Fortschrittliche Konzentratbehandlung für integrierte membranbasierte Wasserwiederverwendungssysteme
Im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Wasserknappheit wird erwartet, dass die Wiederverwendung von hochwertigem Wasser nach einer dichten Membranbehandlung zunehmend eingesetzt wird, um die zusätzlich benötigten Wasserressourcen bereitzustellen. Viele Länder habenbereits damit begonnen, in Doppelmembran-Aufbereitungsanlagen zu investieren. Allerdings schränken Umweltbedenken sowie die hohen Kosten für die Entsorgung des Membrankonzentrats die Anwendung der Wasserwiederverwendung ein, insbesondere in Binnengebieten.
Das Projekt zielt darauf ab, Konzepte für die integrierte Aufbereitung von Umkehrosmose- und Nanofiltrationsmembrankonzentraten mit minimalen Kosten und Umweltbelastungen zu untersuchen. Unter Anwendung des nachhaltigen Prinzips der Null-Flüssigkeits-Entladung kombiniert es Behandlungsmethoden zur Entfernung von organischen Stoffen und Spurenstoffen mit einem anschliessenden Entsalzungssystem. Die Entsalzung des Konzentrats soll auf einem energie- und foulingarmen Konzentrationsschritt basieren, beispielsweise ED oder FO. So kann die Salzkonzentration der Sole deutlich erhöht werden, um anschliessend die Salze auszufällen. Alternativ kann eine windunterstützte intensivierte Verdampfung als letzte Stufe für die Salzproduktion genutzt werden. Je nach Auslegung für RO- oder NF-Konzentrate unterscheidet sich die Systemkonfiguration aufgrund unterschiedlicher Ionenkompositionen.
Anstatt zusätzlichen Abfall zu produzieren, sollten die Salze recycelbar sein. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der optimalen Entfernung von Mikroverunreinigungen und Fouling-Stoffen, welche das Entsalzungssystem beeinträchtigen. Das Ziel besteht darin eine vollständige Rückführung des Konzentrats in den vorgelagerten Prozess, beispielsweise die Abwasserbehandlung oder -filtration, zu ermöglichen.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Forschungsfeld
- Umwelt- und Wassertechnologien
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Life Sciences FHNW / Institut für Ecopreneurship
- Förderung
- European Commission (FP7 Marie Curie International Outgoing Fellowship, Grant Agreement 272584)
- Laufzeit
- 2011 – 2014
Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Thomas Wintgens
- Telefon
- +41 61 228 55 31
- thomas.wintgens@fhnw.ch