Stanford Summer Program 2025: Internationale Perspektiven auf Lernen, Innovation und Baukultur
Im September 2025 nahmen drei Studierende der FHNW am Stanford Summer Program in den USA teil. Die intensive Programmwoche im September bot interaktive Lehrformate, Einblicke in aktuelle Forschung sowie einen intensiven Austausch mit internationalen Teilnehmenden. Rückblickend schildern Fabienne, Roman und Patrick ihre Eindrücke aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und ordnen diese in ihre aktuelle Studienphase ein.
Das Stanford Summer Program 2025 zeichnete sich durch eine klar strukturierte und zugleich vielfältige Programmgestaltung aus. Fachliche Inputs, interaktive Aufgaben und informelle Austauschformate waren eng miteinander verzahnt. Der Fokus lag dabei nicht ausschliesslich auf der Vermittlung von Inhalten, sondern auf dem gemeinsamen Diskurs und der Reflexion.
Das internationale Umfeld eröffnete neue Perspektiven auf Fragestellungen aus dem Bau- und Planungsumfeld und machte sichtbar, wie stark Innovationsprozesse von kulturellen Rahmenbedingungen und interdisziplinärer Zusammenarbeit beeinflusst werden.
Aus Sicht von Fabienne überzeugte das Programm insbesondere durch seine abwechslungsreichen Formate. Interaktive Gruppenarbeiten ermöglichten einen niederschwelligen Einstieg in Gespräche und förderten den Austausch zwischen den Teilnehmenden. Dadurch entstanden früh vertiefte Diskussionen und ein intensiver Dialog.
Mehrere Unternehmensinputs boten unterschiedliche Sichtweisen auf vergleichbare Problemstellungen. Die anschliessenden Diskussionen lieferten wertvolle Impulse, die Fabienne auch für ihre Masterarbeit weiterverfolgen konnte. Ergänzt wurden diese Formate durch Fachpräsentationen mit offenen Fragerunden und direktem Austausch mit den Referierenden.
Ein zusätzlicher Mehrwert lag in den bewusst eingeplanten Pausen zwischen den Programmpunkten, die Raum für Gespräche und Reflexion boten.
«Durch das internationale Setting habe ich richtig viele neue Perspektiven bekommen.»
Roman hebt besonders den ConTech Deep Dive am Center for Innovation hervor. In diesem Format erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Start-ups und junge Unternehmen, die digitale und robotische Lösungen für die Bau- und Planungswelt entwickeln. Die thematische Bandbreite reichte von KI-gestützter Datenanalyse über cloudbasierte Planungstools bis hin zu Robotiklösungen für die Baustelle.
Die offene Diskussionskultur ermöglichte einen direkten Austausch mit Mitarbeitenden der Unternehmen. Innovation wurde dabei als gemeinsames Ziel verstanden, das durch Dialog und Zusammenarbeit vorangetrieben wird. Informelle Programmpunkte wie ein gemeinsames Mittagessen und ein Apéro förderten den persönlichen Austausch zusätzlich.
«Construction, Planung und Tech sind hier eng miteinander verknüpft.»
Patrick beschreibt insbesondere den Donnerstag als inhaltlichen Schwerpunkt. Eine spielerische Simulation von Push- und Pull-Prinzipien anhand einer Lego-Produktionslinie ermöglichte einen praxisnahen Zugang zu Lean-Mechanismen. Dabei liessen sich sowohl Prozessdynamiken als auch Gruppeninteraktionen gut beobachten.
Gespräche mit PhD-Studierenden boten Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten und deren zukünftige Anwendung. Besonders prägend war die Vorlesung von Prof. Dr. Martin Fischer, die den Wert von Bauwerken über monetäre Aspekte hinaus betrachtete. Das EEE-BUOS-Framework verdeutlichte, dass ökologische, soziale und nutzungsbezogene Faktoren zentrale Bestandteile einer ganzheitlichen Bewertung sind.
«Der Fokus auf die Perspektive der Endnutzerinnen und Endnutzer hat meinen Blick auf Bauprojekte erweitert.»
Das Stanford Summer Program 2025 bot den teilnehmenden Studierenden eine intensive Lernumgebung mit hohem fachlichem und persönlichem Mehrwert. Die Verbindung aus strukturierter Lehre, interaktivem Austausch und internationalem Kontext ermöglichte neue Perspektiven auf Innovation, Zusammenarbeit und digitale Prozesse im Bauwesen. Die gewonnenen Impulse wirken über die Programmwoche hinaus in Studium und Forschung weiter. Die Erfahrungen aus Stanford fliessen insbesondere im Rahmen der kürzlich entstandenen Masterarbeiten weiter in Studium und Forschung ein.




