Dieses Projekt fokussiert sich auf den Einsatz humanoider sozialer Roboter im Pflegesektor. Einem Bereich mit erheblichem Marktpotenzial aufgrund von Personalmangel und zunehmender Überlastung des Pflegepersonals.
Erfahrungsbericht
Technologien
- ROS
- Python
- C++
- AI
Ziele
Das Projekt verfolgt das Ziel einer ganzheitlichen Lösung für den Einsatz von Robotern in der Pflege. Dabei stehen erstens technische Herausforderungen im Fokus, darunter die Navigation und Personensuche in Innenräumen sowie die Sprachverarbeitung in Schweizerdeutsch. Zweitens werden soziale Herausforderungen adressiert, insbesondere die werteorientierte Gestaltung des Roboters, damit dieser in Hard- und Software zentrale Werte wie Sicherheit, Empathie und Vertrauen verkörpert, die sowohl für Pflegebedürftige als auch für Pflegepersonal von Bedeutung sind. Drittens umfasst das Projekt organisatorische Herausforderungen, etwa die Spezifikation kontextbezogener Prozesse, um den Roboter nachhaltig und sinnvoll in Pflegeinstitutionen zu integrieren.
Ausgangslage
Autonome Roboter, insbesondere humanoide soziale Roboter, gewinnen zunehmend an Bedeutung für unsere Gesellschaft. Obwohl bereits zahlreiche soziale Robotersysteme auf dem Markt verfügbar sind, werden sie bislang nur selten produktiv in Organisationen eingesetzt. Einerseits bestehen weiterhin technische Herausforderungen, beispielsweise im Bereich der autonomen Navigation. Andererseits fehlt häufig ein menschenzentriertes und werteorientiertes Design, das die Bedürfnisse und Werte der Nutzenden berücksichtigt und damit eine nachhaltige Integration sozialer Roboter in organisationale Prozesse erschwert.
In diesem Projekt soll ein sozialer Roboter entwickelt und eingesetzt werden, der das Pflegepersonal bei nicht-pflegerischen Tätigkeiten unterstützt und dadurch Freiräume für die eigentliche Pflege schafft. Gleichzeitig soll der Roboter zur Unterhaltung und Aktivierung der Pflegebedürftigen beitragen und so deren Lebensqualität erhöhen. Zu diesem Zweck wurde ein konkreter Anwendungsfall realisiert, der einen Mehrwert für unterschiedliche Nutzergruppen generiert.
Ergebnisse
Die Entwicklung sozialer Roboter, die keine pflegerischen Tätigkeiten übernehmen, sondern Such-, Begleit- und Informationsdienste ausführen, ist bereits weit fortgeschritten. Dennoch bestehen weiterhin zahlreiche technische Herausforderungen, die jeweils für sich genommen komplex sind und sich in ihrer Kombination zusätzlich verstärken.
Im Rahmen des Projekts konnten bereits erste erfolgversprechende Ansätze entwickelt werden. Dazu zählen insbesondere Lösungen für die Personensuche, die Personenwiedererkennung sowie eine möglichst natürliche und flüssige Kommunikation in Schweizerdeutsch. Diese Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau eines alltagstauglichen und sozial akzeptierten Robotersystems im Pflegekontext.
Projektdetails
- Forschungsfeld
- AI & Computer Vision
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Informatik FHNW / Institut für Interaktive Technologien
- Partner
- jinn-Bot
Regionales Pflegezentrum Baden - Förderung
- Innosuisse
- Laufzeit
- 2023-2026
- Leitung
- Theresa Schmiedel & Christoph Stamm
- Mitarbeit
- Daniel Kröni
Uwe Leimstoll
Simon Luder
Paul Sonnenschein
Christoph Stamm
Erich Studerus
Stephan Vonschallen
Andri Wild
Vivienne Zhong
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Prof. Dr. Christoph Stamm
- Telefon
- +41 56 202 78 32 (Direkt)
- christoph.stamm@fhnw.ch
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