Systemischer Ansatz für WASH in Einrichtungen der primären Gesundheitsversorgung und Schulen
2019 wurde geschätzt, dass über 45% der Einrichtungen der medizinischen Grundversorgung und 50% der Schulen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen keinen Zugang zu Handwaschanlagen, grundlegender Hygiene und Wasserversorgungssystemen haben (Joint Monitoring Programme Global Baseline Report).
Richtige und häufige Handhygiene ist eine der wichtigsten Massnahmen, um die Übertragung von Durchfallerkrankungen, Atemwegserkrankungen und neu auftretenden Infektionen zu verhindern. Im Kontext komplexer Krisen spielt die primäre Gesundheitsversorgung eine entscheidende Rolle bei der Prävention und dem Management von schwerwiegenden übertragbaren Krankheiten, wie die COVID-19-Pandemie hat gezeigt. In Zeiten von Krankheitsausbrüchen sind Mitarbeitende des Gesundheitswesens, Pflegepersonal und Patient:innen in Einrichtungen der primären Gesundheitsversorgung sowie Kinder und Lehrpersonen in Schulen besonders anfällig für die Übertragung von Krankheiten. Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene (WASH) sind von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung eines hygienischen Umfelds und die Verhinderung von Krankheitsübertragungen sowohl in Gesundheitseinrichtungen als auch in Schulen.
Projektüberblick
Hands4health zielt auf die Entwicklung eines umfassenden Konzepts für Handhygiene, Wasserqualität und sanitäre Anlagen in Einrichtungen der medizinischen Grundversorgung und in Schulen, die nicht an ein funktionierendes Wasserversorgungssystem angeschlossen sind.
Die elf Mitglieder streben an, neue und bestehende kostengünstige und ressourceneffiziente WASH-Massnahmen aus den Bereichen Ingenieurwesen, Verhaltens- und Gesundheitspsychologie, Gender und Inklusion, Design, Gesundheit, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Wissensmanagement in einen praktischen, benutzerfreundlichen Ansatz zu integrieren.
Dieser Ansatz wird alle Phasen der Umsetzung abdecken, von der Bewertung der Ausgangssituation bis hin zu neuartigen kostengünstigen Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, zur Verhaltensänderung und zum Facility Management. Er wird auch Datenmanagement und -überwachung umfassen, um eine strenge Bewertung der Auswirkungen auf Gesundheitsdeterminanten und -ergebnisse zu ermöglichen.
Die Projektarbeit wird in der Schweiz (Laborforschung) und in Burkina Faso, Mali, Nigeria und Palästina (Feldentwicklung) durchgeführt. Die Hochschule für Life Sciences FHNW koordiniert das Projekt hands4health und führt Laborexperimente für verschiedene Technologien von Handwaschvorrichtungen durch. Das Projekt umfasst 80 Gesundheitseinrichtungen und Schulen und richtet sich an 97.000 Begünstigte. Die Projektaktivitäten sind in acht Arbeitspakete gegliedert.
Story

Ein systemischer Ansatz für sicheres Wasser
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Forschungsfeld
- Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH)
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Life Sciences FHNW / Institut für Ecopreneurship
- Förderung
- Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)
- Laufzeit
- 2021-2025
Partner

Kontakt

Dr. Maryna Peter
- Telefon
- +41 61 228 57 92
- maryna.peter@fhnw.ch