Nahtfreier Ansatz für sofortige Wundstabilität, reduzierte Narbenbildung und Schmerzen sowie verbesserte klinische Effizienz
Der Zustand des Weichgewebes um Zähne oder Implantate spielt eine entscheidende Rolle für die Erhaltung der parodontalen und periimplantären Gesundheit. Herkömmliche chirurgische Techniken wie Schleimhaut- oder Bindegewebstransplantate führen häufig zu erheblichen Beschwerden, darunter Blutungen, Schwellungen und verlängerte Heilungszeiten. Derzeit gibt es keine optimale Lösung für die Behandlung von palatinalen Wunden, die sowohl den Bedürfnissen der Patienten als auch denen der Zahnärzte gerecht wird.
Das Laser-Gewebeschweissen, oder Laser Tissue Soldering (LTS) auf Englisch, ist ein innovativer, nahtfreier Ansatz, der sofortige Wundstabilität, geringere Narbenbildung und Schmerzen sowie eine verbesserte klinische Effizienz bietet. Diese Technik hängt jedoch von spezifischen physikalischen und biologischen Bedingungen ab – der Wärmeübertragung auf das Schweissmaterial, die zur Vernetzung von Schweissmaterial und Wirtsgewebe führt –, was ihre Umsetzung in der klinischen Praxis erschwert.
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines speziell für Zahnfleischoperationen konzipierten Gaumenpflasters, das mit dem Laser-Gewebeschweissen kompatibel ist.
Zu den wichtigsten Schritten gehören die:
- Entwicklung einer lötbaren und mechanisch robusten Matrix auf Basis etablierter Biomaterialien
- Entwurf und Einbindung geeigneter Nanopartikel zur Gewährleistung einer effizienten Wärmeübertragung
- Schaffung eines benutzerfreundlichen und zuverlässigen Temperaturregelsystems
- Anpassung des Produkts an die in Zahnarztpraxen üblicherweise verfügbaren Lasertypen
Wir haben erfolgreich mehrschichtige Polymermatrizen entwickelt, die wärmeleitende Verbindungen enthalten. Das innovative Pflaster würde im Rahmen von In-vivo-Versuchen bei Zahnfleischoperationen erfolgreich verlötet.
Bildergalerie

Das innovative Pflaster würde im Rahmen von In-vivo-Versuchen bei Zahnfleischoperationen erfolgreich verlötet.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Forschungsfeld
- Funktionale Materialien und Oberflächen, nanoLab
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Life Sciences FHNW, Hochschule für Technik und Umwelt FHNW / Institut für Medizintechnik und Medizininformatik, Institut für Pharmatechnologie und Biotechnologie, Institut für Chemie und Bioanalytik, Institut für Produkt- und Produktionsengineering
- Partner
- Thommen Medical AG
- Förderung
- Swiss Nanoscience Institute (SNI)
- Laufzeit
- 2025-2026
- Leitung
- Michael de Wild
- Team
- Stephanié Zeni
Lucy Kind
Lena Mungenast
Michael de Wild
Ronald Holtz
Franziska Koch
Oliver Germeshaus
Kontakt
Prof. Dr. Michael de Wild
- Telefon
- +41 61 228 56 49
- michael.dewild@fhnw.ch
Prof. Dr. Ronald Holtz
- Telefon
- +41 56 202 83 58 (Direkt)
- ronald.holtz@fhnw.ch


