EUT-Studierende entwickeln gamifizierten Stadtrundgang zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Im Bachelor Energie- und Umwelttechnik entwickelten Studierende einen digital begleiteten, gamifizierten Stadtrundgang durch Basel. An realen Projekten wird nachhaltige Stadtentwicklung erlebbar – und sichtbar, wie technische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte im Studium verknüpft werden.
Praxisprojekt: Interaktive Web-Anwendung als gamifizierten Stadtrundgang
Wie wird nachhaltige Stadtentwicklung konkret umgesetzt? Und woran erkennt man, ob ein Projekt tatsächlich ökologisch, energetisch und langfristig tragfähig ist?
Im Praxisprojekt des 2. Semesters (2025) im Bachelorstudiengang Energie- und Umwelttechnik (EUT) in der Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte haben die Studierenden Benjamin Austin, Danilo Greco, Samuel Bongartz, Livio Vigorito eine interaktive Web-Anwendung entwickelt, die als gamifizierte Stadtroute konzipiert ist. Ziel war es, nachhaltige Stadtentwicklung nicht nur theoretisch zu analysieren, sondern reale Projekte systematisch zu untersuchen, einzuordnen und digital erfahrbar zu machen.
«Ich dachte immer, moderne Nachhaltigkeit hängt automatisch mit neuen Technologien zusammen. Aber bei unserem Rundgang wurde mir klar: Es geht auch um einfache Ideen, gezielte Umnutzungen oder traditionelle Baustoffe. Dabei ist es oft gar nicht leicht zu erkennen, was wirklich nachhaltig ist. Das Wissen aus dem Studium hat mir geholfen, das besser einzuordnen.»
Die Stationen des Stadtrundgangs wurden nach klaren Kriterien der Bauprojekte ausgewählt: realisiert, öffentlich zugänglich und technisch wie gesellschaftlich relevant. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie im EUT-Studium technische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte zusammengeführt werden – und wie Wissen aus Bauphysik, Energieversorgung und Systemdenken im realen Kontext angewendet wird.
Hier geht es zur interaktiven Webanwendung für den Stadtrundgang zur nachhaltigen Stadtentwicklung:
Didakrulo App
Basel im Wandel: Welche Erlebnisse bietet der Stadtrundgang?
Der rund zweieinhalbstündige Spaziergang führet von den Meriangärten über das Dreispitz-Areal bis nach Grossbasel. Die Route verbindet historische Entwicklung mit aktuellen Transformationsprozessen im Basler Stadtraum. Ausgewählt wurden Projekte, die exemplarisch für ressourcenschonendes Bauen, Bestandsumnutzung und integrierte Energiekonzepte stehen.
Dazu gehören das Lehmhaus in den Meriangärten mit lokalem Stampflehm als kreislauffähigem Baustoff, das Gundeldingerfeld als Beispiel für die Umnutzung bestehender Industrieareale mit Photovoltaik und Second-Life-Batterien sowie der Grosspeter Tower mit vollflächiger Solarfassade und Erdsondenfeld.
Die digitale Umsetzung ergänzt den physischen Rundgang: Nutzende können die Route vor Ort ablaufen und sich über interaktive Elemente wie Quizformate oder Aufgaben vertieft mit den Projekten auseinandersetzen. Der Stadtraum wird damit zum Lernraum. Selbstverständlich funktioniert die interaktive Webanwendung auch «Online» und kann von überall aus ausprobiert werden.
Einladung zum Praxistag Nachhaltige Gebäude und Städte: 9. April 2026
Wer den Bachelorstudiengang Energie- und Umwelttechnik kennenlernen und ausprobieren möchte, erhält am Praxistag Nachhaltige Gebäude und Städte am 9. April 2026 am FHNW Campus Muttenz einen unmittelbaren Einblick in die Lehre und Projekte. Ein Austausch mit Studierenden bietet die Möglichkeit, Fragen zum Studium und der Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte zu stellen.
Hier gehts zur Anmeldung.
Der Originalartikel erschien unter dem Titel «Basel im Wandel: Wo nachhaltige Stadtentwicklung erlebbar wird» im EUT-Blog.
Factsheets zu den Stationen des Rundganges: https://drive.google.com/drive/folders/1vuS5ZNOQhxOSoErMUK2o5a-EQW2ZmycM?usp=sharing
Bundesamt für Energie. (2023b, 1. Juni). Gebäudepark 2050 – Vision des BFE. Abgerufen von: https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/8985
Dieses Projekt wurde im Rahmen der Projektschiene der FHNW Hochschule für Umwelt und Technik im Studiengang Energie- und Umwelttechnik von Studierenden im 2. Semester umgesetzt.



