wird erstmals im Schweizer Bildungskontext längsschnittlich und ausgehend vom Ende der Primarstufe untersucht, wie Bildungs- und Berufsfindungsprozesse miteinander interagieren und wie sich die Ergebnisse dieser Prozesse nach dem Eintritt in die berufliche Grundbildung bewähren. Es ergeben sich für das Projekt folgende zwei Leitfragen:

  • In welchem Ausmass beeinflussen Personenmerkmale und kontextuelle Faktoren berufsfindungsbezogene Handlungen und deren Ergebnisse in der Sekundarstufe I sowie die Entscheidung für eine Ausbildung und einen Beruf in der Sekundarstufe II?
  • In welchem Ausmass beeinflussen Merkmale berufsfindungsrelevanter Handlungen, Merkmale von Bezugspersonen in Schule und Familie und die betriebliche Einführungspraxis nach Eintritt in die duale Berufsausbildung die Bewährung von Ausbildungsentscheidungen am Ende des ersten Jahres der beruflichen Grundbildung?

Forschungsdesign der Studie

Untenstehende Abbildung zeigt das Forschungsdesign der Studie WiSel II. Dieses baut erstens auf einer Längsschnittstichprobe aus dem Vorgängerprojekt WiSel I auf. Die Schülerinnen und Schüler, die an der Studie teilgenommen haben, sollen im Frühjahr 2016 ein weiteres Mal befragt werden, um so die Veränderung von der Primarschule bis zum Eintritt in die berufliche Grundbildung beschreiben zu können. Damit werden Aussagen dazu möglich, welche individuellen und kontextuellen Faktoren bereits in der Primarstufe für den späteren Übertritt in die Sekundarstufe II, insbesondere für die Berufsfindung, bedeutsam sind und welche nicht. Zweitens wurde diese Längsschnittstichprobe durch eine zufällig gezogene Stichprobe von Schülerinnen und Schülern des 9. Schuljahres ergänzt. Diese Schülergruppe wurde im 9. Schuljahr erstmalig befragt. Weiterhin wurden die Lehrpersonen der untersuchten Klassen am Ende des 9. Schuljahres angefragt, die tatsächlich realisierten Anschlusslösungen der befragten Jugendlichen mitzuteilen (Lehrernachbefragung), um die Angaben der Jugendlichen zu validieren.

Für beide Gruppen wurde im Frühjahr 2017, d.h. gegen Ende des ersten Lehrjahres, eine weitere Befragung durchgeführt. Damit kann analysiert werden, ob sich die Ausbildungsentscheidungen der Jugendlichen bewährt haben, und von welchen Faktoren eine erfolgreiche Bewährung abhängt.

Projekt-wiSel.jpg

Die Dokumentation zur Erhebung im Frühjahr 2016 ist unter diesem Link verfügbar. Die Erhebung im Frühjahr 2017 ist hier dokumentiert.

Projektleitung

Prof.
Prof. Dr. Markus Neuenschwander Leiter Zentrum Lernen und Sozialisation
Telefon : +41 32 628 66 84 (Direkt)

Projektteam

Prof. Dr. Stephan Schumann (Universität Konstanz)
Prof. Dr. Andreas Hirsch (Universität Bern)
Kooperationspartner: Prof. Dr. Benjamin Nagengast (Universität Tübingen)
MSc Jan Hofmann (PH FHNW)
MSc Andreas Jüttler (Universität Konstanz)
Hilfsassistierende

Diese Seite teilen: