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Seit 20 Jahren: Inspiration vor Ort bei Solothurner Filmtagen

Solothurn – der Ort, der dem Schweizer Filmschaffen eine Bühne bietet – ist auch der kleinste Standort der PH FHNW. Im Januar bieten die Filmtage ausgewählte Filmblöcke an, die von Studierenden und Lehrenden gerne besucht werden – dieses Jahr macht dabei keine Ausnahme.

Zukünftige Lehrpersonen mit gesellschaftlichen Debatten in Berührung zu bringen, war bereits früher ein Ziel der Ausbildungsstätten. Bei erst aufkommender Verbreitung des Schweizer Fernsehens und einer Zeitungs- und Zeitschriftenlandschaft, die dem Lokalen und der Parteipolitik diente, waren Literatur und Filme ein Schauplatz des gesellschaftlichen Umbruchs.

Eine Vorgängerorganisation der PH FHNW, das dann sogenannte Lehrerseminar Solothurn, hatte unter den Professor*innen einen lokal sehr engagierten Anstosser: Stephan Portmann, Mitgründer und erster Leiter der Solothurner Filmtage. Für ihn war klar, dass die Lehrer*innen der Zukunft auch über die prägenden Fragen der Zeit informiert waren.

Der Filmblock seit 2001

Was vorher informell und en passant stattfand, wurde 2001 dann neu in einem regelmässigen Gefäss präsentiert. Eine aus dem Lehrerseminar Solothurn gebildete Arbeitsgruppe «phkultur Solothurn» begann im Rahmen der Solothurner Filmtage einen Filmabend für interessierte Studierende, aber auch für Mitarbeitende zu organisieren.

Wer sich in der Zuschauer*innen-Gruppe einfand, hatte Gelegenheit in den letzten 20 Jahren zum Beispiel Nino Jacussos Dokumentarfilm «Fair Traders» oder Petra Volpes «Die göttliche Ordnung» zu sehen. Besonders beliebt waren dabei die anschliessenden Diskussionen mit den Filmschaffenden über das Werk und die Fragen, die es ausgelöst hatte.

Zum abendfüllenden Film suchte das Organisationsteam von «phkultur Solothurn» auch einige Kurz- und Animationsfilme aus, die für das breite Publikum manchmal nicht einmal auf dem Programm waren.

Und dieses Jahr?

Auch die Solothurner Filmtage reihen sich in die Festivals ein, die ein digitales Alternativprogramm ins Netz stellen. Für 2021 wurden für den Filmblock zwölf aktuelle Animations- und Kurzfilme ausgewählt. Was anders ist: Dieses Jahr kann auch eine grössere Gruppe von Filminteressierten die Werke sehen. Üblicherweise ist das Programm vor Ort rasch ausgebucht, doch für 2021 können alle interessierte Studierende und Mitarbeitende der FHNW (nicht nur der PH) das Programm von Zuhause aus geniessen.

Registrierung und Informationen zu den Filmen für FHNW-Personen

Bild: Claudia Zimmermann, Biobäuerin, Absolventin des Kindergartenseminars Solothurn und Protagonistin in «Fair Traders» von Nino Jacusso, dem erfolgreichen Schweizer Dokumentarfilm von 2019. (Der Film kann für CHF 4.50 ausgeliehen werden.)

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