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FOSSA - Förderung der Selbstregulation in Schule und Familie

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«Wilde» Kinder, geforderte Erwachsene – ein Forschungsprojekt entwickelt Unterstützung
Immer wieder stört die 6-jährige Yara im Unterricht und lenkt ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ab. Sie ist schnell aufbrausend und lässt sich leicht provozieren. In der Schule fühlt sie sich oft überfordert. Ihr Verhalten wiederum fordert ihre Eltern. Sie haben dann Auseinandersetzungen über Yaras Erziehung.

Der 5-jährige Leon besucht seit einer Weile den Kindergarten und hat mit einigen der Regeln und Ritualen Schwierigkeiten. Er hat Mühe, ruhig im Kreis zu sitzen, kann bei Spielen nicht abwarten, bis er dran ist und ist schnell frustriert, wenn er verliert. Dies äussert sich in häufigem «Quengeln», das nicht nur ihn selbst, sondern auch seinen Kindergärtner herausfordert.

Kinder wie Yara und Leon haben Schwierigkeiten damit, sich selbst zu «regulieren». Hier möchten wir ansetzen: Mit unserer Forschung wollen wir Schulen und Familien dabei unterstützen, betroffene Kinder zu fördern, damit sie die gleichen Bildungschancen wie andere Kinder haben. Eine angepasste Förderung hat positive Auswirkungen bis ins Jugend- und Erwachsenenalter.

Bei Kindern aus beanspruchten Familien schneidet das Schweizer Bildungssystem auffällig schlecht ab
Die PISA-Studie 2015 belegte erneut, dass das Schweizer Bildungssystem Jugendliche, die als Kind ein ähnliches Verhalten zeigten wie Yara und Leon, stark benachteiligt. Sie erzielen nachweislich schlechtere Noten. Das wirkt sich auf ihre Schullaufbahn und die anschliessende Berufswahl aus. Oft ist die Situation der betroffenen Kinder auch zu Hause schwierig. Vielleicht ist die Mutter alleinerziehend, hält sich und ihre zwei Kinder mit gelegentlichen Jobs über Wasser und hat finanzielle und/oder gesundheitliche Sorgen.

Früher Einsatz für eine positive Entwicklung lohnt sich
Frühe Unterstützung löst viele Schwierigkeiten. Aber immer wieder sind Gemeinden und Schulen unsicher, wie sie solchen «wilden» Kindern helfen können, eine positive Schullaufbahn zu ermöglichen.

Das langfristige Ziel unseres Projektes ist, Massnahmen im Bereich der Weiterbildung für Kindergarten- und Primarlehrpersonen zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit dem Institut für wirksame Jugendhilfe kompetenzhoch3 (vgl. KOFA-Schule) sollen zudem unterstützende Massnahmen für Familien ausgearbeitet werden (http://kompetenzhoch3.ch).

Was steckt hinter FOSSA?
FOSSA ist ein Projekt des Zentrums Lernen und Sozialisation der Pädagogischen Hochschule FHNW in Solothurn. Fossa ist auch eine seltene Tierart in Madagaskar. Die Tiere werden aufgrund ihres wilden Verhaltens oft missverstanden. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Kindern wie Yara und Leon nicht passiert.

Das Projekt soll mit 120 Primar- und 120 Kindergartenkindern sowie deren Lehrperson und Eltern durchgeführt werden. Sie kommen aus den Kantonen Aargau, Bern, Luzern, Solothurn, St. Gallen, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Zürich.

Wollen Sie mehr wissen? Schreiben Sie uns an Zm9zc2EuemxzLnBoQGZobncuY2g=. Wir freuen uns über Ihr Interesse!            

                                                                                                                                                                                                                                        

Wir danken den folgenden Institutionen herzlich für die Finanzierung der Studie:

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Berner Logo rot mit Textzusatz.jpg        Logo DVS gross_7-LU_NP.jpg

Projektleitung

Prof.
Prof. Dr. Markus Neuenschwander Leiter Zentrum Lernen und Sozialisation
Telefon : +41 32 628 66 84 (Direkt)

Projektteam

MA
MA Janine Bölsterli Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon : +41 32 628 67 54 (Direkt)
Michelle
Michelle Huttasch Hilfsassistentin
Telefon :
MA
MA Lukas Ramseier Hilfsassistent
Telefon : 032 628 66 61 (Direkt)
MSc
MSc Patsawee Rodcharoen Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon : +41 32 628 67 02 (Direkt)
MSc
MSc Ilona Rösti Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon : +41 (0)32 628 66 18 (Direkt)
BA
BA Ricarda Scholz Hilfsassistentin
Telefon :
MSc
MSc Alafia Zavery Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon : +41(0)32 628 67 21 (Direkt) (Direkt)
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