Sie begleiten Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren mit der (Verdachts-)Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und möchten Ihre beruflichen Kompetenzen vertiefen. Ihr Tätigkeitsfeld liegt in der Heilpädagogik, der Klassenführung, der Sozialpädagogik oder in therapeutischen Fachgebieten.
Steckbrief
- Abschluss
- Certificate of Advanced Studies (CAS)
- ECTS-Punkte
- 10
- Nächster Start
- 18.3.2027
- Dauer
- 14,5 Präsenztage von März 2027 bis März 2028
- Durchführungsort
- Brugg-Windisch, GSR Autismuszentrum in Aesch und Online
- Preis
- CHF 7 500
- Format
- CAS
- Zielpublikum
- Logopäd*innen, Lehrpersonen Zyklus 1, Sonderpädagogische Fachpersonen, Fachpersonen heilpäd. Früherziehung, Wiedereinsteigende, Schulsozialarbeitende, Schulische Heilpädagog*innen
- Finanzierung
- SO, BS, AG
Auf einen Blick
- Potenziale aufzeigend: Stärkt die Zusammenarbeit mit Eltern als Schlüssel zur erfolgreichen Förderung von Kindern mit ASS.
- Praxistransfer im Zentrum: Verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Anwendungen durch Fallstudien, Hospitationen und die Zusammenarbeit mit dem GSR. Autismuszentrum (BL).
- Gute Vereinbarkeit: Der CAS kombiniert Präsenzveranstaltungen mit begleitetem Selbststudium für eine optimale Vereinbarkeit mit dem Berufsalltag.
Ziele und Nutzen
In diesem CAS werden Sie aufgefordert, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und am Beispiel von ASS verschiedene Sichtweisen, insbesondere die der zugehörigen Familie und des Umfelds, zu fokussieren. Die Zusammenarbeit mit den Eltern steht dabei im Fokus und gilt uns als wichtiger Qualitätsfaktor von Unterstützungs- und Fördermassnahmen. Sie lernen die Grundlagen der Autismus-Spektrum-Störung kennen und erfahren, inwiefern die Bildungspartnerschaft mit den Eltern eine zentrale Komponente für die zielorientierte Förderung von Kindern ist. Mit ausgewiesenen Fachpersonen setzen Sie sich mit Prozessen des Dialogs mit den Eltern auseinander und begegnen Möglichkeiten entwicklungsbezogener Förderung. Ein weiterer Fokus wird auf die kommunikativen Kompetenzen der einzelnen Personen im System gesetzt. Die Thematik der interprofessionellen Zusammenarbeit im Rahmen der Förderdiagnostik und Lernbegleitung im schulischen Setting rundet die Weiterbildungsimpulse ab.
Aufbau und Inhalte
Modul 1: ASS und Familie
Sie setzen sich mit ASS und dessen Bedeutung für die Familie auseinander. Dabei erwerben Sie Grundlagenwissen zu ASS, insbesondere zu Kernsymptomen, Komorbiditäten und diagnostischen Verfahren. Zudem wird aufgezeigt, wie grundlegendes Wissen über ASS an Familien vermittelt werden kann.
Modul 2: Familie und ASS
Sie befassen sich mit der Begleitung der Familie vom ersten Verdacht zur Diagnosestellung sowie mit den Unterstützungsmöglichkeiten bei der Verarbeitung der Diagnose.Es werden mögliche Auswirkungen einer ASS auf den Familienalltag und die speziellen Ressourcen und Belastungen der Familien thematisiert. Einen Fokus bildet die Analyse und Vermittlung geeigneter Unterstützungssysteme für die Familien.
Modul 3: ASS und entwicklungsbezogene Förderung im Kindesalter
Sie setzen sich mit der entwicklungsbezogenen Förderung von Kindern mit ASS auseinander. Dabei gilt es, autismusspezifische Besonderheiten in der Entwicklung und im Lernen zu erkennen sowie das Umfeld zu betrachten. Es werden verschiedene Modelle der Therapie und Förderung einschliesslich der Förderplanung vorgestellt. Im Hinblick auf die Aktualität der Ansätze orientieren wir uns an den interdisziplinären AWMF/S3-Leitlinien..
Modul 4: Multimodal angepasste Kommunikation
Sie vertiefen sich in die kommunikativen Kompetenzen der einzelnen Personen im Familiensystem wie im System der Schule. Interaktionen zwischen den Beteiligten stehen im Vordergrund. Die multimodale Kommunikation in der Familie, zwischen Eltern und Fachpersonen, sowie zwischen den Kindern und Fachpersonen wird analysiert und notwendige Anpassungsmöglichkeiten dazu erarbeitet. Ebenfalls thematisiert wird das Sprechen über ASS in verschiedenen Kontexten, mit verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen Adressat*innen.
Modul 5: Multiprofessionelle Zusammenarbeit in und mit der Schule
Sie setzen sich mit der interprofessionellen Zusammenarbeit im Rahmen der Förderdiagnostik und Lernbegleitung im schulischen Setting sowie im Frühbereich auseinander. Basierend auf dem Modell ICF schulen Sie Ihren Blick für die facettenreiche Förderdiagnostik, die Erweiterung des methodischen Repertoires sowie die gegenseitige Unterstützung und Entlastung als wichtige Komponenten einer erfolgreichen Zusammenarbeit.
Modul 6: Individuelle Vertiefung
Dozierende
- Dr. phil. Claudia Ermert Kaufmann, Dozentin für berufspraktische Studien und Professionalisierung, PH FHNW
- Priska Gabrielli, Ergotherapeutin und Teamleiterin, GSR. Autismuszentrum
- Franziska Mayr, Leiterin Ressort Vielfalt, Sonderpädagogik, Begabungsförderung, PH FHNW
- Katrin Siegwolf, Heilpädagogische Früherzieherin, ptz Baselland, Stiftung pädagogisch-therapeutisches Zentrum
- Claudia Surdmann, Dozentin, HfH
- Dr. med. Bettina Tillmann, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin (FMH), Leiterin Autismuszentrum, GSR. Autismuszentrum
- Victoria Deuel, Ergotherapeutin, GSR. Autismuszentrum
- Sarah Wabnitz, Dozentin, PH FHNW
- Elwira Wolgensinger, Leiterin Beratungsstelle und Kurswesen, Beratungsstelle Stiftung Kind und Autismus, Urdorf
Voraussetzungen und Zulassung
Zielpublikum
- Fachpersonen heilpäd. Früherziehung
- Lehrpersonen Zyklus 1
- Logopäd*innen
- Schulische Heilpädagog*innen
- Schulsozialarbeitende
- Sonderpädagogische Fachpersonen
- Wiedereinsteigende
Anmeldung auch für weitere therapeutische Fachpersonen mit Hochschulabschluss möglich.
Aufnahmekriterien
Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an Lehrpersonen mit einem Abschluss auf Bachelor-Niveau oder einem altrechtlichen Lehrdiplom sowie an pädagogisch/therapeutische Fachpersonen mit einem akademischen Abschluss einer anerkannten Hochschule. Eine einschlägige fachbezogene Berufspraxis von mindestens zwei Jahren nach Abschluss des Studiums sind Voraussetzung.
Über die Zulassung mit äquivalenten Diplomen oder Bachelor-Abschlüssen entscheidet die Programmleitung im Einzelfall.
Für das Programm gilt zudem das folgende Aufnahmekriterium:
Sie haben eine Anstellung in der Regel- oder Sonderschule, in der Früherziehung oder in einem anderen für Betroffene relevanten Bereich, damit Sie die Anregungen der Weiterbildung in der Praxis umsetzen können.
Das Aufnahmeverfahren erfolgt gemäss Programmreglement zum «CAS Autismus-Spektrum-Störung im Frühbereich – Fokus Familie und Förderung» der Pädagogischen Hochschule FHNW.
Organisatorisches
Gebühren
CHF 7 500
Kantonale Finanzierungen
Kanton AG: durch Kanton finanziert
Volksschule im Kanton Aargau
Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert.
Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über kommunale Gelder ist die Schulleitung bzw. der Gemeinderat der jeweiligen Schule zuständig.
Mittelschule und Berufsfachschule im Kanton Aargau
Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert.
Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über die Schule ist die Schulleitung zuständig.
Kanton SO: CHF 3 750 sind durch die Teilnehmenden zu bezahlen
Volksschule im Kanton Solothurn
Für Lehrpersonen, Schulleitungen und pädagogische Fachpersonen mit einer Anstellung an der Volksschule im Kanton Solothurn beteiligt sich der Kanton an den Gebühren. Die Teilnehmenden tragen den verbleibenden Kostenanteil.
Kanton BS: bedingt durch Kanton finanziert
Volksschule im Kanton Basel Stadt
Weiterbildungsangebote für Lehr- und Fachpersonen sowie Schul- und Tagesstrukturleitungen der Primarstufe der Stadt Basel und der Sekundarschulen des Kantons Basel-Stadt können auf Antrag ganz oder teilweise durch die Volksschulleitung Basel-Stadt finanziert werden. Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen für die Anmeldung und Finanzierung finden Sie in der aktuell gültigen Weisung betreffend Finanzierung von Erweiterungsstudiengängen, Zusatzqualifikationen, Nachqualifikationen und Masterstudiengängen der Volksschulen Basel-Stadt: www.bs.ch/ed/hochschulen/pzbs/pzbs-weiterbildung#nach-und-zusatzqualifikationen.
Die Finanzierung persönlicher Weiterbildung von Mitarbeitenden der Gemeindeschulen Bettingen und Riehen wird von den Gemeinden separat geregelt.
Aufwand und Abschluss
Arbeitsformen | Arbeitsaufwand
Arbeitsformen
Präsenzveranstaltungen: Referate, Gruppenarbeiten, Präsentationen aus der Praxis und Reflexion.
Selbststudium: Lektüre und Aufträge, Arbeit in Lerngruppen, Erkundungen und praktische Umsetzungen im Arbeitsumfeld, Hospitation.
Arbeitsaufwand
Total 300 Stunden (10 ECTS-Punkte):
- 120 Stunden Präsenzveranstaltungen
- 180 Stunden im begleiteten und individuellen Selbststudium (inkl. Leistungsnachweise und Zertifikatsarbeit)
Leistungsnachweise | Abschluss
Leistungsnachweise
Leistungsnachweis 1: Dieser Leistungsnachweis besteht in einer Festigung der Grundkenntnisse zum Thema ASS sowie der Bedeutung des ASS im Hinblick auf das Familiensystem (Diagnosestellung, Ressourcen und Bedürfnisse der Familie, individuelle Herausforderungen) und kantonaler Unterstützungsmöglichkeiten für die Familie.
Leistungsnachweis 2: Dieser Leistungsnachweis wird im Zusammenhang mit der förderorientierten Umsetzung im Feld erstellt. Innerhalb der Leistungsnachweise und der Qualifikationsarbeit holen die Teilnehmenden Peerückmeldungen zur Praxis ein. Diese dienen der Praxisvertiefung sowie der Generierung von Fragestellungen für die wissenschaftliche Qualifikationsarbeit.
Abschluss
Certificate of Advanced Studies «Autismus-Spektrum-Störung im Frühbereich – Fokus Familie und Förderung» der Pädagogischen Hochschule FHNW, 10 ECTS-Punkte.
Dokumente
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt
Jasmin Kälin
- Telefon
- +41 56 202 86 53
- programme.iwb.ph@fhnw.ch
Dr. Claudia Ermert Kaufmann
- Telefon
- +41 61 228 51 61
- claudia.ermert@fhnw.ch
Franziska Mayr
- Telefon
- +41 56 202 88 76 (Direkt)
- franziska.mayr@fhnw.ch
Info-Anlässe
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Anmeldung
CAS Autismus-Spektrum-Störung im Frühbereich – Fokus Familie und FörderungStart März 2027
- Datum
- 18.3.2027–17.3.2028
- Dauer
- 14,5 Präsenztage von März 2027 bis März 2028
- Unterrichtstage
- Donnerstag, Freitag, Samstag
- Ort
- Brugg-Windisch, GSR Autismuszentrum in Aesch und Online
- Anmeldeschluss
- 2.3.2027



