Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit «Cooperative Lernkultur» ist Motor für und zugleich Ergebnis von unterschiedlichen Entwicklungsimpulsen.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Hochschule/Institut
- Pädagogische Hochschule FHNW / Institut Weiterbildung und Beratung
- Partner
- Coop Trainingszentrum
- Laufzeit
- 2019-heute
- Leitung
- Prof. Dr. Ulla Klingovsky, Stephanie Gyger
Leitung

Prof. Dr. Ulla Klingovsky
- Telefon
- +41 61 228 52 58
- ulla.klingovsky@fhnw.ch

Stephanie Gyger
- Telefon
- +41 61 228 50 31
- stephanie.gyger@fhnw.ch
Über das Projekt
Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Arbeitswelt sind mehr denn je innovative Konzepte zur Weiterentwicklung unternehmensinterner Strukturen, des betrieblichen Umfelds und der kooperativen Befähigung von Mitarbeitenden und Führungskräften erforderlich. Innovative Lernkulturen können überall dort entstehen, wo Unternehmen Strukturen schaffen, die Menschen durch eine Auseinandersetzung mit ihren Aufgaben und die kooperative Auseinandersetzung mit Anderen selbstsorgendes Lernen ermöglichen. In diesem Sinne sind in Zusammenarbeit mit dem Coop Trainingszentrum bisher drei Weiterbildungsformate entstanden, die darauf zielen, die innovative Lernkultur des Unternehmens weiterzuentwickeln.
Cooperative Lernkultur im Coop Campus
Um Bildung im Medium beruflicher Arbeitsprozesse zu ermöglichen, unterstützt die Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung die Entwicklung selbstsorgender, kooperativer Lernkulturen. Die Entwicklung einer derartigen Ermöglichungskultur im Rahmen von Unternehmen ist allerdings an Bedingungen gebunden, die sich auf drei lernkulturellen Ebenen verorten lassen:
- Ebene 1: Die Lehr-Lern-Situation
- Ebene 2: Die lernförderliche Rahmung von Lehrveranstaltungen und Lernaktivitäten
- Ebene 3: Weiterbildungskultur des Unternehmens
Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekt Cooperative Lernkultur wurden prototypische Kursveranstaltungen und institutionelle Schlüsselsituationen (Schäffter, 2003) mit Hilfe von Situationsanalysen empirisch erforscht. Auf dieser datenbasierten Grundlage wurden zentrale Spannungsfelder identifiziert und in spezifischen Weiterbildungsformaten einer didaktisch-methodischen Bearbeitung zugeführt.
Der gesamte Forschungs-, Entwicklungs- und datenbasierte Professionalisierungsprozess dient zugleich als Matrix für die Transformation hin zu einer entwicklungsoffenen cooperativen Lernkultur im Coop Campus.
Cooperative Lernkultur
Teilprojekte
Erkundungssetting: Lernpotenziale in der Verkaufsstelle (2019)
Coop Summercamp (2021)
Vision Lernbegleitung (2022)
Street-Food-Festival (2023)
Lernbegleitung unter der Lupe (2024)
Die Methode «Situationsanalyse» im Detail
Das methodische Instrumentarium der Situationsanalyse (vgl. Clarke 2012, Klingovsky 2016) eignet sich in besonderer Weise, um Einsichten in die «gelebte» Kultur des Lehrens und Lernens in der Erwachsenen- und Weiterbildung zu gewinnen.
Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm «Empirie im Kursraum» ist als mehrstufiges Verfahren angelegt, das auf eine datenbasierte Professionalisierung von Kursleitenden und Weiterbildungsanbieter*innen zielt. Die reflexiv-distanzierenden Einsichten in die Kursrealität ermöglichen eine professionelle Selbstverständigung über die Bedingungen und Effekte von Lehr-Lern-Situationen und erweitern das professionelle Entscheidungs- und Begründungswissen in der Erwachsenen- und Weiterbildung.
Publikationen
Klingovsky, U. 2021. Empirie im Kursraum – (An)Ordnungen des Lehrens und Lernens unter den Bedingungen der Digitalität. In: C. Bernhard-Skala, R. Bolten, J. Koller, M. Rohs, J. Wahl (Hg.), Perspektiven erwachsenenpädagogischer Digitalisierungsforschung, 2021, S. 39–54.



