Die Hochschule für Life Sciences FHNW startet Partnerschaft mit der University of Calgary
Eine Idee aus der internationalen Zusammenarbeit mit QAI Ventures, einem Hackathon, viele Gespräche über Kontinente hinweg – und nun eine Partnerschaft mit grossem Potenzial: Die Hochschule für Life Sciences (HLS) kooperiert neu mit der University of Calgary (UCA). Im Interview gibt Direktor Falko Schlottig Einblicke in Entstehung, Ziele und nächste Schritte dieser vielversprechenden Zusammenarbeit.
Wie ist die Kooperation entstanden?
Die Wurzeln liegen in der Zusammenarbeit mit QAI Ventures in uptownBasel, und einem ersten Hackathon von QAI Ventures mit Studierenden von uns in Calgary, „Wir haben schnell gemerkt, dass wir nicht nur im Masterbereich gut zusammenpassen, sondern auch viele komplementäre Forschungsinteressen teilen – inklusive spannender Fördermöglichkeiten zwischen der Schweiz, Kanada und der EU“, erklärt Schlottig.
Was macht die Partnerschaft so besonders?
„Für uns ist das eine grosse Chance, auch in Nordamerika stärker präsent zu sein“, sagt er. Bisher habe eine solche strategische Partnerschaft gefehlt. Gleichzeitig passe die Kooperation perfekt zur Ausrichtung der HLS: „Wir können unsere Internationalisierung in Ausbildung und Forschung gezielt ausbauen – und das mit einer sehr renommierten Universität, die grosses Interesse an unseren Themen und unserer Industrienähe zeigt.“
Wie wurde die Zusammenarbeit aufgebaut?
Der Weg zur offiziellen Kooperation führte über zahlreiche Online-Meetings und persönliche Treffen – sowohl in der Schweiz als auch in Kanada. „Wir haben unsere Stärken aufgezeigt und gemeinsam ausgelotet, wo die grössten Chancen liegen.“ Einfach war das nicht immer: „Die grösste Herausforderung war, die richtigen Ansprechpartner zu finden - die UCA ist etwa doppelt so gross wie die ETHZ - und gemeinsame Zeitfenster zu koordinieren.“
Wie läuft der Austausch bisher?
Die Antwort fällt eindeutig aus: „Sehr gut, intensiv und vor allem vertrauensvoll.“ Inhaltlich standen bisher vor allem der Studierendenaustausch, Gemeinsamkeiten in den Masterprogrammen und gemeinsame Forschungsinteressen und Projektideen im Fokus. Aber auch grössere Themen wurden diskutiert – von Hochschulkultur und Forschungsfinanzierung bis hin zu geopolitischen Fragen und Knowledge Security. Unterstützt wird die Kooperation unter anderem durch den Forschungssupport beider Institutionen sowie der Schweizer Botschaft in Kanada.
Wer ist auf HLS-Seite beteiligt?
Nebst Personen aus der Hochschulleitung sind mehrere Forschungsgruppen involviert. Besonders vielversprechend sind Studierendenarbeiten und gemeinsame Projektideen in den Bereichen Wasseraufbereitung, PFAS, (Nano-)Chemie, Biodiagnostik und Medical Data.
Was bedeutet das für die Studierenden?
Schon bald wird die Kooperation sichtbar: Ab Mai werden die ersten Austauschstudierenden aus Kanada an der HLS erwartet. Ob und wie stark sich HLS-Studierende künftig für Aufenthalte in Calgary interessieren, ist derzeit noch offen. Klar ist aber: Die Möglichkeiten wachsen.
Wie geht es weiter?
Die nächsten Schritte sind bereits geplant. Im Herbst soll eine gemeinsame Onlinekonferenz stattfinden. Parallel dazu arbeiten beide Hochschulen an der Weiterentwicklung ihrer Masterpro-gramme und an ersten gemeinsamen Forschungsprojektanträgen.
Darüber hinaus geht es auch um strategische Themen wie Hochschulentwicklung oder den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Lehre.
Mit der neuen Partnerschaft öffnet die HLS ein weiteres Kapitel ihrer Internationalisierung und schafft neue Chancen für Studierende und Forschende, Ideen global zu denken sowie Innovatio-nen weit über die Landesgrenzen hinaus voranzutreiben.
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