Vertiefen Sie Ihr Fachwissen und gestalten Sie Prozesse sicher, effizient und nachhaltig. Lernen Sie anhand realer Beispiele, wichtige Kenngrössen zu berechnen, um Anlagen sicher und nachhaltig planen zu können.
Steckbrief
- Abschluss
- Certificate of Advanced Studies FHNW Verfahrenstechnik
- ECTS-Punkte
- 10
- Nächster Start
- Einstieg laufend möglich
- Durchführungsort(e)
- Muttenz, Rapperswil und Horw
- Preis
- je nach Modul plus CHF 4 600 für die CAS-Arbeit
Auf einen Blick
- Fokus auf Sicherheit, Nachhaltigkeit und modulare Anlagenplanung.
- Lernen Sie aktuelle Konzepte wie Carbon Capture anhand realer Praxisbeispiele kennen.
- Thermodynamische und weitere Rechnungen im Bereich Prozesssicherheit verstehen und durchführen.
- Erweitern Sie Ihre Kompetenzen und Ihr berufliches Netzwerk mit Dozierenden aus der Industrie und angewandter Forschung.
Ziele und Nutzen
Lernen Sie in dieser Weiterbildung, Prozesse fundiert zu analysieren, sicher zu gestalten und nachhaltig weiterzuentwickeln. Dabei kombinieren Sie theoretische Grundlagen mit konkreten Anwendungen – und vertiefen Ihr Wissen in den drei Schwerpunkten: Sicherheit, Nachhaltigkeit und Planung flexibler modularer Anlagen.
Nach Abschluss des CAS-Programms können Sie:
- Thermodynamische Berechnungen durchführen und komplexe Modelle (z.B. Aktivitätsmodelle) verstehen,
- die wichtigsten Rechnungen und Messungen im Bereich Prozesssicherheit (Kritikalität, Explosionsdruck, Sicherheitsventil) verstehen,
- Safety Integrity Levels im Rahmen einer Risikoanalyse definieren,
- Scale-Down Experimente für Reaktionsversuche im Laborreaktor designen,
- Nachhaltigkeitskonzepte wie Carbon Capture Storage und Utilisation, Wasserstoff oder Pinch-Analyse usw. auf Ihre Prozesse übertragen,
- Modulare, flexible Prozessanlagen planen und in einem Leitsystem integrieren.
Sie schliessen die Weiterbildung mit einer individuellen Projektarbeit zu einem der drei Schwerpunkte (Sicherheit, Nachhaltigkeit oder Planung modular flexibler Anlagen) ab.
Zielpublikum
Die Weiterbildung richtet sich an Verfahrenstechniker*innen, Chemieingenieur*innen, Entwicklungs- und Betriebschemiker*innen sowie erfahrene Labor- bzw. Betriebsmitarbeiter*innen aus der Prozessindustrie.
Aufbau und Inhalte
In Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft der Verfahrens- und Chemieingenieur/Innen SGVC bieten wir ein schweizweit einzigartiges CAS-Programm an. Die Weiterbildung wird an drei renommierten Fachhochschulen durchgeführt: der FHNW in Muttenz, der OST in Rapperswil und der HSLU in Horw.
Damit ist garantiert, dass die neuesten Erkenntnisse der angewandten Forschung im Bereich Verfahrenstechnik in das Programm einfliessen. Die Schwerpunkte liegen dabei u.a. auf den Themen Sicherheit und Nachhaltigkeit sowie der Planung flexibler modularer Anlagen.
Diese berufsbegleitende Weiterbildung ist modular aufgebaut. Von zehn Modulen wählen Sie sieben Module aus (Modul 3 ist obligatorisch). Die Module finden im Zweijahresrhythmus statt und dauern in der Regel zwei Tage.
Eine Übersicht zu den Daten, den Durchführungsstandorten sowie den Preisen finden Sie in der Modulübersicht (PDF).
Die Anmeldung zu den Modulen erfolgt direkt über das Sekretariat der SGVC: mlr.office@intergga.ch
Sobald Sie sieben Module besucht haben und die Zulassungskriterien erfüllen, können Sie sich über die Webseite für das Ablegen der Leistungsnachweise für die Module sowie die CAS-Abschlussarbeit anmelden.
Eine nachträgliche Anrechnung bereits absolvierter Module ist in Absprache mit der Programmleitung möglich. Das gesamte CAS (7 Module und Abschlussarbeit) muss innerhalb von vier Jahren abgeschlossen werden.
Modul 1: Reaktionstechnik, Prozesssicherheit, Elektrostatik (Muttenz)
Sie lernen, wie chemische Reaktionen sicher durchgeführt und verfahrenstechnisch umgesetzt werden – inklusive Grundlagen der Elektrostatik und Sicherheitsbetrachtungen.
Modul 2: Grundlagen Verfahrenstechnik und Stofftrennung (Horw)
Sie vertiefen sich in zentrale Grundoperationen wie Mischen, Rühren, Destillation oder Extraktion und lernen Verfahren zur Stofftrennung praxisnah kennen.
Modul 3 (obligatorisch): Physikalisch-chemische Grundlagen und Methoden (Muttenz)
Sie erwerben die nötigen physikalisch-chemischen Kenntnisse, um thermodynamische, sicherheitsrelevante und nachhaltigkeitsbezogene Fragestellungen fundiert zu bearbeiten.
Modul 4: Nachhaltigkeit (Rapperswil)
Sie analysieren aktuelle Technologien zur Steigerung der Nachhaltigkeit wie Life Cycle Assessment, Wasserstoffnutzung oder CO₂-Reduktionsstrategien.
Modul 5: Sicherheitsventil und Safety Integrity Levels (SIL) (Muttenz)
Sie lernen sicherheitsrelevante Berechnungen durchzuführen und verstehen, wie Safety Integrity Levels im Rahmen einer Risikoanalyse definiert werden.
Modul 6: Energieeffizienz (Horw)
Sie erhalten einen Überblick über Konzepte zur energetischen Optimierung von Prozessen, z. B. durch Pinch-Analyse, Wärmepumpen oder Brüdenkompression.
Modul 7: Regelung verfahrenstechnischer Prozesse (Muttenz)
Sie verstehen, wie Prozessanlagen geregelt und rezeptiert werden und wie diese Abläufe in moderne Leitsysteme integriert werden.
Modul 8: Carbon Capture Storage & Utilisation (Rapperswil)
Sie lernen Verfahren zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO₂ kennen – mit Fokus auf industrielle Anwendungen.
Modul 9: Projektmanagement & Basic Design (Pratteln)
Sie erhalten praxisrelevantes Know-how für die Planung und Abwicklung verfahrenstechnischer Projekte – von der Idee bis zum Basic Design.
Modul 10: Sicherheitsaspekte bei der Anlagenplanung (Muttenz)
Sie setzen sich mit sicherheitsrelevanten Fragestellungen bei der Planung von Prozessanlagen auseinander – von der Gefahrenanalyse bis zur Umsetzung.
Voraussetzungen und Zulassung
Mindestens eine der folgenden Zulassungsbedingungen ist erfüllt:
- Hochschulabschluss (mindestens Bachelordiplom) und einschlägige Berufspraxis.
- Diplom HF (Höhere Fachschule CH), eidgenössisches Diplom oder eidgenössischer Fachausweis und mindestens drei Jahre einschlägige Berufspraxis in einem dem Weiterbildungsprogramm fachlich entsprechenden oder verwandten Fachgebiet.
- Folgende Voraussetzungen sind kumulativ erfüllt:
- Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in einem dem Weiterbildungsprogramm fachlich entsprechenden oder verwandten Fachgebiet.
- Verschiedene Weiterbildungen (unternehmensinterne oder CAS/MAS/DAS) erfolgreich absolviert oder einen tertiären Bildungsgrad bei fortgeschrittener Teilnahme bzw. Teilleistung (> 50%) abgebrochen.
Da der Unterricht und die Lehrmaterialien in deutscher Sprache sind, werden Deutschkenntnisse (mindestens Niveau C1) vorausgesetzt.
Organisatorisches
Unterrichtsform
In Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft der Verfahrens- und Chemieingenieur/Innen SGVC bieten wir ein schweizweit einzigartiges CAS-Programm an. Die Weiterbildung wird an drei renommierten Fachhochschulen durchgeführt: der FHNW in Muttenz, der OST in Rapperswil und der HSLU in Horw.
Damit ist garantiert, dass die neuesten Erkenntnisse der angewandten Forschung im Bereich Verfahrenstechnik in das Programm einfliessen. Die Schwerpunkte liegen dabei u.a. auf den Themen Sicherheit und Nachhaltigkeit sowie der Planung flexibler modularer Anlagen.
Die Module finden jeweils donnerstags und freitags im Zweijahresrhythmus in Präsenz an einer der genannten Hochschulen statt.
Die CAS-Abschlussarbeit kann individuell nach erfolgreichem Ablegen der Leistungsnachweise von sieben Modulen gestartet werden.
Kooperationspartner
Die Weiterbildung wird in Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft der Verfahrens- und ChemieingenieurInnen SGVC durchgeführt.

Preis
Die Preise für die einzelnen Module finden Sie in der Übersicht der SGVC
Übersichtsfyler CAS Verfahrenstechnik
Downloads
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt

Prof. Dr. Andreas Zogg
- Telefon
- +41 61 228 58 25
- andreas.zogg@fhnw.ch
Anmeldung
CAS Verfahrenstechnik
- Datum
- Einstieg laufend möglich
- Ort
- Muttenz und von PTS Training Service ausgeschriebene Orte
- Kursleitung
- Prof. Dr. Andreas Zogg

