Skip to main content

SI SchulUmbau

Strategische Initiative SchulUmbau – Die Transformation schulischer Lebenswelten und Kulturen

Projekthintergrund

Am 1. September hat das Projektteam der Strategischen Initiative SchulUmbau seine Arbeit aufgenommen. Es wird gebildet aus den drei Hochschulen PH, HABG und APS.

Ansatzpunkt des Forschungsprojektes ist die Ratifizierung des HarmoS-Konkordats in den Kantonen des Bildungsraums Nordwestschweiz. Durch das neue Obligatorium des Kindergartens und die Verlängerung der Primarschule auf insgesamt acht Jahre wird eine Reorganisation der schulischen Eingangsstufe für die Kantone der Nordwestschweiz in den nächsten Jahren Realität.

Ausgehend von den durch den sozialen Wandel generell und durch das HarmoS-Konkordat im Besonderen ausgelösten Veränderungen schulischer Strukturen und Lebenswelten fragt das Forschungsprojekt nach den neuen Anforderungen an schulische Lernumwelten und deren Architekturen. Besonders in den Blick nehmen wir die schulische Eingangsstufe, für die wir eine starke These aufstellen. Wir gehen davon aus, dass sich ein neuer Schultypus abzeichnet, den wir als Grundschule (Arbeitsbegriff) bezeichnen.

Ziele des Projekts

Im Verlauf der einjährigen Forschungsarbeit werden für die wichtigsten in der Region vorkommenden Schulhaustypen schematische Anpassungsvorschläge formuliert, aufgezeichnet und kommentiert. Die am Projekt beteiligten Fachbereiche Pädagogik, Ökologische Psychologie und Architektur stellen sicher, dass diese komplexe und vielschichtige Aufgabe in der notwendigen Breite angegangen wird.

Zunächst werden für die beiden Organisationstypen Kindergarten und Primarschule gemeinsam die pädagogischen Anforderungen an die räumliche Gestaltung im Sinne einer pädagogischen Vision für eine Grundschule entwickelt. Dabei werden die Arbeits- und Lernformen sowie deren räumliche Voraussetzungen für die Kinder, die Lehrpersonen und die übrigen Fachkräfte definiert.

Darüber hinaus werden Überlegungen zur Schaffung von Tagesstrukturen/Tagesschulen und zu den räumlichen Voraussetzungen eines integrativen Unterrichtens einbezogen. In der Psychologie wird der aktuelle architekturpsychologische Erkenntnisstand zur optimalen Gestaltung von Lern- und Lehrumwelten für Kinder in der Altersgruppe der Eingangsstufe aufgearbeitet. Am Institut Architektur wird der Bestand an Primarschulhäusern in der Nordwestschweiz auf exemplarische Typologien hin untersucht.

Die Ergebnisse aus allen drei Fachbereichen werden im Januar 2013 zu einem Zwischenstand zusammengetragen. Gemeinsam werden drei bis fünf konkrete Schulhäuser als empirische Fallbeispiele für die vertiefte Untersuchung in der zweiten Forschungsphase bestimmt. Im Rahmen dieser Phase arbeiten die drei Fachbereiche eng zusammen. Eine teilnehmende Beobachtung untersucht jeweils die gegenwärtige Nutzung des Schulgebäudes. Die aus der Literatur abgeleiteten räumlichen Gestaltungskriterien für zukunftsorientierte pädagogische und didaktische Settings der Eingangsstufe werden am empirischen Fall geprüft und konkretisiert. Auf der Basis dieser Erkundungen und einer Untersuchung bestehenden Planmaterials werden mittels schematischer Schulgebäudeskizzen modulare Anpassungsmöglichkeiten für die zu erwartenden Transformationen geprüft.

Die Ergebnisse werden in einer Broschüre dokumentiert, die schematische Anpassungsvarianten für die wichtigsten Schulhaustypologien leicht lesbar darstellt, kommentiert und diskutiert.

Projektdauer

01.09.2012 bis 31.12.2013

Projektförderung

FHNW / Strategische Initiativen 2012

Abschlusstagung

12.06.2014, 13:00-17:00H
Weitere Informationen im PDF-Flyer

Projektleitung

  • Prof. Christina Schumacher | Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik (HABG)
  • Dr. Barbara Degenhardt | Hochschule für Angewandte Psychologie (APS)
  • Prof. Dr. Martin Straumann | Pädagogische Hochschule (PH)

Projektteam

  • Dominique Braun, lic. phil. (PH)
  • Marcel Bühlmann, cand. MA Erziehungswissenschaften (PH)
  • , Bsc. Angewandte Psychologie (APS)
  • Barbara Degenhardt, Dipl.-Psych. (APS)
  • Dr. Fabian Neuhaus, MSc. Urban Design, MA Architektur (HABG)
  • Sebastian Weinhardt, Dipl. Ing. Architekt (HABG)

Beratender Experte

Prof. Dr. Matthias Drilling, Hochschule für Soziale Arbeit, Institut für Sozialplanung und Stadtentwicklung

Beteiligte Kooperationspartner

  • Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
  • Pädagogische Hochschule FHNW
  • Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Publikation

FHNW_IArch_Publikationen_Schulumbau.pngSchulUmbau diskutieren
Verhandlungsthemen aus der Perspektive von Architektur, Pädagogik und Psychologie
Braun, Dominique; Bühlmann, Marcel; Burri, Leonie; Degenhardt, Barbara; Neuhaus, Fabian; Schumacher, Christina; Straumann, Martin und Weinhardt, Sebastian
Fachhochschule Nordwestschweiz (Hg), 2014
88 Seiten und 5 Faltblätter | Gedrucktes Exemplar vergriffen | Download Broschüre als PDF | Download Faltblätter als PDF

Kontakt

Prof.
Prof. Christina Schumacher Dozentin für Sozialwissenschaften am Institut Architektur FHNW, Leiterin Forschung Telefon : +41 61 228 54 73 E-Mail : christina.schumacher@fhnw.ch
Diese Seite teilen: