Der Schlussbericht des «Bottom-up Ansatzes» im Rahmen der Netto-Null Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich, beauftragt vom Bundesamt für Energie BFE, vom 23. April 2024 bestätigt, dass mit dem Erhalt von Gebäuden und einer Sanierung, fast 40% der Emissionen im Vergleich zu einem identischen Ersatzneubau eingespart werden kann. Die Studie empfiehlt zudem, vor dem Entscheid einen Ersatzneubau zu erstellen, mögliche Alternativen wie z.B. Sanierungsszenarien zu untersuchen und zu bewerten. Die Anwendung der Methode der Ökobilanzierung kann in diesem Fall den Entscheidungsfindungsprozess unterstützen.
Projektdetails
- Forschungsfeld
- Ressourceneffizienz und zirkuläres Bauen, Nachhaltig planen, bauen und betreiben und Ökobilanzierung im Baubereich
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW / Institut Nachhaltigkeit u.Energie am Bau

Es gibt in frühen Planungsphasen wie Machbarkeitsstudien oder Wettbewerbsverfahren genügend Ansätze, die zeigen, dass Liegenschaften auch mit einem (Teil-) Erhalt des Bestandes weiterentwickelt und verdichtet werden können. In letzter Konsequenz setzt sich in den meisten Fällen dann aber doch eine Variante des Ersatzneubaus durch. Genauso häufig zeigt sich, dass die Erkenntnis, wie man das Thema Bestandserhalt überhaupt angehen kann oder sollte, in der Projektentwicklung gar nicht vorhanden ist.
Dieses Projekt (VadeBe) zielt darauf ab, anhand von verschiedenen konkreten Fallbeispielen Lösungsmöglichkeiten für den Bestandserhalt systematisch zu analysieren, einschliesslich baurechtlicher, technischer und finanzieller Aspekte. Das Ziel des Projektes ist die Bereitstellung einer Sammlung von unterschiedlichen Beispielen (Vademecum), um Verdichtungsmöglichkeiten ohne Ersatzneubau aufzuzeigen. Das Vademecum ermöglicht Entwickler*innen, angemessene Entscheidungen zu treffen und Behörden, mögliche Anpassung der Bewilligungspraxis anzugehen.

Eckdaten des Projekts
Zukunftsfeld | Zero Emission |
Finanzierung | Bundesamt für Energie BFE Immobilien Kt. Basel-Stadt Amt für Hochbauten der Stadt Zürich div. Private Investoren |
Projektvolumen | Anteil INEB CHF 65'000.00 Total ca. CHF 190'000.00 |
Projektpartner*innen | Durable Planung und Beratung AG, Wüest Partner AG |
Förderorganisation | Bundesamt für Energie BFE |
Projektleitung | |
Projektmitarbeitende | |
Laufzeit | 2024 - 2026 |
Kontakt

Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau
Hofackerstrasse 30
4132 Muttenz